Satellitendatengestützte Erfassung von Gewässerrandstreifen und deren Wirkung auf den partikelgebundenen Stoffeintrag in Gewässer
Entwicklung eines bundesweit anwendbaren methodischen Ansatzes
In der Kombination hochauflösender Fernerkundungsdaten und weiteren Geodaten wurde in modellgestützten Verfahren ein methodischer Ansatz entwickelt, vorhandene Gewässerrandstreifen zu detektieren. Dabei wurden Digitale Orthophotos mittels neuronaler Netze zur Klassifikation der Landbedeckung ausgewertet und mit multispektralen Satellitendaten und Bewirtschaftungsinformationen kombiniert. Die so erzeugte Randstreifenkulisse wurde anschließend in die Sedimenteintragsmodellierung integriert. In Abhängigkeit von lokalen Faktoren zeigte sich eine Minderung der partikelgebunden Einträge zwischen 10-20 Prozent. Die entwickelte Methode ermöglicht eine flächendeckende Bewertung und Planung von Maßnahmen zur Reduktion diffuser Stoffeinträge in Gewässer in Deutschland.