Jährlich berichtet die Europäische Union das Gesamtinventar der Treibhausgas-Emissionen aller Mitgliedstaaten. Dazu werden die Emissionsdaten zusammengeführt, wodurch ein konsistenter Bericht entsteht. Der Emissionstrend und die Verteilung auf die Kategorien orientieren sich weitestgehend an denen der großen Industrieländer.
2024 verursachte die EU-27 insgesamt rund 3.017 Millionen Tonnen (Mio. t) Kohlendioxid-Äquivalente (CO₂ e) (siehe „Data Cube“). Die Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Polen verursachen die meisten Emissionen, während Malta und Zypern die niedrigsten Stände aufweisen.
Tab: Treibhausgas-Emissionen der Europäischen Union
Bezieht man die Treibhausgas-Emissionen 2024 auf die jeweiligen Bevölkerungen, so weißt Luxemburg und Irland die höchsten Werte auf, während die niedrigsten von Schweden und Malta verursacht werden. Deutschland liegt mit 7,79 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (t CO₂ e) pro Kopf im Mittelfeld (siehe „Data Cube“). Die Pro-Kopf Menge für die EU-27 ist insgesamt etwas gesunken.
Treibhausgas-Emissionen der Europäischen Union im Vergleich 2024 - Pro-Kopf-Emissionen
Emissionen in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Ein völlig anderes Bild ergibt sich, wenn man die Treibhausgas-Emissionen 2024 mit der Wirtschaftsleistung in Form des BIP ins Verhältnis setzt: dann liegen Bulgarien und Polen im oberen Bereich, sowie Schweden und Dänemark im unteren. Deutschland (etwa 180 t CO2-Äquivalenten pro Mrd. EUR) im guten Mittelfeld. Die EU-27 als Ganzes liegt etwas über den deutschen Wert (siehe „Data Cube“).
Treibhausgas-Emissionen der Europäischen Union im Vergleich 2024 – Emissionen pro Einheit des BIP
Seit 1990 sinken die Emissionen der EU-Mitgliedstaaten.
In der Kategorie „Energie“ hat Malta den niedrigsten und Deutschland mit Abstand höchsten Wert.
In der Kategorie „Industrie“ hat Malta weiterhin den niedrigsten und Deutschland den höchsten Wert.
In der Kategorie „Landwirtschaft“ belegt Malta den untersten Rang, während Frankreich den höchsten Rang hat. Deutschland liegt etwas unter Frankreich.
In der Kategorie „Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft“ weißt Italien ein deutlichen Minuswert aus, während Deutschland fast genauso viele Emissionen im Plusbereich hat.