Geschirrspüler, Spülmaschine

Eine Frau räumt die Spülmaschine ihrer Einbauküche einzum Vergrößern anklicken
Spülmaschine erst starten, wenn sie voll beladen ist.
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FAQ

  • Warum ist Regeneriersalz für den Geschirrspüler wichtig?

    Kalkablagerungen können die Effizienz Ihres Geschirrspülers reduzieren und die Lebensdauer verkürzen. Für ein gutes Spülergebnis benötigt die Spülmaschine weiches, kalkarmes Wasser. Spülmaschinen besitzen daher eine Wasserenthärtungsanlage, die das einfließende Leitungswasser mit Hilfe von sogenanntem Regeneriersalz (Kochsalz) enthärtet. Um die Funktionsfähigkeit der Wasserenthärtungsanlage sicher… weiterlesen

  • Worüber informiert die Energieverbrauchskennzeichnung für Geschirrspüler?

     Geschirrspülmaschinen haben bereits seit 1998 eine Energieverbrauchskennzeichnung. Da es seit einigen Jahren eine rasante Verbesserung der Energieeffizienz gibt, befinden sich die meisten Maschinen in der Effizienzklasse A und sind nur noch schwer unterscheidbar. Neben dem Jahresstromverbauch wird nun auch der jährliche Wasserverbrauch bei 280 Spülgängen, die Trocknungseffizienz und der Geräuschp… weiterlesen

  • Wo erhalte ich Informationen zu effizienten Geräten und zu deren Betrieb?

    Neben den Tests der Stiftung Warentest halten die Internetportale von ecotopten und der dena Informationen zu effizienten Geschirrspülern bereit.Stromspartipps zu Geschirrspülern finden Sie auch bei der Stromsparinitiative. weiterlesen

  • Wieviel Energiekosten kann ich mit einem effizienten Geschirrspüler sparen?

    Gegenüber einem 10 Jahre alten Geräte kann man mit einem effizienten Neugerät bis zu 30 % der Stromkosten jährlich sparen. Die folgende Tabelle zeigt die höheren Stromkosten im Vergleich zu einem Gerät der besten Effizienzklasse A+++:Vergleich des Energieverbrauchs bei Geschirrspülern und Mehrkostenberechnung zu einem A+++ Gerät gleicher Größe über 12 Jahre. weiterlesen

  • Wie groß sollte der Geschirrspüler maximal sein?

    Geschirrspüler gibt es in 2 Bauformenmit 45 cm und 60 cm Baubreite. Für Normalhaushalte ab 2 Personen sind 60 cm Baubreite am effizientesten, wenn sie immer voll beladen wird, da diese Bauformen bei viel Rauminhalt verhältnismäßig wenig Strom und Wasser verbraucht. Bei kleine Küchen mit geringem Stellplatz und Singlehaushalte mit wenig Geschirr sind 45 cm Baubreite ideal, da diese Maschinen wenige… weiterlesen

  • Wie lese ich die Energieverbrauchskennzeichnung für Geschirrspüler?

    Den meisten Platz nimmt die Angabe der Energieeffizienzklasse mit zugehörigem Buchstaben ein. Die sparsamsten Geräte sind in der obersten, dunkelgrünen Effizienzklasse, die nun A, A+, A++ oder A+++ heißen kann. Vergleichen Sie in Geschäften, in Katalogen oder im Internet mehrere Geräte, ob nicht eines davon eine höhere Kennzeichnung trägt.Neben dem Fassungsvermögen (Anzahl der Standardgedecke) ist… weiterlesen

  • Müssen Informationen auch im Versand- und Internethandel zu sehen sein?

    Wenn Verbraucher ein Gerät mit der Energieverbrauchskennzeichnung nicht ausgestellt sehen können, müssen Händler die Kennzeichnung in Katalogen oder im Internet abdrucken. Bei anderen Vertriebswegen wie Telefonmarketing oder anderen müssen Händler die Informationen auf der Kennzeichnung und dem zugehörigen Datenblatt zugänglich machen. weiterlesen

  • Wie sehen die Etiketten aus?

    In den einzelnen Produktgruppen erhalten sie Informationen zu den geänderten Kennzeichnungen sowie die zugehörigen Verordnungen. weiterlesen

  • Kann ich beim Kauf von A++ oder A+++ Geräten Energiekosten sparen?

