Glossar
K
Klimaelemente
Im Wesentlichen die mess- und beobachtbaren Elemente des Wetters, die zur Beschreibung des Klimas herangezogen werden.
Klimaelemente sind unter anderem: Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Wind, Niederschlag, Bewölkung, Sicht, Sonnenscheindauer, Strahlung (siehe auch Klimafaktoren)
Quelle: DWD (2014): Wetterlexikon
Klimafaktoren
Auch klimatologische Wirkungsfaktoren genannt; Faktoren, welche die Klimaelemente (unter anderem Temperatur, Feuchte) und damit das Klima eines Ortes beeinflussen. Die wesentlichen natürlichen Klimafaktoren sind geographische Breite, topographische Höhe, Entfernung vom Meer und anderen größeren Wasserflächen, Bodenart und Bodenbedeckung. Hinzu kommen anthropogene Faktoren wie Bebauung und Abwärme.
Quelle: DWD (2014): Wetterlexikon
Klimafolgen
Bestimmte Veränderungen innerhalb eines Systems, die in Folge des Klimawandels auftreten. Klimafolgen können sowohl negativer (Risiken) als auch positiver Natur (Chancen) sein.
Nach: UKCIP (2014): Glossary
Klimafolgenanpassung
Initiativen und Maßnahmen, um die Empfindlichkeit natürlicher und menschlicher Systeme gegenüber tatsächlichen oder erwarteten Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Es können verschiedene Arten von Anpassungen unterschieden werden, darunter vorausschauende und reaktive, private und öffentliche, autonome und geplante Maßnahmen.
Quelle: Nach: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht. https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC-SynRepComplete_final.pdf
Klimafolgenmanagement
Der systematische Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Ausgehend von identifizierten Risiken werden Anpassungsmaßnahmen entwickelt, umgesetzt und schließlich auch evaluiert.
Nach: Kind C., Mohns T., Sartorius C. (2010): Klimafolgenmanagement in Unternehmen – Hindernisse und Erfolgsfaktoren. UmweltWirtschaftsForum
Klimakälte
Der Einsatz von Endenergie ist nach acht verschiedenen Anwendungsbereichen gegliedert, hier Klimakälte: Kühlung/Klimatisierung von Gebäudeflächen
Klimamodell
Ein Klimamodell beschreibt ein Klimasystem mit Zahlen. Einbezogen sind – je nach Komplexität – mehr oder weniger viele physikalische, chemische und biologische Eigenschaften. Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozesse werden berechnet – etwa der Zusammenhang von Temperatur, Meeresströmungen und Eisbildung. Interaktive Klimamodelle werden verwendet, um den Einfluss verschiedener Faktoren zu verstehen, Veränderungen zu simulieren und Prognosen zu erstellen.
Quelle: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie
Klimaprognose
Das Resultat eines Versuchs, eine Schätzung der effektiven Entwicklung des Klimas in der Zukunft vorzunehmen, zum Beispiel auf saisonaler, jahresübergreifender oder längerfristiger Zeitskala. Weil die zukünftige Entwicklung des Klimasystems stark von den Ausgangsbedingungen abhängen kann, bestehen solche Prognosen in der Regel aus Wahrscheinlichkeitsangaben (siehe auch Klimaprojektion, Klimaszenario).
Quelle: IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht
Klimaprojektion
Versuchen vorherzusagen, wie sich das Klima verändert, wenn unterschiedliche Mengen und Arten von Treibhausgasen emittiert werden. Sie basieren häufig auf häufig auf Klimamodellsimulationen.
Klimaprojektionen werden von Klimaprognosen unterschieden, um zu betonen, dass Klimaprojektionen von den verwendeten Emissions-/Konzentrations- beziehungsweise Strahlungsantriebs-Szenarien abhängen, die auf Annahmen zum Beispiel über zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen beruhen, die nur eventuell verwirklicht werden und deshalb mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.
Quellen: BMU (2009): Dem Klimawandel begegnen. Die Deutsche Anpassungsstrategie und IPCC (2007): Klimaänderung 2007. Synthesebericht
Klimarisiko
Zusätzliches Risiko für Schutzgüter (beispielsweise Bevölkerung oder Infrastruktur) und Aktivitäten durch potentielle Klimafolgen.
Quelle: KomPass