Luftschadstoffe werden gasförmig, als Partikel oder in Niederschlag und Luftfeuchtigkeit gelöst in Ökosysteme eingetragen. Die Gesamtdeposition über einem Ökosystem lässt sich daher in die folgenden drei Depositionspfade unterteilen:
Den Eintrag von luftgetragenen Schadstoffen in Ökosysteme durch Niederschlag in Form von Regen, Schnee und Hagel bezeichnet man als nasse Deposition. Dabei hängt die Höhe des Eintrages unter anderem von der Schadstoffkonzentration in der Luft, dessen Löslichkeit und der Niederschlagsmenge ab. Trifft der Niederschlag beispielsweise auf ein Waldökosystem, durchdringt ein Teil die Baumkrone und trifft direkt auf den Waldboden, während ein Teil des Niederschlages zuvor von Blättern und Ästen zunächst zurückgehalten wird (Interzeption).
Trockene Deposition
Luftgetragene Partikel und Gase lagern sich auch ohne Regen und Schnee auf Böden, Vegetation und Oberflächen im Allgemeinen ab oder können von diesen direkt aus der Luft aufgenommen werden. Dabei sind für den vertikalen Transport mikroskalige turbulente Luftströmungen oder bei Partikeln auch die Sedimentation verantwortlich. Zusätzlich hängt die Höhe der trockenen Deposition von den Eigenschaften des betrachteten Ökosystems bzw. der betrachteten Oberfläche ab, so hält beispielsweise die Kronenschicht von Wäldern Partikel wie Feinstaub sehr effektiv zurück.
Feuchte Deposition
Atmosphärische Schadstoffe lösen sich in Nebel- und Wolkentröpfchen und gelangen mit der Feuchtigkeit in Ökosysteme. Ähnlich wie bei der trockenen Deposition hängt die Menge der feuchten Deposition neben der Menge an vorhanden Tröpfchen auch von der Oberflächenbeschaffenheit ab. Die feuchte Deposition wird auch als okkulte Deposition bezeichnet (okkult = verborgen/ geheim).