Koop-N - Stadtübergreifender Flächenpool für kooperatives Niederschlagswassermanagement
Das vom BMUKN geförderte Projekt "Aufbau eines stadtübergreifenden Flächenpools für kooperatives Niederschlagswassermanagement" (Koop-N) verfolgt das Ziel, Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen im Bereich der Hanse- und Universitätsstadt Rostock (HRO) auch auf privaten Flächen zu etablieren. Hierfür wurden im Verbundprojekt zwischen der Stadt Rostock und der Universität Rostock unter anderem die fünf größten Wohnungsbauunternehmen als Flächeneigentümer mit einbezogen.
Im Rahmen des Projektes wurden im Geoinformationssystem Geodaten zum Stadtgebiet Rostock und insbesondere zu den Flächen der kooperierenden Wohnungsbauunternehmen erfasst. In einer Vielzahl an Analysen wurde anschließend das Potenzial von Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung auf den Flächen der Wohnungsbauunternehmen untersucht. Hieraus wurden dann Gebiete und Flächen ermittelt, welche sich am besten für eine Umsetzung einer Maßnahme zur Regenwasserbewirtschaftung eignen und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zum Gegenwassermanagement mit den Projektpartnern abgestimmt.
Als Ergebnis stehen für Rostock nun konkrete Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für den langfristigen Umbau zur Schwammstadt zur Verfügung. Mithilfe der durchgeführten Potenzialanalyse zur Versickerung ist die Versickerungsfähigkeit jeder Fläche in Rostock bekannt, wodurch sich die Möglichkeiten für Maßnahmen zum Regenwassermanagement ergeben. Auch die Ergebnisse weiterer Analysen, wie beispielsweise die Detektion von versiegelten Flächen und Bäumen oder die Abflussbahn- und Senkenanalyse, werden von den Projektpartnern weiterverwendet. Der angefertigte und an Rostock angepasste Maßnahmenkatalog bietet einen wertvollen Überblick über die Bandbreite an Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung.
Erste Projekte und Kooperationen zwischen den Partnern wurden im Projektzeitraum umgesetzt.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Hanse- und Universitätsstadt Rostock – Amt für Umwelt- und Klimaschutz – Abteilung Wasser und Boden https://rathaus.rostock.de/sixcms/detail.php/rostock_01_test.c.251206.de
- Kooperationspartner
- Universität Rostock – Professur für Wasserwirtschaft
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Dauer der Umsetzung
- 38 Monate
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- Personalkosten: 169.845,75 € Reisekosten: 506,96 (Uni HRO)
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
-
- Bund
- Das Projekt wurde gefördert durch das Bundeministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen des Förderprogramms "Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" (FKZ 67DAS259a).
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
-
- Forschung/Beratung/Bildung
- Grundstücksbesitzer
- Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
-
- Aufsuchende Formate (z.B. Informationsstände)
- Bereitstellung von Informationsmaterialien
- Informationsveranstaltungen
- Erläuterung
- Einbindung durch direkte Ansprache und Bereitstellung von Informationen für alle.
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
-
Die Wohnungsbauunternehmen wurden sensibilisiert, erste Zusammenarbeiten haben stattgefunden. Allen Institutionen liegen Geodaten und Handlungsleitfäden vor, die speziell auf Rostock zugeschnitten sind.
- Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
-
- Analyse (z.B. Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinabgleich, Medienanalyse)
- Monitoring (z.B. Messung, Erfassung von Daten, TN-Zahlen, Webseitenklicks)
- Erläuterung
- In Zusammenarbeit mit der Universität Rostock werden Maßnahmen messtechnisch evaluiert, neue Maßnahmen werden bei der HRO in eine Datenbank aufgenommen.
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
- Die erstellten Unterlagen und begonnen Kooperationen werden fortgeführt.
-
- Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
-
- Nein
Hindernisse
- Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
-
Durch die Wohnungsunternehmen wurden als Hindernisse für die Umsetzung von Regenwasserbewirtschaftungsmaßnahmen folgendes genannt
• Kosten und Zeit
• Auslastung der Mitarbeiter, keine Zeit für ein neues Thema, das noch keinen konkreten Bezug hat
• Unflexibler Abruf der Mittel
• Fehlende Anschlussförderung
• Konflikt, wenn Maßnahme freiwillig ist (steigende Mieten)
• Kosten überwiegt Nutzen (noch) nicht, z.B. Bewässerung mit Trinkwasser noch immer billiger als Zisternen zu verbauen
-
- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
-
- Nein
Kontaktdaten
-
Hansestadt Rostock, Amt für umwelt- und KlimaschutzDeutschland
- Abteilung
-
umweltamt@rostock.de
- Telefonnummer
- Faxnummer
Ort der Umsetzung
Neuer Markt 1
18055 Rostock
Deutschland