Der Gehalt an dem in Holzschutzmitteln verarbeiteten Biozid Pentachlorphenol (PCP) im Hausstaub war in den alten Ländern im Schnitt knapp viermal so hoch wie in den neuen Ländern. In der DDR kam stattdessen Lindan häufiger und teilweise in großen Mengen zum Einsatz. 1989 wurde PCP als Biozid verboten, das Insektizid Lindan wurde im Osten nur noch eingeschränkt verwendet. Als Ersatz griffen Ost und West in ähnlichem Umfang zu Permethrin. Dreimal höher als im Westen war im Osten dagegen die Konzentration des Wirkverstärkers Piperonylbutoxid (PBO) im Hausstaub. Mögliche Erklärung: In der DDR waren Schädlinge wie die Große Stubenfliege (Musca domestice) oder die Deutsche Schabe (Blattella germanica) toleranter oder sogar resistent gegen manche PBO-haltigen Insektizide. Mit höheren PBO-Gehalten versuchte man, die Tiere dennoch klein zu kriegen.