Bodenaktions-Planer – eine Arbeitshilfe
Der Bodenaktions-Planer ist eine eine Arbeitshilfe für Behörden, Gremien und Verbände
Boden ist eine begrenzte Ressource. Der wachsende Flächenverbrauch und ein zunehmender Verlust von qualitativ hochwertigen Böden stellen eine Bedrohung für die Intaktheit der Ökosysteme und die Sicherheit unserer Ernährung dar. Versiegelungen und Bodendegradation führen zu einer Verknappung dieser Ressource und schädlichen Bodenveränderungen, verhindern die Grundwasserneubildung und wirken sich negativ auf die Artenvielfalt in Böden aus. Auch der Klimawandel beeinflusst durch steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmengen die Qualität der Böden. Wir müssen daher die Böden schützen und für kommende Generationen bewahren.
Der Bodenaktions-Planer ist eine eine Arbeitshilfe für Behörden, Gremien und Verbände
Motto: Boden. Die Substanz der Transformation.
In der Tierhaltung angewandte Antibiotika können das Wachstum von Nutzpflanzen beeinträchtigen, wenn sie über die Gülledüngung auf landwirtschaftliche Böden gelangen. Oftmals sind nicht alle Antibiotikarückstände abgebaut, bevor die Gülle auf die Felder gelangt. Ein neu entwickelter Pflanzentest erfasst die pflanzentoxische Wirkung von Antibiotikarückständen, nachdem die Gülle gelagert wurde.
Der Boden des Jahres 2015 ist der Stauwasserboden. Unter Fachleuten trägt er den Namen Pseudogley. Stauwasserböden sind je nach Witterung und Zusammensetzung zeitweise nass oder trocken. Dieser Umstand sorgt für den kleinräumigen Wechsel von grauen und braunen Partien in den tieferen Bodenschichten. Stauwasserböden müssen sehr behutsam bewirtschaftet werden.
Knapp 13 Prozent der Phosphormenge, die in Deutschland jährlich für mineralische Dünger benötigt wird, könnte schon heute aus Aschen zurückgewonnen werden, die bei der separaten Verbrennung von Klärschlamm (Monoverbrennung) anfallen. Das zeigt eine Studie im Auftrag des UBA.
Am 05. Dezember ist Welttag des Bodens. Alljährlich wird dann der „Boden des Jahres“ gekürt. Welcher Boden wird es 2014 sein? Und warum ist er in unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken? Was hat unser Konsumverhalten mit dem Boden zu tun?
Wie sehr sich Arzneimittelrückstände aus Klärschlamm und Gülle im Boden anreichern und welche Auswirkungen das hat, zeigte ein Workshop, den das UBA am 18. und 19. Juni 2013 veranstaltete.