    Die effizientesten Geräte befinden sich in den Effizienzklassen A bis A+++. Hierbei gibt es teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Klassen. Was man beim Kauf von effizienteren Geräten an Energie und Geld einsparen kann, haben wir überschlägig für viele Produktgruppen einzeln berechnet. Sie finden die Informationen bei der jeweiligen Produktgruppe. weiterlesen

  • Wie erkenne ich das effizienteste Gerät? (Welches ist die beste Effizienzklasse?)

    Ursprünglich war A die beste Effizienzklasse, G die schlechteste. Noch immer sind die sparsamsten Geräte in der obersten, dunkelgrünen Effizienzklasse, die nun A, A+, A++ oder A+++ heißen kann. Vergleichen Sie in Geschäften, in Katalogen oder im Internet mehrere Geräte, ob nicht eines davon eine noch höhere Kennzeichnung trägt. weiterlesen

  • Was ändert sich bei den Etiketten und ab wann gelten sie?

    Über der Effizienzklasse A kommen schrittweise die Klassen A+, A++ und A+++ hinzu. Weil in der Regel insgesamt immer nur sieben Klassen sichtbar sein dürfen, verschwinden nach und nach die schlechtesten Klassen G bis E.Ab Dezember 2011 werden die geänderten Etiketten schrittweise im Handel sichtbar. Die Zeitpunkte unterscheiden sich dabei von Produktgruppe zu Produktgruppe. In der Übergangsphase k… weiterlesen

  • Bekommen die Geräte, die schon in den Läden sind, neue Etiketten?

    Momentan können Hersteller die neuen Kennzeichnungen bereits freiwillig für die oben genannten Geräte nutzen. Ab Ende 2011 werden sie für neu in den Handel gebrachte Geräte nach und nach vorgeschrieben. In einer Übergangszeit kann man gleichzeitig auch die alten Etiketten sehen, die die schon im Handel befindlichen Geräte behalten dürfen. weiterlesen

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Inhaltsverzeichnis

 

Unsere Tipps

  • Kaufen Sie eine Spülmaschine mit niedrigem Stromverbrauch (A+++-Geräte).
  • Achten Sie beim Kauf auf die passende Größe und den Geräuschpegel der Spülmaschine.
  • Nutzen Sie das Eco- oder Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers und lassen Sie ihn nur voll beladen laufen.
  • Spülen Sie das Geschirr nicht vor, insbesondere nicht mit warmem Wasser.
  • Entsorgen Sie Ihr Altgerät sachgerecht bei der kommunalen Sammelstelle oder beim Neukauf über den Händler.
 

Gewusst wie

Das Spülen von Geschirr verbraucht Wasser, Energie zum Wärmen von Wasser und Spülmittel und belastet so Klima , Grundwasserspeicher und Gewässer. Da moderne Spülmaschinen nur noch ca. 10 Liter Wasser und weniger als 1 kWh Strom pro Spülgang benötigen, ist in den meisten Fällen das Spülen in der Maschine effizienter als das Spülen von Hand – vorausgesetzt die Maschine ist voll beladen.

Sparsames Gerät kaufen: Alle Geschirrspüler müssen mit dem EU-Energielabel gekennzeichnet sein. Die sparsamsten Spülmaschinen tragen das Kennzeichen A+++. Achten Sie auch auf den Jahresverbrauchswert, der ebenfalls auf dem EU-Energielabel ausgewiesen wird. Denn auch innerhalb der Effizienzklasse A+++ gibt es noch Verbrauchsunterschiede bei den Spülmaschinen. Die Anforderungen für schmale Modelle oder Auftischgeräte sind zudem weniger streng.

Passende Größe wählen: Geschirrspüler gibt es in zwei Bauformen mit 45 cm und 60 cm Baubreite. Für Haushalte ab zwei Personen werden Geräte mit 60 cm Baubreite empfohlen, da diese, wenn sie voll beladen werden, am effizientesten sind. Diese Bauform verbraucht bei viel Rauminhalt verhältnismäßig wenig Strom und Wasser. Wenn in kleinen Küchen zu wenig Stellplatz ist oder die Gefahr besteht, dass die Spülmaschine nicht voll wird (z.B. in Singlehaushalten mit wenig Geschirr), dann sind Geräte mit 45 cm Baubreite ideal, auch wenn ihr spezifischer Strom- und Wasserverbrauch höher ist als bei den breiten Geräten.

Darüber hinaus unterscheiden sich Geschirrspüler in ihrer Bauart: So können Sie freistehende oder teil- und vollintegrierte Geschirrspüler erwerben. Laut Stiftung Warentest sind freistehende Varianten häufig billiger als teil- und vollintegrierte Geschirrspüler.

