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Vom Gesetz zur grünen Realität – Skalierung durch Innovation

Jedes Kind soll Bäume pflanzen – per Gesetz zu einer Million Straßenbäumen in Berlin

Der Berliner BaumEntscheid e.V. hat viel erreicht: ein bundesweit einzigartiges, praxisorientiertes Klimaanpassungsgesetz für Kommunen, einen einstimmigen parteiübergreifenden Parlamentsbeschluss sowie die Zusage von Senat und Fraktionen, bis 2040 drei Milliarden Euro in Bäume, Stadtnatur und Klimaanpassung zu investieren. Am 21.11.2025 ist es als BäumePlus-Gesetz, offiziell als Berliner Klimaanpassungsgesetz (KAnGNBln) in Kraft getreten. Bäume, die ihre Umgebung um zwei bis zehn Grad kühlen können, sind unser wichtigster Helfer in der Klimaanpassung.

Eine der bislang am Wenigsten gewürdigten rechtlich-prozessualen Innovationen liegt in § 2 Nr. 16 und 23, in § 4 (2) und § 20 (1) Nr. 3. In letzter Minute der Verhandlung, vor allem durch die Initiative von Senat, CDU und SPD, haben wir den Rechtsbegriff des sogenannten “Entwicklungsbaums” definiert, ein Baum, der mit „naturbasierten innovativen Pflanzmethoden“, vor allem aus dem forstwirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Bereich, Bäume gepflanzt wurde und nach zehn Jahren vergleichbar einem handelsüblichen Baumschulbaum ist.

Diese Innovation löst einige zentrale Probleme, die auf Deutschlands Städte zukommt, dass viele Großstädte gleichzeitig Millionen von Bäumen kaufen und pflanzen wollen, die weder von den Baumschulen geliefert noch von den GALA-Baum-Betrieben gepflanzt werden können. Soll in zehn Jahren geliefert werden, müsste heute bestellt und vorfinanziert werden – Gelder, die in keiner Kommune eingeplant sind.

Gelingt es, und so die Innovation, die wir zusammen verhandelt und dann rechtlich beschlossen haben, kleine Setzlinge durch Bürger und Nachbarschaften pflanzen zu lassen, können nicht nur die Kosten in Berlin um dreistellige Millionensummen sinken, sondern auch der erforderliche Umfang zeitgerecht realisiert werden. Unser Projekt greift also diesen gesetzlichen Innovations- und Umsetzungsauftrag auf, trägt bestehendes State-of-The-Art-Wissen deutschland- und weltweit zusammen, macht das Wissen verfügbar und pilotiert im Rapid-Protoytping mit innovationsfreudigen Berliner Bezirken den Rollout der Methoden.

Wird Straßenbaum-Pflanzen beispiel so einfach, dass jedes Schulkind Bäumen pflanzen kann, zB zur Einschulung, wird Baumpflanzen zum neuen Volkssport, reguliert durch standardisierte neue „kinderleichte“ Verfahren. Diese Verfahren werden wir anschieben. Der BaumEntscheid e.V. transformiert damit die Theorie der Klimaanpassung in messbare Erfolge und umsetzbare Konzepte.

Nach der Verabschiedung des wegweisenden Berliner Klimaanpassungsgesetzes (3 Mrd. € Investitionsvolumen) fokussieren wir uns auf die Überwindung einer der zentralen Umsetzungsbarrieren in deutschen Kommunen, schnell genug Straßen- und Stadtbäume zu pflanzen. Für diese Methoden-Innovation validieren und skalieren wir kosteneffiziente, naturbasierte Pflanzverfahren (z. B. Tiny Forests, Setzlings-Methoden), die urbane Hitzeinseln um bis zu 2°C kühlen und die Schwammstadt-Infrastruktur (§ 4 BäumePlus-Gesetz) stärken. Mit dem ivilgesellschaftlichen Empowerment über rechtlich verankerten Pflanzrechte, insbesondere von „Nachpflanzungen durch Dritte“ mobilisieren wir Privatkapital und bürgerschaftliches Engagement für das Stadtgrün. Über eine digitale Wissensplattform und standardisierte „Starter-Manuals“ ermöglichen wir den nötigen Wissenstransfer für den Rollout und befähigen bundesweit Städte (aktueller Pilot bzw. BaumEntscheid Nr. 2 ist München), das Berliner Erfolgsmodell lokal zu adaptieren. Damit schaffen wir ein „Betriebssystem“ für die kommunale Klimaanpassung, das politische Mehrheiten sichert, politischen Willen und Rückhalt organisiert und gleichzeitig technisch-prozessuarle Lösungen für Hitze- und Starkregenschutz in die Fläche bringt.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
BaumEntscheid e.V. https://www.baumentscheid.de/
Kooperationspartner
Ecosia GmbH
GermanZero e.V.
Lokale Initiativen wie der BaumEntscheid München.

