Steigende Anzahl an Einsätzen
Vor allem Starkregenereignisse sind für den Bevölkerungsschutz von großer Bedeutung. Das mit ihnen verbundene Hochwasser ist nicht nur eine Gefahr für die Menschen, die in den betroffenen Regionen leben und arbeiten, sondern auch für die Versorgungssysteme. Stromversorgung und Gesundheitssystem können hierdurch stark beeinträchtigt werden. Zudem kann es zu Problemen bei der Siedlungsentwässerung und somit zu Überschwemmungen kommen. Starkregen erhöht außerdem die Gefahr von Sturzfluten, Murengängen sowie Berg- und Erdrutschen. Weitere Notsituationen ergeben sich daraus, dass Hochwasser das Transportwesen, die Trinkwasserverfügbarkeit und die Gesundheit der Menschen beeinflusst.
Auch andere Extremwetterereignisse wie Stürme und Gewitter können zusammen mit verstärkten Niederschlägen Schäden an Infrastrukturen verursachen. Wenn die Verkehrsinfrastruktur beeinträchtigt, Oberleitungen und Signalanlagen beschädigt, Gleisanlagen unterspült, Straßen überschwemmt und Verkehrswege, die zur Versorgung notwendig sind, blockiert werden, kann dies zu häufigeren Einsätzen für Organisationen des Bevölkerungsschutzes führen.
Darüber hinaus nimmt mit steigenden Temperaturen und ausgeprägter Trockenheit auch die Brandgefahr zu. Brandeinsätze werden somit in Zukunft voraussichtlich zunehmen. Zudem führen Hitzeperioden zu physischen und psychischen Belastungen der Bevölkerung. Mehr Menschen werden insbesondere in den Sommermonaten auf die Versorgung durch Organisationen des Bevölkerungsschutzes angewiesen sein.
Indikator aus dem Monitoring zur DAS: Einsatzstunden bei wetter-/witterungsbedingten Schadenereignissen