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Öffentlicher Personennahverkehr

Straßenbahnen an der Haltestelle
Für den Umweltschutz ist ein Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs besonders wichtig.
Quelle: eloleo / Fotolia.com

Der ÖPNV ist das Rückgrat der Verkehrswende und ein zentraler Baustein für den Klima- und Umweltschutz. Daneben erfüllt der ÖPNV auch eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge und ermöglicht es allen Menschen, am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzuhaben. Seine Mobilitätsangebote stellen Alternativen zum motorisierten Individualverkehr bereit.

Mobilität für alle durch ÖPNV

Mobilität ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen von A nach B gelangen, um am gesellschaftlichen Leben sozial, kulturell und wirtschaftlich teilhaben zu können. Öffentliche Nahverkehrsangebote schaffen mit Linienbussen, Regionalzügen und S-Bahnen sowie, U- und Straßenbahnen, aber auch mit Bedarfsverkehren grundlegende Mobilitätsangebote für die breite Bevölkerung. Aus diesem Grund sind Leistungen des öffentliche Personennahverkehrs (ÖPNV) in Deutschland Teil der Daseinsvorsorge und werden in der Regel durch öffentliche Mittel erheblich mitfinanziert. 

Allerdings sind die Leistungen des ÖPNV von Region zu Region unterschiedlich ausgestaltet. In Metropolen und Großstädten sind die Netze und Angebote des ÖPNV meist gut ausgebaut, während in ländlichen Räumen das Schienennetz weitmaschiger ist und Züge weniger häufig fahren. Busverbindungen konzentrieren sich dort häufig auf Schülerverkehre.

Deutliche Unterschiede zeigen sich nicht nur zwischen ländlicheren und urbaneren Regionen, sondern auch zwischen Räumen mit vergleichbarer Struktur, die in verschiedenen Bundesländern liegen. Das zeigen Untersuchungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und der Agora Verkehrswende. Sie haben auf lokaler Ebene ermittelt, wie groß der Anteil der Menschen ist, die ÖPNV-Grundangebote in kurzer Entfernung erreichen beziehungsweise wie dicht das Mobilitätsangebot bezogen auf die Siedlungs- und Verkehrsfläche ist.   

In einigen ländlichen Regionen wurden in den vergangenen Jahren durch die Reaktivierung von Bahnstrecken oder die Einführung von überregionalen Buslinien mit leicht merkbarem Takt Potenziale für eine Verlagerung vom Pkw-Verkehr gehoben. Welche Rahmenbedingungen es braucht, um Verwaltungsgrenzen überschreitende Mobilitätsangebote erfolgreich zu implementieren, hat das Umweltbundesamt im Projekt interkommunalMobil untersuchen lassen. Wichtig sind neben regionalen, integrierten Masterplänen, der strukturellen Unterstützung interkommunaler Zusammenarbeit durch Fachzentren für Mobilität auf Landesebene und einer erhöhten Regelfinanzierung für Mobilitätsangebote auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der Akteure, eine gemeinsame regionale Identität der kooperierenden Kommunen sowie ein gemeinsames Verständnis der anzugehenden Herausforderungen vor Ort. 

Auch wenn Wege zur Haltestelle mancherorts relativ weit sein können, können diese durch eine abwechslungsreiche Gestaltung attraktiver werden. So können sich zum Beispiel Wege, die begrünt und barrierefrei sind, und an Cafés und Läden vorbeiführen sowie über Sitzmöglichkeiten verfügen, kürzer anfühlen als sie tatsächlich sind. Dies kann den Einzugsbereich von Haltestellen erweitern. Welche Effekte die Gestaltung der Wege und ihr Umfeld auf die Akzeptanz der Wegelänge im Detail haben, lässt das UBA im Projekt Schnittstellen zwischen ÖPNV und Fußverkehr verbessern erforschen. In diesem Zusammenhang wird ermittelt, wie der ÖPNV, Kommunen und weitere Akteure zielorientiert zusammenarbeiten können, um ÖPNV- und Fußverkehrsplanung besser miteinander zu verzahnen. Praxisnahe Vorschläge für die Planung runden das Projekt ab.

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