Sollten alte Haushaltsgeräte durch neue Geräte ersetzt werden, weil diese sparsamer und damit klimafreundlicher sind? Das hat das UBA in einer Studie unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse stellen wir Ihnen in dieser Newsletter-Ausgabe vor. Außerdem geht es unter anderem um die bedenkliche Chemikalie Trifluoressigsäure (TFA), deren Eintrag in die Umwelt unbedingt reduziert werden sollte, und um die Ergebnisse der neuesten UBA-Studie zum Umweltbewusstsein der Menschen in Deutschland.
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Ihr UBA-Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Haushaltsgeräte länger nutzen und reparieren lohnt sich – für das Klima und den Geldbeutel
Spülmaschine: Nur bei sehr ineffizienten und intensiv genutzten Geräten lohnt ein Austausch.
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Haushaltsgeräte sind in den vergangenen Jahrzehnten immer effizienter geworden. Ist es wegen des nun geringeren Stromverbrauchs sinnvoll, alte durch neue Geräte zu ersetzen? Eine UBA-Studie zu Spülmaschinen, Wäschetrocknern, Staubsaugern sowie Kühl- und Gefriergeräten zeigt: Fast immer ist es sowohl für den eigenen Geldbeutel als auch für das Klima sinnvoll, ältere Haushaltsgeräte weiter zu nutzen und auch defekte Geräte zu reparieren, statt neue zu kaufen. Aus Klimaperspektive zeigt sich, dass die durch die Herstellung eines neuen Geräts emittierten Treibhausgase meist höher sind, als sich durch eine durchschnittliche Nutzung im Haushalt einsparen lässt. Außerdem ist Strom in Deutschland in den vergangenen Jahren dank erneuerbarer Energien immer klimafreundlicher geworden und die Effizienzsprünge bei neuen Geräten sind inzwischen nur noch gering. Lediglich bei einer sehr häufigen Nutzung und bei sehr ineffizienten Geräten kann ein Austausch sinnvoll sein. Wann genau, zeigen unsere Infografiken.
Bei Geschirrspülern und Wäschetrocknern können Sie die Geräte anhand des Energielabels und der Nutzungshäufigkeit vergleichen. Bei Staubsaugern sollten Sie für den Vergleich berücksichtigen, mit wie viel Watt Sie überwiegend wie lange saugen. Bei Kühl- und Gefriergeräten können Sie den aktuellen Stromverbrauch Ihres Gerätes selbst mit einem Messgerät bestimmen, welches häufig in Bibliotheken, bei Stromversorgern und Verbraucherzentralen kostenlos ausgeliehen werden kann.
Weitere hilfreiche Informationen zum Thema finden Sie in unseren UBA-Umwelttipps.
Für die Anpassung an den Klimawandel sind einige Berufsgruppen, beispielsweise aus der Bauwirtschaft, besonders relevant. Welche veränderten Kompetenzen in wichtigen Berufen für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen nötig sind, hat ein Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht.
Technische Eingriffe zur Abmilderung der Klimakrise werden zunehmend international diskutiert. Ein oft genannter Eingriff ist die sogenannte Solar Radiation Modification (SRM), also die technische Beeinflussung der Sonneneinstrahlung. Hierfür gibt es mehrere Ansätze, die aus Sicht des UBA alle hochriskant sind und keine praktikable Lösung der Klimakrise darstellen.
Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, dass die CO₂-Bepreisung allein nicht ausreichen wird, damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird. Stattdessen ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, der die Lenkungswirkung von Energiepreisen mit dem Ausbau öffentlicher Infrastrukturen und der Förderung von Klimaschutztechnologien kombiniert.
Klimawandel und Ernährung ist Titelthema der UMID-Ausgabe 01/2025: Welche alternativen Proteinquellen gibt es und wie werden sie derzeit genutzt? Wie steht es um die Einstellung der Bevölkerung zum Fleischkonsum? Weitere Themen: Ausbreitung der Tigermücke in Deutschland, Einordnung der neuen Luftqualitätsrichtlinie und eine Studie zur Wirkung behördlicher Risikokommunikation.
