Einfluss des Klimawandels auf die Morbidität und Mortalität von Atemwegserkrankungen
Der retrospektive Studienteil (2001-2015) analysiert den Einfluss von Wetterfaktoren auf die Mortalität und Morbidität von Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen in Deutschland. Das Mortalitätsrisiko ist für beide Krankheitsbilder oberhalb von ca. 18°C Tagesmittellufttemperatur ausgeprägt, mit einer Mortalitätszunahme um bis zu 40% an sehr heißen Tagen. Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sind besonders betroffen. Modellierungen zur Klimaentwicklung zeigen, dass Hitzeereignisse signifikant häufiger, intensiver und länger andauern werden, wodurch ein Anstieg der Temperatur-Assoziierten Mortalität bis Ende des Jahrhunderts erwartet wird. Der Bedarf einer Verstärkung von umwelt- und gesundheitspolitisch generierten Klimaschutzmaßnahmen wird betont.