Erster Klimaausgleich für Dienstreisen der Bundesregierung
Nach Entscheidung der Bundesregierung sollen die Klimawirkungen der unvermeidbaren Dienstreisen ihrer Beschäftigten ab der laufenden Legislaturperiode (2014-2017) ausgeglichen werden.
Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Zentrale Aufgabe ist es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken und unvermeidbare Emissionen auszugleichen. Schlüssel für den Erfolg von Klimaschutzmaßnahmen sind zeitnahe, nachhaltige Infrastruktur-Investitionen. Die Senkung des Energiebedarfs sowie die vollständige Umstellung der Strom- und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zu anderen Umweltherausforderungen stehen dabei im Fokus. Das Umweltbundesamt unterstützt diesen Prozess mit Strategien, Szenarien, Maßnahmen und Instrumenten sowie dem Monitoring. Dabei setzt es einzelne Instrumente, wie den Emissionshandel, Herkunftsnachweise für Ökostrom oder das Umweltzeichen „Blauer Engel“, auch selbst um.
Nach Entscheidung der Bundesregierung sollen die Klimawirkungen der unvermeidbaren Dienstreisen ihrer Beschäftigten ab der laufenden Legislaturperiode (2014-2017) ausgeglichen werden.
Ob Hochwasser, Hitzewellen oder Stürme – die Auswirkungen des Klimawandels stellen Städte und Gemeinden vor Herausforderungen. Bei der Anpassung an diese Risiken hilft das UBA-Internetangebot „Klimalotse“. Es wurde kürzlich aktualisiert und noch stärker auf die praktischen Bedürfnisse von Kommunen abgestimmt.
Aus dem Umweltinnovationsprogramm (UIP) können in den Jahren 2016 bis 2018 mehr Projekte gefördert werden, die das Klima entlasten. Rund 15 Millionen Euro jährlich stehen zusätzlich aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung für die Umsetzung des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 zur Verfügung. Unternehmen und andere Interessenten können ab sofort ihre Projektskizzen einreichen.
Die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergieanlagen schwankt stark mit der Witterung. Deshalb ist es wichtig, die Entwicklung von Techniken voranzutreiben, die helfen, das Stromsystem stabil zu halten. Mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms wurde 2014 erstmals in Deutschland ein marktfähiges Batteriekraftwerk gebaut und in Betrieb genommen – mit Erfolg, wie das erste Betriebsjahr zeigt.
Wärmedämmverbundsysteme sparen Energiekosten und schonen das Klima. Wird jedoch standardmäßig zu Putzen und Farben mit Bioziden gegriffen, belastet das durch Auswaschung Böden und Gewässer. Sind Biozide tatsächlich nötig, um Fassaden länger von unschönen Pilz- und Algenbelägen freizuhalten? Neue Studienergebnisse bieten eine Entscheidungshilfe für den Einzelfall.
Um die in Paris 2015 vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen die Volkswirtschaften Europas dringend die Dekarbonisierung angehen. Für eine gemeinsame Strategie zum Verzicht auf fossile Energieträger, die über den Energiesektor hinausgeht, diskutierte das UBA beim Workshop „Decarbonisation – 100 % Renewable Energy and more“ mit Teilnehmern aus ganz Europa.
Eine neue UBA-Studie zeigt: Die Treibhausgasemissionen aus mittleren und großen Rechenzentren könnten insgesamt um bis zu 80 Prozent reduziert werden, wenn natürliche Kältemittel wie Propan, Ammoniak oder Wasser zum Einsatz kämen. Damit auch Gebäude mit Serverräumen und Rechenzentren die langfristigen Klimaziele Deutschlands erreichen, sind natürliche Kältemittel demnach unverzichtbar.
Es ist ein trauriger Rekord: Im Jahr 2015 lagen die Konzentrationen des Treibhausgases Kohlendioxid an den beiden Messstationen des Umweltbundesamtes im Jahresdurchschnitt zum ersten Mal über 400 ppm (parts per million = Teile pro Million).
Siedlungsrückzug könnte eine Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel sein, um den künftig häufigeren Überschwemmungen zu begegnen. Auch in ländlichen Schrumpfungsgebieten könnte er zur Beseitigung der Folgen des demografischen Wandels beitragen. Aber ist das Recht schon so weit angepasst, dass sich solche Maßnahmen durchsetzen ließen? Dieser Frage geht ein aktuelles Forschungsvorhaben des UBA nach.
Das Umweltbundesamt empfiehlt, schnell mit einer umfassenden Sanierung des Gebäudebestands in Deutschland zu beginnen. Eine aktuelle Studie des UBA zeigt nun, wie das gehen kann.
Welche Möglichkeiten – politisch und wirtschaftlich – gibt es, die Treibhausgasemissionen aus Mooren und Wäldern zu reduzieren? Dieser Frage widmet sich eine neue Studie des Umweltbundesamts (UBA). Sie betrachtet sowohl Maßnahmen auf internationaler Ebene (UNFCCC) wie auf Ebene der EU.
Energieversorger mindern um 1,7 Prozent