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Niedrigwasser-Informationsdienst Bayern

Die Niederschlagsverteilung und -mengen in Bayern werden sich im Zuge des Klimawandels zunehmend ändern. Hochwasser werden sich verschärfen, aber auch Trockenperioden mit niedrigen Wasserständen werden sich häufen. Bereits seit über 100 Jahren gibt es in Bayern einen Hochwassernachrichtendienst. Er hat sich bei der Warnung vor Hochwasser und dem rechtzeitigen Einleiten von Schutzmaßnahmen bewährt. Nach diesem Vorbild ist auch der Niedrigwasser-Informationsdienst (NID) angelegt. Ziel ist die rechtzeitige und umfassende Information aller Akteure in der Wasserwirtschaft und der Öffentlichkeit über die Lage des Wasserhaushalts für ein erfolgreiches Niedrigwassermanagement. Mit seinen Messdaten und Lageberichten bietet der Informationsdienst bei Niedrigwasser die Grundlage für frühzeitige Reaktionen der Entscheidungsträger*innen insbesondere der Wasserwirtschaft. Auch die Öffentlichkeit kann sich jederzeit über die aktuelle Situation und die weitere Entwicklung informieren. Die Daten von rund 320 Niederschlagsmessstationen und 550 Pegeln werden bereitgestellt. Weitere Daten stammen aus den Messnetzen für die Wasserqualität in Flüssen und Seen. Für die Bewertung der Grundwasserverhältnisse werden Grundwasserstände und Quellschüttungen ausgewertet.

Key data on the measure

Measure carrier

Measure carrier

Bayerisches Landesamt für Umwelt https://www.lfu.bayern.de/

Duration and Financing

Beginn of the measure

What were the (estimated) costs for implementation?

ca. 200 000 € (ohne Kosten der Messnetze und eigenes Personal)

Explanatory note

Die Maßnahme wird aus Mitteln des Freistaates Bayern finanziert.

Participation

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Bayerisches Landesamt für Umwelt

Achievements

What successes have you been able to achieve with your measure?

Das Internetangebot startete erst 2008 mit den Messwerten der bereits laufenden Messnetze und wurde bis 2011 schrittweise ausgebaut.

Does the measure achieve positive side effects beyond climate adaption

  • Ja, Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
  • Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
  • Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen

Explanation

Informationsgrundlage für frühzeitige Reaktionen der Entscheidungsträger*innen und der Öffentlichkeit bei Niedrigwasser und damit Vermeidung von finanziellen Schäden. Überwachung der Gewässergüte (Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt) um ökologisch kritische Situationen an den Oberflächengewässer rechtzeitig zu erkennen, damit mit Abhilfemaßnahmen darauf reagiert werden kann. Niedrigwassermanagement als Teil der Wasserwirtschaft ist auch unabhängig vom Klimawandel eine Aufgabe.

Obstacles

Contact person

Bayerisches Landesamt für Umwelt
Dr. Natalie Stahl-van Rooijen
Bürgermeister-Ulrich-Straße 160
86179 Augsburg
Germany

Department
Referatsleitung 86 - Hochwassernachrichtendienst, Hochwasservorsorge Donau und Inn, Gebietshydrologie
Phone numbers
0821 / 9071-5960
Natalie.Stahl-vanRooijen@lfu.bayern.de

Place of realisation

Hans-Högn-Straße 12
95030 Hof/Saale
Deutschland

Associated content

Links

Short link: www.umweltbundesamt.de/n13901en