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Nationales Emissionshandelssystem: Bericht für 2021 online
2021 startete in Deutschland das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) und damit auch die CO₂-Bepreisung in den Sektoren Wärme und Verkehr. Der erste Bericht der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) zum Verkauf von nEHS-Zertifikaten in Deutschland für das Berichtsjahr 2021 ist nun online abrufbar. Insgesamt wurden durch den Zertifikateverkauf rund 7,2 Milliarden Euro eingenommen.
Lärmauswirkungen von Drohnen: Messungen und Regelungen notwendig
Drohnen, so genannte unbemannte Luftfahrzeuge, werden verstärkt genutzt und für vielfältige Aufgaben eingesetzt. Die Geräusche, die von ihnen ausgehen, können sich auf Menschen belästigend auswirken. Um negative Folgen abzuwenden, sind ausführlichere Messungen und auch die Erweiterung der rechtlichen Regelungen notwendig. Ein Forschungsvorhaben im Auftrag des UBA macht dazu Vorschläge.
Materialinventare und -kataster: Kreislaufwirtschaft im Bauwesen
Ressourcenschonendes, klimaverträgliches und kreislaufgerechtes Bauen erfordert bessere Informationsgrundlagen. Materialinventare für Bauwerke sowie Materialkataster ganzer Regionen können diese Informationen bereitstellen, strukturieren und über den jahrzehntelangen Lebenszyklus von Bauwerken vorhalten. Beide Instrumente sollten zukünftig in größerem Umfang genutzt werden.
EU-Taxonomie: Atomkraft und Erdgas sind nicht nachhaltig
Der Entwurf der Europäischen Kommission für einen delegierten Rechtsakt zur Aufnahme von fossilem Gas und Atomkraft in die EU-Taxonomie würde verhindern, dass die Taxonomie ein wirksames Transparenzinstrument für die Finanzmärkte ist, so das Umweltbundesamt.
Neue Ausgabe „Energieeffizienz in Zahlen“ veröffentlicht
Wie weit ist Deutschland bei seinem Ziel, seinen Energieverbrauch bis 2050 zu halbieren? Wie sieht es in den einzelnen Sektoren wie Verkehr oder Privathaushalte aus? Und was bringen Investitionen in mehr Energieeffizienz für Wirtschaft und Beschäftigung? Dies und mehr können Sie in der aktuellen Ausgabe der Broschüre „Energieeffizienz in Zahlen“ nachlesen.
Studie zu naturbasierten Lösungen im globalen Klimaschutz
In einer Studie für das Umweltbundesamt hat ein Forschungsteam von Öko-Institut und Ecologic Institut die Rolle von naturbasierten Lösungen (NbS) für den globalen Klimaschutz untersucht. Das Ergebnis zeigt, dass das Klimaschutzpotenzial von NbS in der Literatur wahrscheinlich überschätzt wird. Nichtsdestotrotz bieten NbS diverse Vorteile für Mensch und Umwelt und sollten aktiv gefördert werden.
Bundesverkehrswegeplanung umwelt- und klimafreundlich gestalten
Wie können eine umweltorientierte und verkehrsträgerübergreifende Finanzierung und Organisation der Verkehrsinfrastruktur auf Bundesebene ausgestaltet werden? Mit GUIDE legt das UBA ein Gesamtkonzept vor, um die Bundesverkehrswegeplanung weiterzuentwickeln und den Erfordernissen des Umwelt- und Klimaschutzes gerecht zu werden. Der Abschlussbericht und die Workshop-Videos sind nun verfügbar.
Auf umweltfreundliche Kältemittel umsteigen
Das fluorierte Kältemittel R1234yf wird in immer höheren Konzentrationen in der Atmosphäre nachgewiesen. Es entweicht vor allem aus Pkw-Klimaanlagen und zunehmend auch aus stationärer Kälte-Klima-Technik. Die extrem wasserlösliche, algengiftige und schwer abbaubare Trifluoressigsäure – ein Abbauprodukt von R1234yf – gelangt über Niederschläge in Gewässer. Das UBA rät zum Umstieg auf Alternativen.
PRTR: Mehr Transparenz durch verbesserte Berichterstattung
Die Berichterstattung an das Schadstoffreisetzungs- und -verbringungsregister (in Englisch Pollutant Release and Transfer Register, PRTR) muss erweitert und qualitativ verbessert werden. Ziel ist, der Öffentlichkeit Umweltinformationen transparenter und belastbarer bereitzustellen. Ein Forschungsvorhaben im Auftrag des UBA zeigt vielfältige Optimierungsmöglichkeiten auf.
Neue Kommunalrichtlinie: Förderung wird ausgebaut
Seit 1. Januar 2022 gilt die neue Kommunalrichtlinie mit neuen Förderschwerpunkten, erweiterter Antragsberechtigung und langer Geltungsdauer. Die neue Richtlinie schafft Anreize für kommunale Akteurinnen und Akteure, den Klimaschutz vor Ort noch effektiver voranzubringen.
Änderungen im Verpackungsgesetz zum 1. Januar 2022
Zum Jahreswechsel wird die Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen ausgeweitet. Außerdem werden Plastiktüten im Handel verboten und die Recyclingquoten für Verpackungsabfälle angehoben. Das UBA begrüßt die Änderungen als weiteren Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft und Abfallverringerung – generell müssen Einwegverpackungen noch stärker begrenzt und mehr Mehrweg genutzt werden.
Neuartige Materialien sollen sicher und nachhaltig sein
In einer gemeinsamen Empfehlung zeichnen BAuA, BfR und UBA ein Bild, wie sich die Entwicklung sicherer und nachhaltiger neuartiger Materialien steuern und regeln lässt. Neuartige Materialien sind eine breite und heterogene Gruppe von Materialien, die bewusst so gestaltet wurden, um die funktionalen Anforderungen für zukunftsweisende Anwendungen erfüllen zu können.