Der Hitzeknigge ist eine einfach und konkret formulierte Hilfe für die Bevölkerung und insbesondere vulnerable Gruppen, die Hitzegefahren benennt, Empfehlungen zum Hitzeschutz, Angebote zur Beobachtung der eigenen Verhaltensweisen und Anregungen zur Veränderung gibt. Das Besondere dabei ist, dass Gemeinden den „Hitzeknigge“ selbstständig um ihr Logo, ihre Ansprechpersonen und auch eigene Inhalte…
Trifluoressigsäure zählt zur Gruppe der PFAS und ist nach Einschätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Umweltbundesamts fortpflanzungsgefährdend, sehr persistent und sehr mobil. Die drei Behörden fordern daher eine neue Gefahreneinstufung des Stoffes bei der Europäischen Chemikalienagentur.
Das UBA richtet 2025 die gemeinsame Jahrestagung des SETAC GLB und der GDCh-Fachgruppe „Umweltchemie & Ökotoxikologie“ aus. Sie steht unter dem Motto „Chemisches Universum trifft planetare Grenzen“.
Die wissenschaftliche Tagung findet vom 22. bis 24.09.2025 in Dessau-Roßlau statt und richtet sich an alle Personen, die zu Chemikalien und ihren Wirkungen in der Umwelt forschen.
Das neue Scrollytelling des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt anhand vieler Beispiele, wie Städte nachhaltige Mobilität fördern können – kreativ, praxisnah und inspirierend für Kommunen und alle, die die Mobilitätswende voranbringen wollen.
Die Koordinierungsstellen der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) aus Deutschland und Österreich tun sich zusammen und geben Städten und Gemeinden, die noch auf der Suche nach schnell umsetzbaren und kurzfristigen EMW-Aktionen sind, Tipps und Hinweise.
Welche Alltagsentscheidungen sind wirklich klimarelevant? Wie motiviere ich Jugendliche zu nachhaltigem Handeln – ohne zu belehren? Die Denkwerkstatt Konsum bietet neue Bildungsmaterialien für die Schule und außerschulische Bildung: interaktiv, fundiert und direkt einsetzbar ab Klasse 7.
Auf www.thru.de finden Sie eine ausführliche Datenbank zu Emissionen und entsorgten Abfallmengen von Industriebetrieben in Deutschland, die diese jährlich dem Umweltbundesamt berichten. Einen Überblick über den Umfang dieser Datenbank gibt eine für die Berichtsjahre 2007 bis 2023 aktualisierte Broschüre, welche die Daten in kompakter Weise darstellt.
Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit der Frage, wie viele Treibhausgasemissionen sie verursachen. Um ihnen dies zu erleichtern, erarbeitet das Umweltbundesamt derzeit eine Liste von Emissionsfaktoren zur Treibhausgasbilanzierung. Die Liste soll im Herbst 2025 veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert werden. Ein Entwurf wird derzeit von ausgewählten Fachleuten erprobt und bewertet.
In einem Projekt des Umweltbundesamtes wurde eine Grundlage für die Einführung eines digitalen Produktpasses für Textilien und Elektrogeräte erarbeitet. Dieser soll zukünftig transparent Informationen zu Produkten bereitstellen, etwa zu den verwendeten Materialien, zur Reparierbarkeit, zu eingesetzten Chemikalien und zur richtigen Entsorgung.
Das Grassi Museum für angewandte Kunst Leipzig und das Umweltbundesamt laden am 6. Juni im Rahmen der Leipziger Umwelttage zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins Grassi Museum Leipzig ein. Zeitgleich im Museum: die Sonderausstellung „ZUKÜNFTE – Material und Design von Morgen“ , die Roadshow des Bundespreis Ecodesign sowie der vom Umweltbundesamt geförderte Wurzelpavillon vom KollektivPlusX.
Mehrwegverpackungen reduzieren Abfälle und kommen trotzdem in Deutschland wenig zum Einsatz. Durch verschiedene Maßnahmen könnte die Verwendung von Mehrwegverpackungen erhöht werden, zeigt nun ein Forschungsvorhaben. Auch in Bereichen, in denen bisher Einwegverpackungen überwiegen, bestehen beim Umstieg auf Mehrweg große Potentiale zur Abfallvermeidung.
