KlimAzubi - Fortbildungsreihe für Auszubildende in der öffentlichen Verwaltung
Mit dem Projekt KlimAzubi werden Auszubildende in öffentlichen Verwaltungen frühzeitig für die Herausforderungen der kommunalen Klimaanpassung sensibilisiert und befähigt, aktiv an Lösungen mitzuwirken. Die fachbereichsübergreifende Fortbildungsreihe findet während der Praxistage in den Kommunen statt und vermittelt Wissen zu Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie zu konkreten Handlungsoptionen in der kommunalen Praxis. Die zehn Kurstage verbinden fachliche und praxisorientierte Inputs mit interaktiven Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Inhaltlich geht es um den Klimawandel im globalen und lokalen Kontext, seine Folgen und gesellschaftlichen Leitbilder, Klimaanpassung in der Verwaltung, Klimakommunikation, Klimaanpassung in der kommunalen Praxis mit den Schwerpunkten Hitze und Gesundheit, Wasser sowie grüne Infrastrukturen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Projektarbeiten, die die Auszubildenden eigenständig entwickeln und umsetzen. Beispiele sind ein Infostand mit Klima-Quiz zum Hitzeaktionstag, eine Videodokumentation zu lokalen Klimaanpassungsmaßnahmen oder ein Bildungsprojekt zum Thema Hitze an einer Grundschule. Die Auszubildenden präsentieren ihre Projektarbeiten bei der Abschlussveranstaltung der Kursreihe. Exkursionen in der Region und Beiträge kommunaler Praktikerinnen und Praktiker machen Klimafolgen und Anpassungsmaßnahmen vor Ort erlebbar. Durch die Verbindung von Wissen, Praxis und eigenständigem Handeln stärkt KlimAzubi zentrale Kompetenzen wie kritisches Denken, Zusammenarbeit und Kommunikation. Ziel ist es, die zukünftigen Verwaltungsmitarbeitenden zu befähigen, Klimaanpassung in ihrem späteren Berufsalltag mitzudenken und aktiv voranzubringen. Zum Abschluss der Kursreihe erhalten die Auszubildenden ein Teilnahmezertifikat. Das Projekt besteht aus drei parallel stattfindenden Kursgruppen. Es nehmen 45 Auszubildende und Verwaltungswirtinnen aus dem Landkreis Ravensburg, dem Gemeindeverband Mittleres Schussental, dem Landkreis Konstanz und der Stadt Singen teil. Die Kursleitung übernimmt das Institut für Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) aus Freiburg. Die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg unterstützt das Projekt finanziell und beratend.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Kooperation: Gemeindeverband Mittleres Schussental, Kreis Konstanz, Kreis Ravensburg, Stadt Singen https://gmschussental.de/projekt-klimazubi/
- Kooperationspartner
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Landkreis Konstanz, Landkreis Ravensburg, Stadt Singen, für den Gemeindeverband Mittleres Schussental: Stadt Weingarten, Stadt Ravensburg und Gemeinde Baienfurt,
das Institut für Fortbildung und Projektmanagement (ifpro) sowie die Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- Konzepterstellung einmalig 42.400€, Durchführung 25.000/Kurs
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
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- Sonstige
- Die Konzepterstellung und die Kursleitung für das Pilotprojekt wurden aus Mitteln der Privatlotterie Glücksspirale zu 100 Prozent gefördert. Die Projektbegleitung durch die kommunalen Kooperationspartner und die Akademie für Natur- und Umweltschutz erfolgte in der Arbeitszeit der zuständigen Personen.
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Breite Öffentlichkeit
- Forschung/Beratung/Bildung
- Öffentliche Verwaltung/Politik
- Presse
- Stadtwerke
- Sonstige
- Pädagogische Hochschule Weingarten, Freiwillige Feuerwehr Weingarten, Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf, Bodensee Wasserversorgung, Seenforschungsinstitut Langenargen, Weltacker Überlingen, Stadt Überlingen, Fruchthof Konstanz, Kindergarten Schlatt (Singen)
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
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Die Azubis arbeiten in Gruppen, entwickeln eigene Projekte, wie die Konzeptionierung eines Barfußpfades, haben Lernmissionen wie die Erarbeitung eines Kurzfilms oder Plakats zur Exkursion, erstellen Themenplakate z.B. zum Thema Schwammstadt und erfahren auf den Exkursionen und Themenspaziergängen wie z.B. Dachbegrünung funktioniert, welche Wirkung Stadtbäume haben oder wie die Wasserversorgung mit dem Klimawandel umgeht. Die Erfolge sind vielfältig:
+ Die Azubis bauen Wissen über den Klimawandel und dessen Auswirkungen in ihrer Region auf und kennen die Handlungsfelder und Maßnahmenbeispiele für Anpassungsmaßnahmen.
+ Die Azubis wissen, welche Klimaanpassungsthemen es in den relevanten Fachbereichen gibt, sie kennen aber auch die Hindernisse und Lösungsansätze aus der Region.
+ Indem die Azubis lernen, wie sie in ihrem Berufsalltag selbstwirksam und gemeinschaftlich Klimaanpassungsprojekte konzipieren und umsetzen können, verändert sich ihre innere Haltung: Sie übernehmen mehr Verantwortung und bringen ihre Vorschläge aktiv ein.
+ Die Azubis kennen nicht nur die Handlungsfelder der Klimaanpassung, sondern auch die zuständigen Personen in den Verwaltungen und sind durch das Projekt mit diesen besser vernetzt. Daran können sie bei späteren Projekten anknüpfen.
+ Klimamanagement und Ausbildungsleitungen wurden stärker vernetzt, so dass zukünftig intensiver zusammengearbeitet wird.
- Erläuterung
- Ja, nach jedem Kurstag findet eine Befragung der Auszubildenden statt und es wird der Kurstag vom Kursteam evaluiert. Nach dem 10. Kurstag (Anfang Juli 2026) wird das Gesamtprojekt evaluiert, mit ausführlicher Befragung der Azubis, der Ausbildungsleitungen und dem Kursteam (ifpro, Umweltakademie Baden-Württemberg, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmanagement der beteiligten Kommunen).
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
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Im Januar 2026 fand bereits einen Workshop mit allen Kooperationspartnern statt, in dem wir auf Basis der Erfahrungen der ersten sieben Kurstagen und den Evaluationen der einzelnen Kurstage überlegt haben, wie das Projekt verbessert, verstetigt und verbreitet werden kann. Folgende Punkte wurden herausgearbeitet:
• Kurs auf sechs/sieben Kurstage reduzieren,
• Lernmissionen vereinfachen,
• Kursbuch verschlanken,
• Anforderungsprofile für die Kursleitung erstellen,
• Ausarbeitung der Projektarbeiten zeitlich kürzen und
• stärker mit den Ausbildungsleitungen zusammenarbeiten.
Hindernisse
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- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
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- Nein
Kontaktdaten
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Dorothea HoseKooperation von: Gemeindeverband Mittleres Schussental, Kreis Konstanz, Kreis Ravensburg, Stadt SingenGemeindeverband Mittleres Schussental, Technische Verbandsverwaltung88212 RavensburgDeutschland
- Abteilung
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dorothea.hose@ravensburg.de
- Telefonnummer
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0751 82-3814
- Faxnummer