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Marktdaten: Ernährung

Die Höhe des Fleischkonsums und der Marktanteil von Biolebensmitteln sind zentrale Kennzahlen für eine umweltgerechte und nachhaltige Ernährung. Auch die Marktzahlen für MSC-gelabelten Fisch und für Fairtrade-Siegel geben Auskunft darüber, wie wichtig uns ökologische und soziale Kriterien bei der Ernährung sind. Die Senkung von Lebensmittelabfällen ist ein wichtiges umweltpolitisches Ziel.

Inhaltsverzeichnis

Fleischkonsum: ein bisschen weniger

Der Fleischverzehr in Deutschland lag viele Jahre konstant hoch bei etwa 60 kg pro Person und Jahr. Im Jahr 2025 lag er bei 54,9 kg (siehe Abb. „Fleischverzehr in Deutschland“). Damit liegt er allerdings in Bezug auf die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) (rund 15 kg pro Person und Jahr) immer noch deutlich zu hoch. Unter „Fleischverzehr“ wird die tatsächlich von Menschen verzehrte Menge erfasst. Bei Angaben zum „Fleischverbrauch“ sind hingegen auch Futtermittel, industrielle Verwertung und Schlachtabfälle wie Knochen enthalten. Die Werte ab 2010 wurden 2026 neu berechnet. Dadurch ergeben sich leichte Abweichungen zu früher veröffentlichten Zahlen.

Diagramm: Der Fleischverzehr pro Kopf in Deutschland lag von 2000 bis 2018 bei rund 60 kg. Im Jahr 2025 lag er bei 54,9 kg. Fleischverzehr in Deutschland
Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

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Biolebensmittel: stetiges Wachstum

Nimmt man die beiden außergewöhnlichen Corona-Jahre 2020 und 2021 heraus, zeigt sich bei Biolebensmitteln seit Jahren sowohl bei Umsätzen als auch bei Marktanteilen ein stetiges Wachstum in kleinen Schritten (siehe Abb. „Umsatz und Marktanteil von Biolebensmitteln“). Um bis 2030 das Ziel von 30 % Marktanteil zu erreichen, müsste das in 2020 erzielte Umsatzwachstum in Höhe von rund 25 % bis 2030 aufrechterhalten werden.

Diagramm: Der Marktanteil von Biolebensmitteln ist von 0,1 Prozent 2008 auf 1,0 Prozent 2025 gestiegen. Der Umsatz lag 2025 bei 2,8 Milliarden Euro. Umsatz und Marktanteil von Biolebensmitteln
Quelle: Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)

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Fairtrade-Lebensmittel: Wachstum in der Nische

Der Umsatz mit Fairtrade-Lebensmittel hat sich seit 2008 auf fast 3 Mrd. Euro bis 2025 vervielfacht. Der Marktanteil am gesamten Lebensmittelmarkt lag 2025 bei 1,0 % (siehe Abb. „Umsatz und Marktanteil von Fairtrade-Lebensmitteln“). Viele Fairtrade-Produkte sind auch biozertifiziert. So hatten 67 % der Fairtrade-Bananen und 75 % des Fairtrade-Kaffees im Jahr 2025 auch ein Biolabel (Fairtrade Deutschland).

Diagramm: Der Marktanteil von Fairtrade-Lebensmitteln ist von 0,1 Prozent 2008 auf 1,0 Prozent 2025 gestiegen. Der Umsatz lag 2025 bei 2,8 Milliarden Euro. Umsatz und Marktanteil von Fairtrade-Lebensmitteln
Quelle: Transfair in Bewegung - Jahres- und Wirkungsbericht 2008-2021 (Fairtrade Deutschland); Marktanteile: Statistisches Bundesamtt

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MSC- und ASC-Fisch: Im Massenmarkt zu Hause

Der Absatz von Fischprodukten aus nachhaltiger Fischerei mit MSC-Label (Wildfang) betrug 2024 rund 220.000 Tonnen, was einem Marktanteil von rund 58 % entspricht (siehe Abb. „Absatz von Fischprodukten mit MSC- und ASC-Label“ und „Marktanteil von Fischprodukten mit MSC- und ASC-Label“). Vom ASC-Label liegen für 2023 und 2024 keine gesonderten Marktzahlen vor. 

Diagramm: Der Absatz von MSC-gelabeltem Fisch lag 2020 bei rund 270.000 Tonnen, 2024 bei rund 220.000 Tonnen. Die letzten verfügbaren Marktzahlen für ASC-gelabeltem Fisch lagen 2022 bei 33.000 Tonnen. Absatz von Fischprodukten mit ASC- und MSC-Label (nach Kategorien)
Quelle: ASC/MSC-Marktbericht Deutschland 2023

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Diagramm: Der Markanteil von MSC-gelabeltem Fisch lag 2020 bei rund 62 Prozent, 2024 bei rund 58 Prozent. Der Marktanteil von ASC-gelabeltem Fisch lag 2022 bei rund 9 Prozent. Aktuellere Marktzahlen sind hier nicht verfügbar. Marktanteil von Fischprodukten mit ASC- und MSC-Label (Absatz)
Quelle: ASC/MSC-Marktbericht Deutschland 2023

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Vermeidbare Lebensmittelabfälle: Zu gut für die Tonne

Gemäß einer Studie der GfK fielen 2020 in privaten Haushalten durchschnittlich 22,4 kg vermeidbare Lebensmittelabfälle pro Person an. Dies entspricht einem Einkaufswert von knapp 70 Euro. Einpersonenhaushalte werfen dabei mehr Lebensmittel weg als Mehrpersonenhaushalte (32 kg gegenüber 18 kg pro Person und Jahr). Es werden vor allem leicht verderbliche Lebensmittel weggeschmissen (siehe Abb. „Vermeidbare Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten, Anteile nach verschiedenen Lebensmitteln“).

Diagramm: Jedes Jahr werden in Deutschland rund 22 kg vermeidbare Lebensmittel weggeworfen. Davon sind ein Drittel Obst und Gemüse, 15 Prozent Zubereitetes und 13 Prozent Backwaren. Vermeidbare Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten, Anteile nach verschiedenen Lebensmitteln
Quelle: Gesellschaft für Konsumforschung

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