Planetary Health und klimasensible Hebammenarbeit - Klimavorsorge im Gesundheitswesen
Das Projekt ist ein seit März 2024 implementiertes Hochschulmodul (derzeit 20-40 Studierende/Jahr), das Hebammen gezielt auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels vorbereitet und sie zu wirksamen Akteur:innen der Klimavorsorge und Klimaanpassung qualifiziert. Es verbindet wissenschaftliche Grundlagen der Planetary Health mit berufsspezifischen Kompetenzen in Mitigation, Adaptation und klimasensibler Gesundheitsberatung. Damit adressiert es eine zentrale Lücke in der deutschen Hebammenausbildung und zahlt direkt auf die Zielsetzung des Bundespreises „Blauer Kompass“ ein, der innovative, wirksame und nachhaltige Lösungen zur Anpassung an Klimafolgen auszeichnet. Ergänzend wurde ein begleitendes Lehr- und Praxisbuch herausgegeben. Durch die Vermittlung von professionsbezogener Klimasensibilität trägt das Modul außerdem zur Reduktion der Treibhausgasemissionen des Gesundheitswesens bei.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Katholische Stiftungshochschule für angewandte Wissenschaften München https://www.ksh-muenchen.de/
- Kooperationspartner
- KSH München, DHBW Stuttgart, DHBW Heidenheim
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- Entwicklung des Moduls, Gewinnung von Lehrenden
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
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- Sonstige
- Die Hochschulen finanzieren Lehrbeauftragte durch Hochschul-Mittel. Alle weiteren Aufwendungen (oben unter Hindernisse beschrieben) werden von den Modulverantwortlichen und Herausgeberinnen des Buches getragen.
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Forschung/Beratung/Bildung
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
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Bereits nach der ersten Durchführung wurden folgende Praxisimpulse sichtbar: Einbindung klimaadaptiver Elemente in Beratungs- und Betreuungsgespräche, zB Empfehlungen für hitzegerechte Schwangerschaftsalltagsgestaltung, Hinweise zur Luftqualität (Feinstaubtage, Lüftungsverhalten, Mobilität), Risikobewertung für Neugeborene bei Extremwetterlagen. Eine Studierendengruppe hat zudem erfolgreich eine Einreichung beim 34. ICM Triennial Congress vorgenommen und kann nun ihre Photovoice-Reflexionen im Kontext einer wissenschaftlichen Poster-Vorstellung im Juni einem internationalen Publikum vorstellen.
Zudem konnten wir ein modulbegleitendes Lehrbuch herausgeben "Klimasensible Hebammenpraxis - Beiträge aus der Planetary Health-Perspektive", das die Lehrveranstaltungen flankiert und als Nachschlagewerk dient.
Diese frühen Praxistransfers zeigen, dass der Ansatz nicht nur theoretisch, sondern handlungsorientiert und unmittelbar wirksam ist, und somit eine breite Zielgruppe erreichen kann.
- Erläuterung
- Das Modul wird jedes Jahr an allen 3 Hochschulstandorten evaluiert, wenn das Modul abgeschlossen ist. Dazu werden unterschiedliche Evaluationsformate je nach Hochschulstandort herangezogen, zudem erfolgt die Evaluation des Wissenszuwachses über die regelhafte Vor- und Nachher-Erhebung mit dem "Fragebogen zur klimasensiblen Gesundheitskompetenz".
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
- Perspektivisch ist das Angebot übertragbar und skalierbar auf die Bedarfe anderer Gesundheitsdisziplinen (u.a. Pflege, Therapieberufe); dazu braucht es die Vernetzung mit und das Engagement von Personen aus den benachbarten Disziplinen. Das Projektende wird in den kommenden 4-6 Jahren gesehen, wenn ein Querschnitt-Curriculum, das derzeit entwickelt wird, flächendeckend in die hebammenwissenschaftlichen Bachelor-Studiengänge integriert sein soll. Zudem ist aktuell und perspektivisch über den akademischen Bildungskontext der Erwerb extracurricularer Inhalte möglich, so dass auch nicht-eingeschriebene Hebammen und Gesundheitsfachkräfte die Kompetenzen im Kontext mit Fort- und Weiterbildungsangeboten erwerben können; dazu sind finanzielle Ressourcen zum kostenarmen Angebot solcher Möglichkeiten nötig. Das Ausrichten einer transdisziplinären Konferenz zu Gesundheit rund um die Geburt im Angesicht der Herausforderungen aus Klimakrise und Überschreitung planetarer Grenzen wäre eine wichtige und notwendige, aber kostenintensive Weiterentwicklung.
Hindernisse
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- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
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- Nein
Kontaktdaten
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Karolina LuegmairKSH München81667 MünchenDeutschland
- Abteilung
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karolina.luegmair@ksh-m.de
- Telefonnummer
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089480928203
- Faxnummer