Internationale Klimapolitik
Der Klimawandel macht nicht vor nationalen Grenzen Halt. Aufgrund seiner Ursachen und seiner Folgen ist er eine globale Herausforderung, die internationale Lösungen und die Kooperation aller Staaten erfordert. Internationale Klimapolitik umfasst daher politische Maßnahmen und Vereinbarungen, mit denen der Klimawandel begrenzt und seine unvermeidbaren Folgen bewältigt werden sollen.
Im Mittelpunkt stehen drei Handlungsfelder: Erstens soll der Ausstoß von Treibhausgasen vermieden bzw. verringert werden (Minderung). Zweitens geht es darum, Gesellschaften und Ökosysteme an die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen (Anpassung). Zudem müssen Lösungen für Schäden und Verluste gefunden werden, die trotz Klimaschutz und Anpassung nicht verhindert werden können. Drittens ist die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen ein zentraler und international kontrovers diskutierter Aspekt.
Übergeordnetes Ziel der internationalen Kooperation ist es, eine für Menschen und Ökosysteme gefährliche Störung des Klimasystems zu verhindern. Der zunehmende Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen, insbesondere seit Beginn der Industrialisierung, erhöht den Treibhauseffekt und ist die Hauptursache der globalen Erwärmung. Die globale Erwärmung aufzuhalten und den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen erfordert eine deutliche Reduktion des Treibhausgasausstoßes weltweit – kurzfristig, sowie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.