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Deutschland übergibt HELCOM-Vorsitz an Lettland
Am 1. Juli 2022 geht der zweijährige Vorsitz der Helsinki-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee (HELCOM) turnusmäßig an Lettland. Unter deutschem Vorsitz konnten die Themen Biodiversität und Klima gestärkt, Lösungen für Munitionsaltlasten und Unterwasserlärm angegangen und Maßnahmen gegen die Verschmutzung der Ostsee mit Nährstoffen, Schadstoffen und Abfällen vertieft werden.
OECD-Richtlinie: Bestimmung der Partikelgröße von Nanomaterialien
Die OECD veröffentlichte am 30. Juni 2022 eine neue Prüfrichtlinie, welche die Bestimmung der Partikelgrößenverteilung speziell für Nanomaterialien vereinheitlicht. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Umsetzung der nanospezifischen Anforderungen im Rahmen der Gesetzgebungen zur Chemikaliensicherheit, zum Beispiel für die REACH-Verordnung.
Änderungen im Verpackungsgesetz zum 1. Juli 2022
Zum 1. Juli 2022 wird die Registrierungspflicht für Verpackungshersteller ausgeweitet. Außerdem tritt eine neue Verantwortung für elektronische Marktplätze und Fulfillment-Dienstleister in Kraft. Damit wird die Herstellerverantwortung weiter gestärkt.
Klimarisikoanalyse in Kommunen systematisch durchführen
Kommunen sind von Klimaveränderungen aufgrund verschiedener Faktoren unterschiedlich betroffen. Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt daher die Durchführung von kommunalen Klimarisikoanalysen entlang von drei wesentlichen Schritten: Vorbereitung, Durchführung und Kommunikation der Ergebnisse. Zur Unterstützung gibt eine Handreichung Hinweise zum methodischen Vorgehen in Ergänzung der ISO 14091.
Beschaffungsleitfäden für Innenputze und Innenwandfarben
Putze und Wandfarben kommen großflächig in Innenräumen zum Einsatz. Deshalb ist es wichtig, dass die Produkte emissions- und schadstoffarm sind. Die vom UBA für diese Produktgruppen neu herausgegebenen Beschaffungsleitfäden enthalten konkrete Empfehlungen für Ausschreibungen.
Finale Daten zur Stickstoffdioxidbelastung im Jahr 2021
Die Messdaten für Stickstoffdioxid (NO₂) für 2021 liegen für alle Luftmessstationen im Bundesgebiet vor: Der Luftqualitätsgrenzwert von 40 Mikrogramm NO₂ pro Kubikmeter Luft (µg/m³) im Jahresmittel wurde in München, Essen und Ludwigsburg überschritten. 2020 lagen noch 6 Städte über dem Grenzwert. 2019 waren noch 25 Städte von Grenzwertüberschreitungen betroffen, 2018 waren es 57.
Wie werden städtische Quartiere klimaresilient und klimaneutral?
Hitzeinseln bilden sich besonders in stark verdichteten Innenstädten. Der Effekt ist nicht neu, gewinnt durch die globale Erwärmung jedoch an Brisanz. Durch Maßnahmen wie Dämmung, Begrünung, kontrollierte Belüftung und Photovoltaik lassen sich Gebäude energiesparend kühlen und behagliche Temperaturen im Außenbereich herstellen. Klimaneutralität wird jedoch nicht vollständig erreicht.
GehCheck-App: Fußwege selbst checken
Mit der GehCheck-App kann jede*r ganz leicht einen Fußverkehrscheck durchführen. Diese Smartphone-App macht den Spaziergang oder den täglichen Fußweg zu einer spannenden Feldanalyse. Gefahrenstellen, Hindernisse und Verbesserungsvorschläge, aber auch Lob für gute Gehwege und Plätze, auf denen man sich wohlfühlt, lassen sich damit festhalten. Alles Erfasste erscheint auf einer Karte im Internet.
Bakterielle Resistenzen in Klärschlamm
Klärschlamm enthält eine Vielzahl an Stoffen, die in der Umwelt unerwünscht sind. Sie werden bei der Abwasserbehandlung in den Klärschlamm überführt. Die Qualität des Schlamms hängt u.a. von ortsabhängigen Faktoren ab. Die neue Studie zeigt, dass die Ausbaugröße einer Kläranlage keinen Einfluss auf das Vorkommen von Resistenzgenen oder resistenten Bakterien sowie Schadstoffen im Klärschlamm hat.
Strompreiskompensation: Auswertungsbericht 2020 online
Im Jahr 2020 haben 325 deutsche Unternehmen rund 833 Millionen Euro Beihilfen für indirekte CO₂-Kosten des EU-Emissionshandels erhalten. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Deutschen Emissionshandelsstelle im UBA zur so genannten Strompreiskompensation hervor.
Nachhaltiger Konsum: Zusätzliche Klimaschutzpotenziale ermittelt
Mehr Carsharing, bessere Energieberatung, weniger fleischhaltige Gerichte und andere Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Konsums könnten bis 2030 in Deutschland zusätzlich 12 bis 20 Millionen Tonnen Treibhausgase pro Jahr einsparen. Dies ist das Ergebnis von 13 Maßnahmenvorschlägen zur Reduktion von Treibhausgasen, die das Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamts untersuchte.
Biozide in der Tierhaltung: Umwelteinträge minimieren
Ein Forschungsvorhaben hat die Anwendungspraxis von Bioziden zur Desinfektion und Insektenbekämpfung untersucht. Um Einträge in die Umwelt zu minimieren, wird beispielsweise empfohlen, Temperatur- und Mengenvorgaben bei Desinfektionsmitteln genau einzuhalten und deren Anwendung in ein ganzheitliches Hygienemanagementkonzept zu integrieren.