Schäden an Gebäuden durch Starkregen und Flusshochwasser
Neben Stürmen verursachen Starkregen und Flusshochwasser die größten Schäden an Gebäuden. Während die Gefahr durch Flusshochwasser nur in unmittelbarer Nähe zu einem Fluss besteht, kann Starkregen überall auftreten. Für Flusshochwasser ist eine Frühwarnung meist bereits mehrere Tage im Voraus möglich, Starkregen hingegen lässt sich bislang oft nur wenige Stunden vorher voraussagen.
Wie gefährdet ein Gebäude durch Starkregen oder Hochwasser ist, hängt von der Siedlungsstruktur und den Eigenschaften des Gebäudes ab. In Gebieten mit hoher Bodenversiegelung und in Hanglagen ist die Gefahr durch urbane Sturzfluten besonders groß. Welche Flächen überflutet werden könnten, lässt sich in Hochwasserrisikokarten und kommunalen Starkregengefahrenkarten darstellen.
Der gefährdetste Teil eines Gebäudes ist der Keller. Das Schadensausmaß hängt dabei von der Art der Nutzung ab. Zudem beeinflusst die Art der verbauten Materialien das Schadensausmaß im Ernstfall. Beispielsweise spielt es eine Rolle, welche wärmedämmenden Verbundmaterialien verbaut wurden. Dies kann darüber entscheiden, ob eine Sanierung möglich oder der Abriss notwendig ist. Eine große Rolle spielen zudem Verunreinigungen mit Schmutzwasser oder wassergefährdenden Stoffen, wie Chemikalien oder Ölen (z. B. durch eine Ölheizung). Diese können zu einer erheblichen Vergrößerung des Schadensausmaßes beziehungsweise der Sanierungskosten führen.
In Bezug auf Starkregen kann unzureichender Schlagregenschutz von Kellerfenstern oder der Ausbau von Dachgeschossen, Dachterrassen und Balkonen zu höheren Schäden führen. Geringe Gebäudesockelhöhen, unzureichend dimensionierte Entwässerungssysteme und ungünstige Dachbauweisen können ebenfalls das Schadensausmaß erhöhen. Starkregen kann bei fehlenden Dachüberständen die Fassade beschädigen. Die Folgen können sich durch den Eintritt der Wassermengen in die Bauteile bemerkbar machen und zu Durchfeuchtungsschäden führen. Weitere Faktoren sind die Bauweise der Außenwand, das Baujahr sowie Instandhaltung, Wartung und Modernisierung von Dach- und Entwässerungssystemen.
Indikatoren aus dem Monitoring zur DAS: Starkregen im Siedlungsbereich, Schadenaufwand in der Sachversicherung