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
Ca. 80.000 € für die aktuelle Skalierungsphase
Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
  • Privat
  • Sonstige
Das Gesamtbudget für die Skalierungsphase beträgt 80.000 €.

Davon sind aktuell 30.000 € durch die Dieter Mennekes Umweltstiftung (DIMUS) als zweckgebundene Projektförderung für die methodische Entwicklung und Wissensplattform gesichert. Weitere Anteile werden über private Spenden und Unternehmenskooperationen abgedeckt.

Das Projekt ist durch die bereits zugesagte Anschubfinanzierung der DIMUS voll startfähig. Für die vollständige Umsetzung der wissenschaftlichen Validierungsstudie sowie den bundesweiten Rollout akquirieren wir derzeit die verbleibenden Mittel.

Weiterführende Links

Links zur Maßnahme

Beteiligung

Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
  • Breite Öffentlichkeit
  • Forschung/Beratung/Bildung
  • Öffentliche Verwaltung/Politik
  • Umwelt- und Sozialverbände

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Parteiübergreifende einstimmige Verabschiedung unseres Berliner Klimaanpassungsgesetzes (BäumePlus-Gesetz) im November 2025 mit einem zusagten Investitionsvolumen von 3 Mrd. € bis 2040 ein Jahr vor Zeitplan durch eine Verhandlungslösung statt eines Volksentscheid
Erläuterung
Ja. Der wissenschaftlichen Kontrollrat analog zum Expertenrat Klima des Bundesklimaschutzgesetzes sichert neben dem regelmäßigen Monitoring der Pflanz- und Umsetzungszahlen (Soll-Ist-Abgleich mit den gesetzlichen Zielen) auch die ggf. nötigen Sofortprogramme zur Nachbesserung, sollten Verwaltung und Politik das Gesetz nicht gemäß der festgeschriebenen Jahresfristen umsetzen.
Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
Unser Ziel ist die bundesweite Transformation: Wir haben bereits die BaumEntscheidsbewegung gestartet mit dem BaumEntscheid München, der bereits Unterschriften sammelt, und einem möglichen weiteren BaumEntscheid in Stuttgart mit einem Kickoff am 7. Juli 26. So entwickeln das Berliner Modell zu einem skalierbaren ‚Plug-and-Play‘-System für andere Kommunen weiter.
Die nächsten Schritte in unserem Projekt „Innovativ Pflanzen“ heißten
methodische Exzellenz und Digitalisierung: Gemeinsam mit Forschungsinstituten und Praxispartnern validieren wir innovative, kostensparende Pflanz- und Pflegemethoden (z. B. Setzlings-Scouting), um die Kapazitäten der Baumpflanzungen zu erhöhen.
Der Aufbau einer Open-Source-Wissensplattform sichert für lokalen Initiativen und aufgeschlossene Grünämter Wissen, Leitfäden und Ansprechpartner.
Unser Ziel ist bis Ende 2027 eine nationale Bewegung aufzubauen: Wir wollen in jedem Bundesland mindestens einen aktiven BaumEntscheid etablieren und so neben die Radentscheids- und Klimaentscheidsbewegung eine BaumEntscheidsbewegung zu ergänzen.

Hindernisse

Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
  • Nein

Kontaktdaten

Heinrich Strößenreuther
BaumEntscheid e.V.
c/o Ecosia GmbH
13347 Berlin
Deutschland
Abteilung
E-Mail
fundraising@baumentscheid.de
Telefonnummer
015203182884
Faxnummer

Ort der Umsetzung

Berlin, München, Bundesweit

Kategorien

Hitzeperioden Starkregen/Sturzfluten Trockenheit Höhere Durchschnittstemperaturen Freiwillige Vereinbarung, Kooperation Informationsbereitstellung und Sensibilisierung Naturbasierte Maßnahme (z.B. Begrünung, Renaturierung) Planungsinstrument (z.B. Landschaftsplan) Rechtsinstrument oder Regulierung (z.B. Ge- und Verbote) Nichtregierungsorganisation
Kurzlink: https://www.uba.de/n307700de