Wie aus Müllbergen Mülleimer werden
Plastikmüll ist wertvoll. Wird er recycelt, lassen sich Rohstoffe und CO2-Emissionen einsparen.
Die Nutzung von Ressourcen ist eine wesentliche Grundlage für unser Leben. Das weltweite Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum verstärkt den Druck auf die natürlichen Ressourcen wie Rohstoffe, Flächen und die biologische Vielfalt. Das Umweltbundesamt verfolgt das zentrale Ziel, die Ressourceninanspruchnahme und die damit verbundenen Umweltwirkungen insgesamt und über die gesamte Wertschöpfungskette zu verringern. Die Vermeidung von Abfällen sowie der Einsatz von Rest- und Abfallstoffen als Sekundärrohstoffe und die energetische Verwertung von Abfällen kann dabei ebenso einen erheblichen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten, wie ressourcenschonende Produktionsprozesse, Produkte und Nutzungskonzepte.
Plastikmüll ist wertvoll. Wird er recycelt, lassen sich Rohstoffe und CO2-Emissionen einsparen.
Eine umweltverträgliche Gestaltung von Lebensmittelproduktion, -verbrauch und -handel ist möglich, erfordert jedoch eine grundlegende Änderung der öffentlichen Einstellung und Politik. Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) analysiert die Herausforderungen, vor denen Europa bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Lebensmittelsystem steht.
Wir brauchen den Umstieg auf erneuerbare Energien, um das Klima zu schützen und von den fossilen Energien wie Kohle wegzukommen. Gleichzeitig werden für Windenergie und Photovoltaik genauso wie für E-Autobatterien & Co. Rohstoffe benötigt. Doch Deutschland kann gleichzeitig treibhausgasneutral und ressourcenschonend werden – wenn beides gemeinsam gedacht wird. Das zeigt eine neue UBA-Studie.
Die Verfügbarkeit von Rohstoffen wird nicht allein durch technisch-geologische, wirtschaftliche und politische Aspekte beeinflusst. Auch Umweltrisiken des Bergbaus haben einen realen Einfluss darauf. Die neue ÖkoRess-Bewertungsmethode ist erstmals ein Vorschlag, ökologische Gefährdungspotentiale von Rohstoffen und Bergbauprojekten zu bewerten und ökologisch kritische Rohstoffe zu identifizieren.
Stellen aus fast 20 EU-Ländern, die in ihrem Land für Sanktionen zur „EU-Richtlinie zu Elektro- und Elektronikaltgeräten“ zuständig sind, haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Auf dem vom UBA initiierten Gründungstreffen am 7. und 8. September 2017 wurde beschlossen, Verstöße grenzüberschreitend agierender Gerätehersteller künftig durch engere Zusammenarbeit effektiver zu verfolgen.
Zu viele Lebensmittel enden auf dem Müll. Darin sind sich die Teilnehmenden des vom UBA veranstalteten Fachforums Lebensmittelverschwendung einig. Über 70 Akteure aus Industrie, Forschung und Politik diskutierten am 5. September 2017 in Berlin Möglichkeiten, die Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren. Damit mehr Lebensmittel auf dem Teller landen, müssen alle Akteure zusammenarbeiten.
Rohstoffquellen direkt vor der Haustür: Wir sind umgeben von über 50 Milliarden Tonnen an wertvollen Materialien. Urban Mining bezeichnet die gezielte Rohstoffgewinnung im städtischen und kommunalen Raum. Das UBA möchte mit einer neuen Broschüre ein gemeinsames Verständnis zum Urban Mining vermitteln und dazu ermutigen, mit diesem Strategieansatz konsequent voranzuschreiten.
Verkehr, Abwasserentsorgung, Wasser- und Energieversorgung, digitale Vernetzung: Infrastruktursysteme sind für unsere moderne Lebensweise unerlässlich. Sie sind jedoch auch ressourcenintensiv und haben meist auch umfassende Auswirkungen auf die Umwelt. Im Forschungsprojekt wurde untersucht, wie die technischen Infrastrukturen möglichst zukunftsfähig und nachhaltig gestaltet werden können.
Die aktuellen Daten zur grenzüberschreitenden Verbringung notifizierungspflichtiger Abfälle für das Jahr 2016 sowie Daten zur Aufdeckung und Ahndung illegaler Abfallverbringung für das Jahr 2015 sind veröffentlicht.
Landen Plastiktüten in der Natur, belasten sie das Ökosystem auf Jahrhunderte. Biologisch abbaubare Kunststoffe sind aber keine Lösung, sagt Gerhard Kotschik, UBA-Verpackungsexperte.
Plastikmüll ist eine der größten Bedrohungen für die Meeresumwelt. Um dieses Problem an der Wurzel anzugehen, sollte die EU-Plastikstrategie, die in den nächsten Monaten entwickelt wird, auch die Umwelt im Blick haben. Die Europäischen Umweltagenturen haben sieben Vorschläge entwickelt, damit weniger Müll in der Umwelt landet.
Im März 2017 trat die „Recommendation on sewage sludge handling“ im Rahmen des Helsinki-Übereinkommens zum Schutz der Ostsee in Kraft. Sie stellt Grundsätze für den nachhaltigen Umgang mit Klärschlamm in der Ostseeregion auf.