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Ausstattung privater Haushalte mit Gebrauchsgütern

Die Ausstattung privater Haushalte mit Gebrauchsgütern steigt weiterhin. Dies gilt vor allem für Geräte der Informations- und Kommunikationstechnologien. Aber auch bei "klassischen" Gütern wie Pkw, Geschirrspülmaschine oder Mikrowellenherd nimmt der Bestand zu. Das Haushaltseinkommen ist der zentrale Einflussfaktor für den Ausstattungsgrad.

Inhaltsverzeichnis

Gebrauchsgüter: Bestand wächst

Die Ausstattung mit verschiedenen Gebrauchsgütern wie Haushaltsgroßgeräten, Pkw oder Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) nimmt in Haushalten stetig zu. Insbesondere bei IKT-Produkten wie mobilen PCs ist die Zahl von Haushalten, die diese Güter besitzen, von 2003 bis 2023 deutlich angestiegen (siehe Abb. „Entwicklung der Ausstattung privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern“). Aber auch Geschirrspülmaschinen oder Wäschetrockner gibt es in immer mehr Haushalten. Rückgängig sind hingegen Haushalte mit stationären PCs und Gefriergeräten (Einzelgeräten).

Diagramm: Von 2003 bis 2023 nahm die Zahl der Haushalte mit mit mobilem PC um 733,6 % zu. Die Zahl der Haushalte mit stationärem PC oder Gefrierschrank war hingegen rückläufig. Entwicklung der Ausstattung privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern
Quelle: Statistisches Bundesamt

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Private Haushalte: Mehr Haushalte brauchen mehr Güter

Die Zahl der privaten Haushalte nahm von 1991 bis 2025 kontinuierlich auf 41,1 Mio. Haushalte zu (siehe Abb. „Entwicklung der privaten Haushalte“). Der Zuwachs beschränkte sich jedoch auf Ein- und Zweipersonen-Haushalte. Mit der Zunahme von Haushalten steigt auch bei gleichbleibendem Ausstattungsniveau der Bedarf an Gebrauchsgütern zur Haushaltsausstattung (Kühlschrank, Waschmaschine, Fernsehgerät, Pkw etc.) und damit steigt auch die Ressourceninanspruchnahme durch diese Gütergruppen.

Das Diagramm zeigt, dass die Zahl der privaten Haushalte seit 1991 stetig gestiegen ist. Dabei wurde der Anteil von Einpersonen- und Zweipersonen-Haushalten deutlich größer. Entwicklung der privaten Haushalte
Quelle: Statistisches Bundesamt

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Ausstattungsgrade: Mehr Güter gehören zur Grundausstattung

Der Ausstattungsgrad als relative Größe gibt an, in wie viel Prozent der Haushalte entsprechende Gebrauchsgüter vorhanden sind. Kühlschränke, Mobiltelefone oder Fernseher mit Ausstattungsgraden von deutlich über 90 % sind demnach in fast allen Haushalten vorhanden (siehe Abb. “Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Pkw und weißer Ware“ und Abb. „Ausstattungsgrad privater Haushalte mit IKT“). Bei IKT-Produkten haben sich die Ausstattungsgrade in den vergangenen Jahren teilweise sehr dynamisch erhöht. Aber auch bei Haushaltsgroßgeräten wie Geschirrspülmaschinen oder Mikrowellengeräten stieg der Ausstattungsgrad in den vergangenen Jahren weiter an. 

Einfluss des Einkommens: Mehr Geld, mehr Güter

Bei den betrachteten Haushaltsgütern gilt fast ausnahmslos, dass Haushalte mit höherem Nettoeinkommen einen höheren ⁠Ausstattungsgrad⁠ mit Haushaltsgütern haben. Dies gilt für Haushaltsgroßgeräte und Fahrzeuge (siehe Abb. „Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Fahrzeugen und weißer Ware nach Einkommensklassen“) wie auch für IKT-Geräte (siehe Abb. „Ausstattungsgrad privater Haushalte mit IKT nach Einkommensklassen“). Herausstechende Ausnahme ist der Kabel-TV-Anschluss.

Ausstattungsbestand: Gemeinschaftliche Nutzung rückläufig

Der Ausstattungsgrad macht keine Aussagen darüber, ob ein Haushalt z. B. mehr als einen Pkw oder Laptop besitzt. Diese Information findet sich im Ausstattungsbestand, der auch Mehrfachausstattungen erfasst (siehe Abb. „Ausstattungsbestand privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern“). Der Ausstattungsbestand ist immer größer oder gleich dem ⁠Ausstattungsgrad⁠. Vor allem im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT-Produkte), aber auch beim Pkw wird die ehemals gemeinschaftliche Nutzung (ein Gerät pro Haushalt) durch einen individuellen Produktbesitz abgelöst.

Das Diagramm zeigt die Anzahl der Gebrauchsgüter je 100 Haushalte. Dabei zeigt sich, dass vor allem IKT-Produkte mehrfach vertreten sind. So gab es 2023 pro Haushalt rein rechnerisch fast 3 Telefone, 2,6 PCs und 1,6 Fernseher bei durchschnittlich rund 2 Personen pro Haushalt. Ausstattungsbestand privater Haushalte mit ausgewählten Gebrauchsgütern - Anzahl der Gebrauchsgüter
Quelle: Statistisches Bundesamt

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