Hitzeaktionsplanung in der kommunalen Praxis (Plan °C)
Der Kern des Projekts Plan °C lag darin, die „Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit“ der Bund/Länder-Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ in den beiden besonders hitzebelasteten Städten Düsseldorf und Karlsruhe in konkretes Verwaltungshandeln zu übertragen und zu Hitzeaktionsplänen für alle Betroffenengruppen auszuarbeiten. Hierbei ist auch die langjährige Praxiserfahrung ausgewählter französischer Städte mit Hitzeaktionsplanung (Plan Canicule) eingeflossen.
Key data on the measure
Measure carrier
Measure carrier
Stadt Düsseldorf, Stadt Karlsruhe, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)Duration and Financing
Beginn of the measure
Duration of implementation
Abschluss des Projekts im Juli 2025What were the (estimated) costs for implementation?
370.000 €What funds were used to finance the measure?
Bund, KommuneExplanatory note
Die Umsetzungskosten sind für die Personalstellen bei den Verbundpartnern angefallen. Das Vorhaben wurde unter dem Titel "DAS: Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis" durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Förderschwerpunkt 3 unter den Förderkennzeichen 67DAS261A, 67DAS261B und 67DAS261C gefördert.measures already included in the Tatenbank
Düsseldorfs Karte der kühlen Orte – Ein Angebot für heiße Tage
Participation
Were other groups of people/institutions involved in the planning/implementation of the measures in addition to the cooperation partners?
- Breite Öffentlichkeit
- Forschung/Beratung/Bildung
- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Presse
- Stadtwerke
- Umwelt- und Sozialverbände
- Sonstige
What forms of participation took place?
- Aufbau von Netzwerken
- Aufsuchende Formate (z.B. Informationsstände)
- Bereitstellung von Informationsmaterialien
- Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
- Informationsveranstaltungen
- Online-Befragung / -Dialog
- Sonstiges
Other
Bilaterale Gespräche mit Multiplikator*innen.Explanation
Das Difu begleitete die Arbeiten vor Ort als wissenschaftlicher Partner, organisierte Formate für Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer und machte weiteren interessierten Kommunen Good-Practice-Beispiele, Anwendungswissen und Umsetzungserfahrungen aus dem Vorhaben in der Publikation "Hitzeaktionspläne in der kommunalen Praxis" dauerhaft zugänglich.Plan C wurde in den beiden Städten, in den Hitzenetzwerken der Verbundpartner und bundesweit durch eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit begleitet und richtete die Treffen des Städtedialogs „Kommunale Hitzeaktionsplanung“ aus.
Achievements
What successes have you been able to achieve with your measure?
Schutz der Bevölkerung vor den negativen Folgen extremer Hitze; Stärkung der Gesundheitskompetenz; Ämterübergreifende Vernetzung der Verwaltung und Stadtgesellschaft.How is the success of the measure evaluated?
- Analyse (z.B. Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinabgleich, Medienanalyse)
- Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
Explanatory note
Der Stand der Umsetzung soll im Rahmen eines regelmäßigen Monitorings überprüft und die Wirkung der Maßnahmen evaluiert werden. Bei Bedarf sollen Maßnahmen angepasst, gestrichen oder neu hinzugenommen werden.How do you plan to further develop your project?
Die Hitzeaktionspläne in beiden Städten sollen nach Abschluss des Projekts in die Umsetzung gehen.Does the measure achieve positive side effects beyond climate adaption
- Ja, Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre
- Ja, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität: z. B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich oder sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen
Explanation
In der Hitzeaktionsplanung liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz und der Unterstützung der sogenannten Risikogruppen. Viele Maßnahmen sollen die Gesundheitskompetenz und soziale Teilhabe aller Bürger*innen stärken und dabei besonders für den sozialen Ausgleich zugunsten derjenigen sorgen, die möglicherweise aufgrund von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand oder finanziellen Kapazitäten benachteiligt sind.Obstacles
Finanzierbarkeit von Personal und Maßnahmen sowie keine Standardisierung oder feste Vorgaben für die Hitzeaktionsplanung.
Conflicts
Does the measure have a negative effect on any other areas?
- Nein
Contact person
Deutsches Institut für Urbanistik
Dr. Moritz Ochsmann
Germany
ochsmann@difu.de
Place of realisation
Markgrafenstraße 14
76131 Karlsruhe
Deutschland