Leise Geräte bevorzugen: Gerade in offenen Wohnküchen können Geschirrspüler durch ihre Lautstärke stören. Achten Sie deshalb beim Kauf auf den Geräuschpegel der Spülmaschine. Diesen finden Sie auch auf dem EU-Energielabel: Leise Geräte (Breite 60 cm) sollten weniger als 44 dB(A), kleine Geräte (Breite 45 cm) weniger als 46 dB(A) haben.

Sparsam spülen: Der Kauf einer energieeffizienten Spülmaschine ist die zentrale Voraussetzung zum Energiesparen. Damit Sie aber auch tatsächlich energieeffizient spülen, müssen Sie drei Dinge beachten:

  1. Bevorzugen Sie Spülprogramme mit niedrigeren Waschtemperaturen. Wählen Sie dafür am besten das Eco- oder Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers aus, auch wenn ein Spülgang dann länger dauern kann.
  2. Starten Sie Ihre Maschine erst dann, wenn sie voll ist.
  3. Verzichten Sie zudem auf ein Vorspülen mit der Hand – das verbraucht unnötig Wasser und Energie, insbesondere dann, wenn Sie mit warmem Wasser vorspülen.

Reparieren lassen und lange nutzen: Wenn Sie Ihre Spülmaschine bei Defekten nach Möglichkeit reparieren lassen und so eine lange Lebensdauer Ihrer Spülmaschine erreichen, entlasten Sie die Umwelt besonders. Denn die Herstellung eines Neugeräts ist u. a. aufgrund der eingebauten Elektronik umweltbelastend und verbraucht wertvolle Ressourcen, die auch oft nur unzureichend zurückgewonnen werden können. Darüber hinaus wird zukünftig nicht mehr mit großen Effizienzsprüngen bei neuen Geschirrspülern gerechnet. Falls Sie Ihren Geschirrspüler innerhalb der letzten zwei Jahre gekauft oder eine Zusatzgarantie abgeschlossen haben, sollten Sie für die Reparatur Ihre Verbraucherrechte in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, schon beim Neukauf auf Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit zu achten. Leider lassen sich diese Merkmale beim Kauf nicht feststellen. Hilfsweise können Sie Folgendes tun:

  • Fragen Sie nach dem Reparatur- und Wartungsangebot sowie nach der Ersatzteilverfügbarkeit.
  • Fragen Sie, welche einfachen Reparaturen Sie selbst durchführen können.
  • Garantiedauer sowie Zusatzgarantien können ein Merkmal für einen langlebigen Geschirrspüler sein. Prüfen Sie vorab, ob Zusatzkosten entstehen und welche Reparaturfälle abgedeckt sind.
  • Informieren Sie sich, ob der Hersteller eine produktlebenslange Garantie auf Wassersicherheit gibt.

Austausch von funktionsfähigen Geräten nur im Ausnahmefall: Der Austausch einer älteren funktionsfähigen Spülmaschine durch ein hocheffizientes Neugerät ist nur im Ausnahmefall ökologisch sinnvoll. Das ist dann der Fall, wenn Sie Ihren Geschirrspüler vor dem Jahr 2000 gekauft haben oder er die Energieeffizienzklasse A oder schlechter besitzt und Sie ihn gegen einen neuen Geschirrspüler mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ austauschen. Wenn Sie hingegen eine Spülmaschine der Klasse A+ oder A++ nutzen, dann bringt aus ökologischer Sicht der Ersatz durch ein sparsameres Modell kaum Vorteile. Lassen Sie auch diese Geräte bei einem Defekt reparieren. Besitzen Sie nach dem heutigen Stand einen sehr effizienten Geschirrspüler der Klasse A+++ oder besser, sollten Sie diesen möglichst lange nutzen und bei Bedarf reparieren. Denn zukünftig wird nicht mit großen Effizienzsprüngen bei Geschirrspülern gerechnet.

Richtig entsorgen: Sie sind als Verbraucherin und Verbraucher verpflichtet, Ihre ausrangierten Elektro- und Elektronikgeräte separat vom Hausmüll zu entsorgen. Hierzu können Sie diese kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen abgeben. Manche Kommunen organisieren auch die Abholung, zum Beispiel im Rahmen der Sperrmüllabfuhr. Alternativ können sie ein Rücknahmesystem der Hersteller oder Vertreiber von Elektro- und Elektronikgeräten nutzen. Außerdem sind Einzelhändler mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern verpflichtet, ihr Altgerät bei Neukauf der gleichen Geräteart unentgeltlich zurückzunehmen (sogenannte 1:1 Rücknahme). Funktionstüchtige Geräte können Sie über Gebrauchtwarenbörsen oder -häuser einer weiteren Nutzung zuführen.

