Anpassung beginnt im Kindesalter – Klimakompetenz durch forschendes Lernen
Die grün&bunt gUG setzt Klimaanpassung dort an, wo sie langfristig am wirksamsten ist: in der frühkindlichen und schulischen Bildung. Ziel des Projekts ist es, Kinder im Alter von 6–10 Jahren sowie pädagogische Fach- und Lehrkräfte dazu zu befähigen, Klimafolgen im eigenen Lebensumfeld wahrzunehmen, zu verstehen und aktiv darauf zu reagieren. Konkret setzt grün&bunt langfristige Bildungsformate um, u. a. Schul-AGs an der Franziskusschule Wilhelmshaven (Schulgarten-AG mit klimaresilienter Bepflanzung und Hochbeeten sowie eine interdisziplinäre NaWi-AG ab Klasse 5), regelmäßige „Abenteurer“-Gruppen im Stadtpark Wilhelmshaven sowie Fach- und Lehrkräftefortbildungen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Fokus Klimaanpassung (z. B. „Was macht der Schneehase ohne Schnee?“). Kinder erforschen dabei Hitze, Trockenheit, Starkregen und deren Auswirkungen unmittelbar vor Ort. Pädagogische Fachkräfte lernen, wie Klimaanpassung bereits ab dem Krippenalter aktivierend, forschend und alltagsnah vermittelt werden kann. Das Projekt stärkt die Anpassungskompetenz von Kindern, Bildungseinrichtungen und ihrem sozialen Umfeld und trägt langfristig zur gesellschaftlichen Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels bei. Die modularen Formate sind übertragbar und dauerhaft in Kitas und Schulen verankerbar.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- grün&bunt gUG https://gruen-u-bunt.de/
- Kooperationspartner
-
Stiftung Kinder forschen
Franziskusschule Wilhelmshaven
IGS Wilhelmshaven
NABU WHV FRI
botanischer Garten Wilhelmshaven
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- 45.000 Honorare, Personal, FoBis, Material, Orga&Admin
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
-
- EU
- Bund
- Öffentlich-private Partnerschaft (PPP)
- Privat
-
Das Projekt wird aus einer Kombination von Eigenmitteln der Bildungseinrichtung grün&bunt gUG, Fördermitteln der Stiftung Kinder forschen sowie projektbezogenen Förderungen lokaler und regionaler Bildungsinitiativen finanziert. Die Geschäftsleitung arbeitet ehrenamtlich, viele mitarbeitende Kräfte arbeiten ebenfalls für eine geringe Aufwandsentschädigung.
Fördermittel wurden insbesondere für die Anschaffung von Materialien (Hochbeete, Lernmaterialien) und die Durchführung von Fachkräftefortbildungen eingesetzt. Eigenmittel und ehrenamtliche Mitarbeit tragen zur Durchführung der regelmäßigen Kindergruppen, Abenteureraktionen und AGs bei.
Durch diese Finanzierungsmischung ist das Projekt nachhaltig gesichert, flexibel anpassbar und langfristig planbar.
Weiterführende Links
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
-
- Betriebe, öffentliche Unternehmen oder Wirtschaftsverbände
- Forschung/Beratung/Bildung
- Schüler*innen
- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Presse
- Umwelt- und Sozialverbände
- Sonstige
- Eltern und Erziehungsberechtigte
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
-
Seit Beginn des Projekts konnten wir mehrere sichtbare Erfolge erzielen:
Kinder lernen aktiv und praxisnah: In den Abenteurer-Gruppen und Schul-AGs erforschen Kinder Klimarisiken direkt vor Ort und entwickeln eigene Handlungsideen (z. B. Schattenplätze im Stadtpark, Hochbeete im Schulgarten).
Fach- und Lehrkräfte sind befähigt: Die Fortbildungen im Netzwerk Wilhelmshaven, Oldenburg, Ammerland und Friesland vermitteln praxisnahe Methoden, um Klimaanpassung bereits ab Krippen- und Grundschulalter aktivierend umzusetzen.
