Mehr Räume für Bäume
Die Initiative „Mehr Räume für Bäume“ zielt sowohl auf die Steigerung der Anzahl von Bäumen im Stadtgebiet ab, als auch auf die Gesunderhaltung von Bäumen im städtischen Raum. Dabei besteht die Initiative aus drei wesentlichen Pfeilern: (1) Baumpflanzung, (2) Baumpflege und (3) wissenschaftliche Begleitung. Getragen wird das Projekt von der Maintaler Bürgerschaft. Durch ein Anreizprogramm werden Bürger*innen dazu animiert, Bäume auf ihren Grundstücken zu pflanzen (1). Weiterhin können sie zur Gesunderhaltung von Bäumen im öffentlichen Raum durch eine Baumpatenschaft beitragen (2) und in den Sommermonaten als „Baum-Fitness-Coaches“ Messungen durchführen, um ein Bewusstsein sowohl innerhalb der Bevölkerung als auch bei der Stadtverwaltung zu schaffen, wie es Bäumen während Hitzeperioden geht (3). Das Projekt läuft in verschiedenen Teilen das ganze Jahr über. Eine Baumpatenschaft kann jederzeit erfolgen. Das Citizen-Science-Projekt „MainStadtbaum Maintal“ zur Förderung des Gesundheitszustands von Bäumen läuft während der Vegetationsphase von Mai bis September. Ab September kommt die "Lieblingsbaumaktion" hinzu, die das Thema "Baumpflanzungen" ergänzt. Im September können bis zu 5 Meter große Stadtbäume sowie die etwas kleiner ausfallenden Obstbäume aus Listen ausgewählt und für nur 30,- € über die Stadt bestellt werden. Bei den Stadtbäumen handelt es sich um sogenannte Zukunftsbäume, die laut GALK e.V. besonders widerstandsfähig in Bezug zu klimatischen Veränderungen sein sollen. Alle bestellten Bäume werden im November an die Bürgerschaft ausgegeben. Wichtig ist es, dass die Menschen auch bei der Baumpflanzung begleitet werden, weshalb zusätzlich ein kostenfreier Baumpflanzkurs angeboten wird. Meilensteine sind ein Zuwachs an Bäumen im Stadtgebiet, sowie eine Verbesserung der Gesunderhaltung von Bäumen in der Stadt. Das Projekt soll, soweit es die finanziellen Mittel zulassen, so lange wie möglich in Maintal umgesetzt werden.
Key data on the measure
Measure carrier
Measure carrier
Stadt Maintal https://www.maintal.de/Cooperation partner
Arbeitskreis Streuobst Maintal, NABU Maintal, Obst- und Gartenbauverein Hochstadt, Freiwillig Engagierte, Kitas, SchulenDuration and Financing
Beginn of the measure
What were the (estimated) costs for implementation?
15.000 € / Jahr plus 10.000 € einmalig für MessgeräteWhat funds were used to finance the measure?
Kommune, PrivatExplanatory note
Die Kommune finanziert den Einkauf der Bäume und deckt die Kosten, die durch Plakatwerbung entstehen. Die Bürgerschaft trägt einen Eigenanteil von 30,- € pro Baum. Eine Förderung durch Land oder den Bund wird nicht in Anspruch genommen.Participation
Were other groups of people/institutions involved in the planning/implementation of the measures in addition to the cooperation partners?
- Betriebe, öffentliche Unternehmen oder Wirtschaftsverbände
- Breite Öffentlichkeit
- Forschung/Beratung/Bildung
- Grundstücksbesitzer
- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Presse
- Umwelt- und Sozialverbände
Achievements
What successes have you been able to achieve with your measure?
In drei Jahren konnten ca. 723 Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden. Zudem hat eine Sensibilisierung der Bevölkerung und weiterer beteiligter Akteur*innen zur Notwendigkeit des Schutzes von Bäumen durch vermehrten Hitzestress stattgefunden. Durch Bildungsarbeit in Kitas und Schulen konnten so schon Kinder und Jugendliche von der Bedeutung von Bäumen in der Stadt erfahren und welchen Einfluss der Klimawandel auf Bäume hat.How is the success of the measure evaluated?
- Monitoring (z.B. Messung, Erfassung von Daten, TN-Zahlen, Webseitenklicks)
Explanatory note
Die Anzahl der neu gepflanzten Bäume wird erfasst. Weiterhin werden konkret Rückmeldungen aus der Bürgerschaft erfragt. Schließlich soll ab 2025 eine Zusammenführung der Baumpflanzungen mit der Stadtklimaanalyse der Stadt Maintal erfolgen.How do you plan to further develop your project?
Zukünftig soll vor allem das Wissen zu Ökosystemleistungen von Bäumen deutlicher in den Vordergrund treten und auch allgemeine Informationen inklusive Bildern zu den angebotenen Bäumen bereitgestellt werden. Weiterhin soll das Projekt in weiteren Kommunen eingeführt werden mit dem Ziel, die Initiative in möglichst vielen Kommunen zu verstetigen.Does the measure achieve positive side effects beyond climate adaption
- Ja, Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
- Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
- Ja, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: z. B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen
- Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Explanation
Durch den Holzzuwachs sind Bäume in der Lage, Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu binden und dadurch zum Schutz des Klimas beizutragen. Bäume haben einen positiven Effekt, indem sie als Nahrungsquelle und Niststätte dienen, Schadstoffe aus der Luft filtern und durch das Wurzelgeflecht die Qualität des Bodens verbessern sowie die Regenversickerung fördern. Eine grüne Stadt steigert das Wirtschaftswachstum, die Lebensqualität und trägt zur Gesunderhaltung der Menschen bei.Obstacles
Conflicts
Does the measure have a negative effect on any other areas?
- Nein
Contact person
Nina Stiehr
Klosterhofstraße 4-6
63477 Maintal
Germany
Place of realisation
Klosterhofstraße 4-6
63477 Maintal
Deutschland