Was Sie noch tun können:

  • Wenden Sie einmal pro Monat einen Spülgang mit 65 °C an, um Fettablagerungen in Ihrer Spüllmaschine vorzubeugen. Dies schützt auch vor einem technischen Defekt.
  • Kalkablagerungen können die Effizienz Ihres Geschirrspülers reduzieren und die Lebensdauer verkürzen. Für ein gutes Spülergebnis füllen Sie das Regeneriersalz regelmäßig nach oder verwenden Sie Tabs, die Entkalker enthalten.
  • Bevorzugen Sie umwelt- und gesundheitsverträgliche Reinigungsmittel mit dem Blauen Engel.
  • Als Alternative zum Neukauf können Sie auch Gebrauchtgeräte z. B. mit Garantie vom Händler erwerben, denn so wird die Herstellung eines Neugerätes vorerst vermieden.
  • Beim Spülen mit der Hand: Spülen Sie nicht unter fließendem Wasser und verwenden Sie das Spülmittel sparsam.
  • Informationen zu Zusatzgarantien finden Sie bei den Verbraucherzentralen.
  • Beachten Sie auch unsere Tipps Warmwasser, Ökostrom und Produkte länger nutzen.
Energieverbrauchskennzeichnung für Geschirrspüler
Energieverbrauchskennzeichnung für Geschirrspüler
Quelle: Europäische Kommission (Energy Labelling of Products) Etikett mit Erläuterungen (PDF)
 

Hintergrund

Umweltsituation: Die Herstellung von neuen Elektro- und Elektronikgeräten ist u.a. wegen der eingebauten Elektronik, umweltbelastend und verbraucht wertvolle Ressourcen, die auch oft nur unzureichend zurückgewonnen werden können. Eine möglichst lange Lebensdauer der Geschirrspülmaschinen ist deshalb aus Umweltsicht anzustreben. Beim Spülen selbst treten weitere Umweltbelastungen durch Geschirrspülmittel, Energie- und Wasserverbrauch auf. Durch geringeren Energie- und Wasserverbrauch beim Spülen sind Geschirrspüler in der Gesamtbetrachtung meist umweltschonender als das Spülen von Hand.

Gesetzgebung: Die Energieeffizienzklassen für Geschirrspüler wurden erstmalig 1998 eingeführt (damals: A bis G). Im Jahr 2010 wurden drei weitere Energieeffizienzklassen hinzugefügt (A+ bis A+++). Ab 2011 durften keine 60 cm breiten Neugeräte mehr auf den Markt kommen, die Energieeffizienzklasse B oder schlechter hatten. Die Anforderungen an schmale Auftischgeräte sind etwas weniger streng. Seit Dezember 2013 dürfen nur noch Geschirrspüler der Klassen A+ bis A+++ verkauft werden, auch wenn das EU-Energielabel die Klassen A bis D noch auf dem Label enthält. Neben dem Jahresstromverbrauch muss auf dem Gerät unter anderem auch der jährliche Wasserverbrauch bei 280 Spülgängen, die Trocknungseffizienz und der Geräuschpegel während des Betriebs angegeben werden. Die Hersteller sind verpflichtet, die Informationen zum Energieverbrauch in allen Produktbeschreibungen und Broschüren zu nennen. Bisher stellt die EU-Ökodesign-Richtlinie neben den Energieeffizienzanforderungen leider keine Mindestanforderungen an die Haltbarkeit von Geschirrspülern. Die Entsorgung von Geschirrspülmaschinen ist im Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) geregelt. Verbraucherinnen und Verbraucher sind verpflichtet, ihre ausrangierten Elektro- und Elektronikgeräte separat vom Hausmüll zu entsorgen.

Marktbeobachtung: Im Jahr 2017 stand in rund 72 % der deutschen Haushalte ein Geschirrspüler (Statistisches Bundesamt 2017). Die Energieeffizienz von Geschirrspülern hat sich, vor allem aufgrund der europäischen Richtlinien zum EU-Energielabel und zum Ökodesign, in den letzten Jahren deutlich verbessert. So ist der Marktanteil der effizientesten Geschirrspüler (Effizienzklasse A+++) von 10% in 2012 auf 27 % in 2017 gestiegen.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden UBA -Seiten:

Grafik, die zeigt, wann ein Austausch von Haushaltsgroßgeräten aus Umweltsicht sinnvoll ist.
Austausch von funktionierenden Geräten nur im Ausnahmefall
Quelle: Öko-Institut 2018

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