Seit 2024 verpflichtet das Einwegkunststofffondsgesetz (EWKFondsG) Hersteller bestimmter Plastikprodukte, die in Verkehr gebrachten Mengen dem UBA zu melden. Für 2025 sieht das UBA ausnahmsweise von der Prüfpflicht der gemeldeten Mengen im Rahmen des EWKFondsG ab. Außerdem wird die Meldefrist für Hersteller bis zum 15. Juni 2025 verlängert.
Weltweit liegen hunderttausende Wracks am Meeresboden. Dazu gehören gesunkene Kriegsschiffe aus den beiden Weltkriegen, U-Boote und auch Flugzeuge. Von einigen dieser Wracks gehen Gefährdungen der Meeresumwelt aus, da sie Öl, Munition und schadstoffhaltige Fracht enthalten und freisetzen können. Das Umweltbundesamt erarbeitet eine Risikobewertung zur Priorisierung der Bergung gefährlicher Wracks.
Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat der Schutz von Umwelt und Klima weiterhin einen hohen Stellenwert. Viele Menschen sind zudem zunehmend skeptisch, ob sich der Klimawandel und seine Folgen noch eindämmen lassen. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle UBA-Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland.
Endlich ist es soweit! Das UBA hat seinen eigenen Open-Access-Publikationsserver. UBA-Publikationen lassen sich nun strukturiert und einfach recherchieren und die Suchergebnisse flexibel filtern. Die Publikationen sind mithilfe einer DOI zitierbar. Außerdem werden die Inhalte zukünftig auch in einschlägigen weiteren wissenschaftlichen Literatur-Suchmaschinen auffindbar sein.
Mit den Daten zur Umwelt bietet das Umweltbundesamt (UBA) bereits eine große Bandbreite an aktuellen Daten zum Zustand der Umwelt. Der UBA Data Cube macht diese jetzt noch besser nutzbar: Das neue System bietet den Nutzenden maschinenlesbare Datensätze, offene Dateiformate und diverse Schnittstellen (APIs). Der UBA Data Cube geht in den Produktivbetrieb über, wird aber fortlaufend optimiert.
Wir laden Sie ein zu unserer Green-IT-Fachtagung „Open Source und Blauer Engel Software – ein zukunftsfähiges Konzept“ am Mittwoch, den 11. Juni 2025, im Bundesumweltministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit in Berlin.
Der Deutsche Preis für Nature Writing geht 2025 an Franziska Füchsl. Darüber hinaus erhalten Elgin Hertel und Laura Vogt jeweils ein Stipendium zur Teilnahme am prominent besetzten Nature-Writing-Seminar der Stiftung Kunst und Natur, 40 km südlich von München im Dezember 2025. Die Preisverleihung wird im Rahmen des internationalen literaturfestivals berlin am Mittwoch, den 17.09.2025 stattfinden.
Das UBA in den Medien
„Das Heizungsgesetz sollte weiterentwickelt werden“
UBA-Präsident Dirk Messner spricht im Interview mit Joachim Wille in der Frankfurter Rundschau über klimafreundliches Bauen und wohnliche Städte in Zeiten des Klimawandels.
Studie des Umweltbundesamtes: Flughäfen Ursache für Ultrafeinstäube in der Luft
Rund um Flughäfen werden in der Luft laut einer aktuellen Studie erhebliche Mengen von Ultrafeinstäuben gemessen. Was das für die Gesundheit bedeutet, wird noch erforscht. Artikel bei "zdf heute".
Spielzeug kann mit gesundheitsschädlichen Chemikalien belastet sein. Eine neue EU-Regel verbietet bald mehr dieser Chemikalien als bisher. Spielzeug soll auch einen Produktpass bekommen. Audio bei der Tagesschau, u.a. mit UBA-Expertin Nora Lemke.
Niedrigwasser am Bodensee und in deutschen Flüssen, Waldbrandgefahrt schon im April – der Monat März 2025 war laut Deutschem Wetterdienst (DWD) einer der trockensten seid Beginn der Wetteraufzeichnungen. Klimaprognosen deuten zukünftig auf weniger Regen und eine Verschiebung hin – vom Sommer in den Winter. Zudem steigen die Jahresmitteltemperaturen. Das hat Konsequenzen für die Wasserversorgung, Landwirtschaft, Industrie und die Ökosysteme. Wie muss Deutschland darauf reagieren? UBA-Experte Bernd Kirschbaum dazu im Interview mit Vanja Weingart beim SWR.