Ambrosia und Co.: UBA-Projekt zu Allergien und Klimawandel

Frau steht vor hohen, gelb blühenden Ambrosiapflanzen und muss niesenzum Vergrößern anklicken
Die Ambrosia blüht von Juli bis Oktober. Jede Pflanze bildet bis zu einer Milliarde Pollen.
Quelle: stadelpeter / Fotolia.com

Allergien stellen weltweit ein zunehmendes gesundheitliches Problem dar. Vor allem für Pollen-Allergien scheint der Klimawandel ein kritischer Faktor für diese Entwicklung zu sein. Im Rahmen einer Studie zu Allergien und Klimawandel wurden allergische Patienten aus zwei deutschen Bundesländern mit unterschiedlichem Regionalklima auf Sensibilisierungen gegen Ambrosia und Olive untersucht.

Ambrosia ist eine sich in Deutschland etablierende allergene Pflanze, Olive eine in Deutschland bisher nicht etablierte allergene Pflanze mit Klimawandel -bedingtem Ausbreitungspotential.

Die Studienergebnisse legen nahe, dass sowohl die weitere Ausbreitung von Ambrosia als auch die Etablierung von Olive zum prompten Auftreten allergischer Beschwerden gegen die Pollen dieser Pflanzen führen werden. Zur effektiven Anpassung von Präventions-, Diagnostik- und Therapiemaßnahmen sollten Klimawandel-bedingte Veränderungen im Pollen- und Sensibilisierungsspektrum so früh wie möglich erkannt werden. Die frühzeitige Erkennung sollte auf drei Säulen basieren: Monitoring von Indikatorpflanzen, Monitoring von Indikatorpollen, Monitoring der Sensibilisierung gegen Indikatorallergene.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit von Umweltbundesamt, RWTH Aachen und TU München durchgeführt.

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Schlagworte:
 Allergie  Klimawandel  Ambrosia  Olive  Pollenlast  Sensibilisierung