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Luft

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Schadstoffbelastung der Luft in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dennoch kommt es immer noch zu Überschreitungen von Luftqualitätsgrenz- und Zielwerten. Am höchsten belastet ist die Luft in Ballungsräumen und an Orten mit starkem Verkehrsaufkommen.

Zu den Hauptquellen von Luftschadstoffen zählen die Energieerzeugung, der Straßenverkehr, die Landwirtschaft und die Produktion von Gütern. Für die Gesundheit des Menschen sind unter anderen Feinstaub, Stickstoffdioxid und Ozon bedeutsam. Erhöhte Ozonkonzentrationen können auch Ökosysteme schädigen. Ebenso wirken sich versauernde und eutrophierende (nährstoffanreichernde) Luftverunreinigungen – vor allem Stickstoffoxide und Ammoniak, aber auch Schwefeldioxid – nachteilig auf empfindliche Ökosysteme und die Artenvielfalt aus.

Luftbelastungen halten sich nicht an Staats- und Ländergrenzen. Sie sind ein nationales, europäisches und teilweise auch ein globales Problem. Die Luftreinhaltung in Deutschland ist deshalb durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz und seine Verordnungen national geregelt und in internationale Strategien und Übereinkommen eingebettet. Wichtige Elemente sind dabei Grenzwerte, Zielwerte und nationale Emissionshöchstmengen für Luftschadstoffe sowie Regelungen zur Emissionsbegrenzung an der einzelnen Quelle (zum Beispiel Abgasnormen für Kraftfahrzeuge).

Wichtiges in Kürze

  • Ein Diagramm stellt für drei Luftschadstoffe dar, wie stark zwischen 2000 und 2019 im städtischen Hintergrund von Ballungsräumen im Durchschnitt WHO-Empfehlungen überschritten werden. Die Entwicklung der verschiedenen Schadstoffe ist unterschiedlich. Zwischen 2000 und 2019 liegen für Stickstoffdioxid die Werte zwischen 35,9 und -7,7 Prozent, für Ozon zwischen 71,0 und 73,5 Prozent und für Feinstaub (PM2,5) zwischen 77,3 und 4,1 Prozent.
    Indikator: Luftqualität in Ballungsräumen

    Die Grundbelastung in deutschen Ballungsräumen überschreitet die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO für zwei wichtige Luftschadstoffe, Ozon und Feinstaub (PM 2,5).In der Nähe von Schadstoffquellen können die Belastungen sogar wesentlich höher sein.Bei Stickstoffdioxid und Feinstaub hat sich die Situation seit dem Jahr 2000 erheblich verbessert.Die Belastung durch Ozon und Feinstaub i… weiterlesen

  • Ein Diagramm zeigt die Entwicklung des Ausstoßes von fünf Luftschadstoffen sowie eines Gesamt-Index relativ zum Basisjahr 2005 zwischen 1995 und 2018. Alle Werte sinken. Die Ziele für 2020 und 2030 sind angegeben.
    Indikator: Emission von Luftschadstoffen

    Der gemittelte Index der Luftschadstoffe ging zwischen 1995 und 2018 jährlich um durchschnittlich fast 5 % zurück.Die Verpflichtungen des Göteborg-Protokolls für das Jahr 2020 werden im Mittel voraussichtlich erreicht werden.Die Ziele der europäischen NERC-Richtlinie für 2030 zu erreichen, ist eine große Herausforderung für die deutsche Umweltpolitik.Dafür müssen vor allem die Ammoniak-Emissionen… weiterlesen

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Das Umweltbundesamt

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