Trockenheit in Deutschland – Fragen und Antworten
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet, dass es deutschlandweit seit 1931 noch nie so trocken war wie 2025 von Anfang Februar bis Mitte April.
Wasser ist Grundlage allen Lebens. Bäche, Flüsse, Seen, Feuchtgebiete und Meere sind Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren. Das Grundwasser ist Trinkwasserspender und Lebensraum zugleich. Wasser trägt zur Lebensqualität bei: für unsere Ernährung, die tägliche Hygiene und für Freizeitaktivitäten. Außerdem ist Wasser als Energiequelle, Transportmedium und Rohstoff ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In Zeiten zunehmender Konkurrenzen um Wasser ist ein effektiver Schutz und der schonende Umgang mit dieser Ressource Voraussetzung für biologische Vielfalt und nachhaltige Nutzungen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet, dass es deutschlandweit seit 1931 noch nie so trocken war wie 2025 von Anfang Februar bis Mitte April.
Mit der Richtlinie (EU) 2026/805 (EU-Water Package) hat die EU am 20. April 2026 ihre Vorschriften zum Schutz von Oberflächen- und Grundwasser aktualisiert und damit Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Grundwasserrichtlinie (GWRL) und Richtlinie über Umweltqualitätsnormen (UQN-RL) als Herzstück des europäischen Gewässerschutzes an wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Herausforderungen angepasst.
Die geplante Steuer auf zuckergesüßte Getränke könnte Anreize für den verstärkten Einsatz von Süßstoffen setzen. Dadurch könnten Einträge von Acesulfam-K und Sucralose in Gewässer und Trinkwasserressourcen zunehmen. Das hat Folgen für die Umwelt, denn diese Stoffe können erst nach langen Zeiträumen abgebaut und kaum aus dem Wasser zurückgeholt werden.
Stehende Kleingewässer prägen vielerorts unsere Landschaft – vom kleinen Gartenteich bis zum naturnahen Weiher. In Deutschland gibt es rund 300.000 Kleingewässer. Sie sind Rückzugsort spezialisierter Arten und leisten wichtige Beiträge für die Biodiversität und den Wasserhaushalt. Gleichzeitig geraten sie durch die Klimaerwärmung, Nähr- und Schadstoffeinträge und die intensive Landnutzung zunehmen
Nord- und Ostsee geraten zunehmend unter Druck durch Klimawandel und menschliche Nutzung. Eine Studie im Auftrag des UBA macht deutlich: Intakte Seegraswiesen, Salzwiesen und Riffe sind ein wichtiger Baustein für wirksamen Klimaschutz und resiliente Küsten. Sie schützen Küsten, stabilisieren marine Ökosysteme und tragen gleichzeitig zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels bei.
Aktuell lädt das Bundesumweltministerium Bürger*Innen und Organisationen dazu ein, sich an einer Umfrage zum Thema Wasser zu beteiligen und Projekte zur Umsetzung der Nationalen Wasserstrategie einzutragen. Die Ergebnisse fließen in die Evaluation der Nationalen Wasserstrategie ein. Die Beteiligungsplattform ist bis zum 4. Mai 2026 geöffnet. Nutzen Sie die Möglichkeit der Beteiligung.
Auf www.thru.de finden Sie eine ausführliche Datenbank zu Emissionen und entsorgten Abfallmengen von Industriebetrieben in Deutschland, die diese jährlich dem Umweltbundesamt berichten. Einen Überblick über den Umfang dieser Datenbank gibt eine für die Berichtsjahre 2007 bis 2024 aktualisierte Broschüre, welche die Daten in kompakter Weise darstellt.
Stehende Kleingewässer sind der Gewässertyp des Jahres 2026. Aufgrund ihres hohen Strukturreichtums und Uferanteils besitzen sie eine überproportional hohe Bedeutung für die Biodiversität.
Das Umweltbundesamt (UBA) erklärt kleine stehende Gewässer zum Gewässertyp des Jahres 2026. Damit soll auf ihre große Bedeutung für Natur und Mensch aufmerksam gemacht werden. Die Auszeichnung erfolgt jedes Jahr rund um den Weltwassertag der Vereinten Nationen am 22. März.
In Deutschland werden jährlich rund 8,3 Milliarden Kubikmeter kommunales Abwasser behandelt und in Gewässer eingeleitet. Die damit verbundenen Einträge von Chemikalien und Nährstoffen beeinträchtigen die Wasserqualität. Ein neues interaktives Werkzeug verknüpft Daten zu Abwasserbehandlung und Gewässerschutz. So können bundesweit Gewässer mit erhöhten Belastungen identifiziert werden.
Durch hohe Nährstoffeinträge sind europäische Meeresgewässer weiterhin eutrophiert und nicht im guten Zustand. Das internationale Forschungsvorhaben NAPSEA demonstriert den Vorteil eines integrierten Ansatzes von der Quelle bis zum Meer am Beispiel des Wattenmeeres. Der Policy Brief fasst Empfehlungen zusammen und zeigt, wie ambitionierte Reduktionsziele für Rhein und Elbe erreicht werden können.
Deutschland kann viele der europäischen Gewässerschutzziele erreichen, wenn Bächen und Flüssen zwei Prozent der Fläche des Landes zurückgegeben werden, so Berechnungen im Auftrag des Umweltbundesamtes. Demnach fehlen den deutschen Gewässern gegenwärtig etwa 7.000 Quadratkilometer Fläche, unter anderem für eine naturnahe Auenentwicklung, mehr Biodiversität und besseren Hochwasserschutz.