UBA will mehr Anreize für Umweltmanagement
Die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger, setzt sich für ein stärkeres Engagement der Unternehmen und Behörden im betrieblichen Umweltschutz ein.
Die Präsidentin des Umweltbundesamtes (UBA), Maria Krautzberger, setzt sich für ein stärkeres Engagement der Unternehmen und Behörden im betrieblichen Umweltschutz ein.
Das UBA hat im Rahmen seines umwelt- und gesundheitsorientierten Mobilitätsmanagements zum vierten Mal in Folge seine Beschäftigten zu ihren täglichen Arbeitswegen und Dienstreisen befragt. Knapp 68 Prozent der Beschäftigten nutzen ihre Füße, das Rad oder Bus und Bahn, um zur Arbeit zu kommen. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil bei nur 32 Prozent.
Bei der Planung des neuen UBA-Bürogebäudes in Berlin-Marienfelde wurden Architektur und Haustechnik von Beginn an perfekt aufeinander abgestimmt. So soll erreicht werden, dass das „Haus 2019“ als Nullenergiehaus betrieben werden kann, das übers Jahr gerechnet seinen gesamten Energiebedarf selbst durch erneuerbare Energien deckt.
Unternehmen und andere Organisationen leisten mit dem Betrieb von Umwelt- und Energiemanagementsystemen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. EMAS hat sich als wirksamstes Instrument des Umweltmanagements bewährt. Es ergänzt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 um mehr Transparenz und Rechtssicherheit und hat Schnittstellen zum Energiemanagement sowie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Mit Umwelt- und Energiemanagementsystemen leisten Unternehmen und sonstige Organisationen einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften, indem sie etwa Energie- und Materialverbräuche reduzieren oder schädliche Emissionen vermeiden. Dies zahlt sich für die Umwelt und die Organisationen aus. Das UBA entwickelt die wichtigsten Systeme mit, unterstützt Anwender und praktiziert EMAS im eigenen Haus.
Seit dem Jahr 2001 führt das UBA erfolgreich ein Umweltmanagement nach der europäischen EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme). Es sind 12 Standorte des UBA – einschließlich aller Luftmessstationen – nach EMAS validiert. Seit 2017 verfolgen wir mit EMAS das Schwerpunktthema „Auf dem Weg zum treibhausgasneutralen UBA“.
Die ISO 14001 ist der weltweit akzeptierte und angewendete Standard für Umweltmanagementsysteme. Die Norm wurde 1996 von der Internationalen Organisation für Normung veröffentlicht und zuletzt im Jahr 2015 novelliert.
EMAS ist die Kurzbezeichnung für das „Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung“ (Eco-Management and Audit Scheme). Es zielt auf Unternehmen und sonstige Organisationen, die Energie- und Materialeffizienz systematisch verbessern, schädliche Umweltwirkungen und umweltbezogene Risiken reduzieren sowie ihre Rechtssicherheit erhöhen wollen.