Strukturen werden dauerhaft verankert: Hochbeete, Lernmaterialien und wiederkehrende AG-Formate sind langfristig geplant und übertragbar auf andere Bildungseinrichtungen.
Multiplikatoreneffekt: Durch die Verbindung von Kinderangeboten und Fachkräftequalifizierung können Wissen und Handlungskompetenz in Schulen, Kitas und Kommunen weitergegeben werden.
- Erläuterung
-
Ja, unser Projekt wird systematisch evaluiert.
Kinderangebote: Ergebnisse der Abenteurer-Gruppen und Schul-AGs werden dokumentiert, z. B. Beobachtungen, Fotos, Projektpräsentationen und Kinderideen. Die Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen wie Hochbeeten oder Schattenplätzen wird kontinuierlich verfolgt.
Fach- und Lehrkräfte: Feedbackbögen nach Fortbildungen dienen zur Evaluation der Wirksamkeit und Transferfähigkeit.
Projektleitung / Organisation: Methoden, Materialien und zeitliche Abläufe werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, um Qualität, Wirkung und Nachhaltigkeit zu sichern.
Die Evaluation stellt sicher, dass Kinder, Fachkräfte und Einrichtungen die gewünschten Kompetenzen erwerben, die Materialien und Methoden weiterentwickelt werden und die Angebote langfristig übertragbar bleiben.
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
-
Das Projekt wird kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. Zukünftig sollen die bestehenden Bildungsformate systematisch erweitert und stärker miteinander verzahnt werden.
Geplant ist die Ausweitung der Schul-AGs und der „Abenteurer“-Gruppen auf weitere Schulen, Kitas und Sozialräume sowie die Vertiefung der Fach- und Lehrkräftefortbildungen im Bereich Klimafolgenanpassung. Inhalte und Materialien werden weiterentwickelt, dokumentiert und so aufbereitet, dass sie langfristig und standortübergreifend einsetzbar sind.
Durch den Aufbau und die Stärkung regionaler Netzwerke (u. a. Wilhelmshaven, Oldenburg, Ammerland, Friesland) soll Klimaanpassung dauerhaft in Bildungsstrukturen verankert werden. Ziel ist es, Kinder, Fachkräfte und Einrichtungen langfristig zu befähigen, eigenständig auf klimatische Veränderungen zu reagieren und Anpassungsprozesse aktiv mitzugestalten.
Hindernisse
-
- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
-
- Ja, Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz: z. B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung
- Die Maßnahme wirkt sich überwiegend positiv auf Kinder, Fachkräfte, Bildungseinrichtungen und die Umweltwahrnehmung aus.
Mögliche negative Effekte sind minimal und hauptsächlich organisatorischer Natur:
Ressourcenaufwand für Mitarbeitende: Die regelmäßige Durchführung von AGs, Abenteurer-Gruppen und Workshops beansprucht Personal und Zeit, was andere Projekte oder Aufgaben in Schulen oder Kitas kurzzeitig reduzieren kann.
Materialeinsatz: Hochbeete, Werkzeuge und Materialien erzeugen geringe ökologische Kosten bei Produktion und Transport.
Diese Effekte werden aktiv minimiert durch:
- Effiziente Planung der Aktivitäten
- Wiederverwendbare Materialien und nachhaltige Beschaffung
- Integration der Angebote in bestehende Strukturen, um Doppelbelastungen zu vermeiden
Insgesamt überwiegt der positive Effekt auf Kompetenzaufbau, Klimaanpassungswissen und Handlungskompetenz, während negative Auswirkungen auf andere Bereiche sehr gering und kontrollierbar sind.
Kontaktdaten
-
Kim Maya Lorentzgrün&bunt gUG26382 WilhelmshavenDeutschland
- Abteilung
-
info@gruen-u-bunt.de
- Telefonnummer
-
015204438586
- Faxnummer