Schulwälder gegen Klimawandel - Pflanzt nicht Worte sondern Bäume
„Schulwälder gegen Klimawandel – pflanzt nicht Worte, sondern Bäume“ ist ein seit vielen Jahren laufendes Programm der Stiftung Zukunft Wald, in dem Bildungseinrichtungen in Niedersachsen gemeinsam mit Kommunen eigene Schulwälder ab 0,3 Hektar bis 1,5 Hektar begründen. Die Partner schließen 30‑jährige Kooperationsverträge, in denen die Stiftung Planung, Erstaufforstung und fachliche Begleitung übernimmt, während die Schulen und Kitas/Kigas Pflege und pädagogische Nutzung verantworten. So entstehen naturnahe, klimaresiliente Wälder, die CO₂ binden, Biodiversität fördern und Hitzebelastung lokal mindern – damit ist das Projekt wirksam und robust gegenüber unterschiedlichen Klimaszenarien. Die Schulwälder dienen dauerhaft als grüne Klassenzimmer für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), verknüpfen Unterricht in diversen Fächern mit praktischer Klima‑ und Naturschutzarbeit und orientieren sich an mehreren UN-Klimazielen. Durch Standardisierung der Abläufe, Nutzung vorhandener Flächen und vielfältige Förderpartnerschaften ist das Programm finanziell tragfähig und bietet ein gutes Kosten‑Nutzen‑Verhältnis. Es erzeugt zahlreiche positive Nebeneffekte wie Gesundheitsförderung, Teilhabe, Inklusion und Stärkung des lokalen Zusammenhalts. Gleichzeitig ist der Ansatz flexibel: Er lässt sich auf neue Standorte übertragen, für verschiedene Altersstufen anpassen und bei Bedarf über Pflegekonzepte weiterentwickeln.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Stiftung Zukunft Wald https://www.zukunftwald.de/
- Kooperationspartner
- Das Projekt wird in enger Kooperation mit kommunalen Verwaltungen und Flächeneigentümer:innen umgesetzt, die geeignete Areale für Schulwälder bereitstellen. Hinzu kommen Bildungseinrichtungen von Kita bis zur Sek 1/2 in Niedersachsen, die als pädagogische Partner die Schulwälder langfristig als Lern‑, Forschungs‑ und Begegnungsorte nutzen. Ergänzend unterstützen weitere Partner wie Landesbehörden, Stiftungen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen das Programm finanziell und ideell, etwa durch Sponsoring von Pflanzmaterial, Bildungsangeboten oder öffentlichkeitswirksamen Aktionen.
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- ~ 25.000 € pro Erstaufforstungsaktion
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
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- Bundesland
- Kommune
- Privat
- Die Einnahmen der Stiftung Zukunft Wald stammen überwiegend aus Spenden und Zuschüssen und werden entsprechend der veröffentlichten Jahresabschlüsse zweckgebunden für Wald‑ und Bildungsprojekte eingesetzt. Die Stiftung ist rechtlich selbstständig, wurde von den Niedersächsischen Landesforsten gegründet und erhält von keiner einzelnen Person Zahlungen über 10% des Jahresbudgets, sodass das Programm ‚Schulwälder gegen Klimawandel‘ auf einer breiten, langfristig tragfähigen Finanzierungsbasis steht.
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Betriebe, öffentliche Unternehmen oder Wirtschaftsverbände
- Breite Öffentlichkeit
- Forschung/Beratung/Bildung
- Schüler*innen
- Grundstücksbesitzer
- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Presse
- Umwelt- und Sozialverbände
- Sonstige
- Eltern, Nachbarschaft und lokal Initiativen/Schulvereine
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
- Seit dem Start 2011 sind in Niedersachsen bereits 89 Schulwälder mit insgesamt über 80 Hektar Fläche entstanden, an denen sich knapp 180 Schulen und Kitas beteiligen. In Summe haben bislang mehr als 80.000 Kinder und Jugendliche über 400.000 Bäume und Sträucher gepflanzt und nutzen den Schulwald als grünes Klassenzimmer. Die Wälder speichern jährlich fast 700 Tonnen CO₂, verbessern das Lokalklima, fördern die Biodiversität und schaffen neue Erholungsräume vor Ort.
- Erläuterung
- Ja, die Maßnahme wird systematisch evaluiert: Durch jährliche Wirkungsberichte der Stiftung, die Dokumentation von Flächen, Beteiligten und Aktivitäten sowie ergänzende wissenschaftliche und studentische Arbeiten mit Befragungen von Lehrkräften und Schüler:innen.
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
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In der weiteren Entwicklung werden wir den Schulwald konsequent als festen Bestandteil der schulinternen Curricula und Bildungspläne der beteiligten Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen verankern. Dazu bauen wir unser Fortbildungsangebot zu zentralen Unterrichtseinheiten und Themen im Schulwald weiter aus – derzeit vorrangig für Grundschulen, perspektivisch auch für Kitas – und qualifizieren Schulen mit bestehendem Schulwald oder in der Pflanzphase gezielt dafür, ihren Unterricht regelmäßig in den Schulwald zu verlagern.
Klimawandel und Klimaanpassung sind globale Herausforderungen, die das Leben der heutigen Schüler:innen maßgeblich prägen werden. Im Projekt pflanzen die Kinder und Jugendlichen ihren eigenen Wald, erleben „ihre“ Bäume vom Setzling bis zum kleinen Bestand und übernehmen konkret Verantwortung für eine Fläche, zu der sie eine persönliche Beziehung aufbauen. So wird Klimawandel nicht nur abstrakt im Unterricht behandelt, sondern im eigenen Schulwald unmittelbar erfahrbar – als Ort, an dem die nächste Generation Wissen, Haltung und Handlungskompetenzen im Umgang mit Klimawandel entwickelt. Die Bäume allein werden den Klimawandel nicht aufhalten; entscheidend ist die langfristige, erfahrungsbasierte Bildung im Schulwald, die Kinder und Jugendliche befähigt, zukünftige Lösungen mitzugestalten und als Multiplikator:innen in ihre Familien und Regionen hineinzuwirken.
Um diese Wirkung zu verstärken, werden wir anstelle einzelner Aktionen regelmäßig stattfindende Projekttage und Projektwochen im Schulwald etablieren, die fächerübergreifend geplant und verbindlich im Schulprogramm verankert sind. An Standorten, an denen bislang ausschließlich weiterführende Schulen den Schulwald nutzen, binden wir gezielt benachbarte Grundschulen und Kitas ein, die eigene Projekttage und Lernangebote in genau diesem Schulwald durchführen und so die Fläche über das Jahr hinweg intensiver nutzen. Im Mittelpunkt steht, dass der von den Schüler:innen selbst gepflanzte Schulwald kontinuierlich von unterschiedlichen Lerngruppen besucht wird und Klimabildung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung regelmäßig und vertieft im Unterricht aufgegriffen werden – als Voraussetzung dafür, dass junge Menschen die globale Klimakrise verstehen und aktiv an ihrer Bewältigung mitarbeiten können.
Hindernisse
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- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
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- Nein
Kontaktdaten
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Paula DrinkewitzStiftung Zukunft Wald38106 BraunschweigDeutschland
- Abteilung
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drinkewitz@zukunftwald.de
- Telefonnummer
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05311298540
- Faxnummer