Klima.Land.Schafft: Wie Bildungshäuser & außerschulische Bildung sich an den Klimawandel anpassen
In Deutschland gibt es rund 1.670 außerschulische Bildungseinrichtungen. Sie tragen zur Klimakrise bei, indem sie meist fossile Energien nutzen und Flächen versiegeln. Gleichzeitig leiden sie unter den Folgen der Klimakrise: Hitze erschwert das Lernen, Gärten vertrocknen und Stürme beschädigen Gebäude.
Ziel von „Klima.Land.Schafft“ war es, die Anpassungsfähigkeit von Bildungsstätten, Jugendherbergen und Volkshochschulen an die Klimakrise und ihren Beitrag zum Klimaschutz zu fördern.
Von April 2023 bis August 2025 wurden folgende Maßnahmen umgesetzt und sind diese Ergebnisse entstanden:
• Eine landesweite Umfrage unter 73 Bildungseinrichtungen zu Wissen, Maßnahmen und Unterstützungsbedarfen zu Klimaschutz und -anpassung.
• Fünf zweitägige Bildungsmodule zu den Themen klimaresiliente Bildungseinrichtungen, klimaangepasste Veranstaltungen, vielfältige & resiliente Gärten, nachhaltiges & klimaangepasstes Kochen sowie Klimakommunikation. Alle Module wurden erprobt und zur Anwendung aufbereitet.
• Werkzeuge für Klimaanpassung. Dazu zählen die Verschattung von Seminarräumen, eine klimaangepasste Umgestaltung von Außenanlagen, die Entwicklung von Außenlernorten sowie eine Umstellung auf eine nachhaltige, klimaangepasste Verpflegung. Im Klimafit Lab erprobten zehn Bildungseinrichtungen, darunter eine Jugendherberge und Volkshochschule, diese über ein Jahr.
• Die Aufbereitung der Erkenntnisse im „Kompass Klimaanpassung“. Er umfasst eine Schritt-für-Schritt-Checkliste als Einstieg ins Thema und erprobte Anpassungsmaßnahmen (bspw. für Küche, Seminarräume und Außengelände). Methoden, um das Thema zu vermitteln, sowie Tipps aus Wissenschaft, dem Globalen Süden und Verbänden ergänzen den Leitfaden.
Eckdaten zur Maßnahme
Maßnahmenträger
- Maßnahmenträger
- Villa Fohrde - Bildungs- und Kulturhaus e.V. https://www.villa-fohrde.de
- Kooperationspartner
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Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V.
Daucum – Werkstatt für Biodiversität
Dauer und Finanzierung
- Beginn der Umsetzung
- Dauer der Umsetzung
- 28 Monate
- Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
- 206.000 €
- Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
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- Bund
- Privat
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Umsetzungskosten entstanden durch:
* Personalmittel für die Entwicklung und Umsetzung des Vorhabens,
* Honorare für die Entwicklung und Leitung von Bildungsmodulen sowie das Layout des Leitfadens
* Sachkosten für Seminarmaterialien, den Druck des Leitfadens und Literatur
* Reiskosten für Fahrten zu Bildungseinrichtungen
Die Finanzierung erfolgte wesentlich durch das Programm „Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ des BMUKN (FKZ: 67DAS265).
Weiterführende Links
- Links zur Maßnahme
Beteiligung
- Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
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- Forschung/Beratung/Bildung
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Bildungsstätten, Volkshochschulen, Jugendherbergen
Studierende
- Welche Formen der Beteiligung fanden statt?
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- Aufbau von Netzwerken
- Bereitstellung von Informationsmaterialien
- Dialogveranstaltungen, Konferenzen, Workshops
- Online-Befragung / -Dialog
- Erläuterung
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Ziel der Beteiligung war es, Leiter*innen und Mitarbeiter*innen von Bildungseinrichtungen sowie weitere Multiplikator*innen für Klimaanpassung zu sensibilisieren, zu qualifizieren und zur Umsetzung von Maßnahmen zu ermutigen.
Das Ergebnis sind 113 erreichte Personen über die Bildungsmodule und das Kimafit Lab sowie ca. 1.200 Personen über den Leitfaden und soziale Medien. Neben der geplanten Zielgruppe nahmen auch Mitarbeiter*innen aus Universitäten, Stadtverwaltungen und Ehrenamtliche teil.
Erfolge
- Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
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Das Projekt erzielte vier zentrale Erfolge:
1. Bundesweite Umfrage: 73 Bildungseinrichtungen zeigten, gängige Maßnahmen sind Verschattung, Extremwetter-Versicherungen und Wärmeschutz. Unterstützungsbedarf besteht bei Förderung, Beratung und Praxisbeispielen.
2. Pilotprojekte: zehn Einrichtungen (acht Bildungsstätten, eine Jugendherberge, eine VHS) setzten Maßnahmen um – etwa einen Außenlernort, Hitzeschutzkonzepte, biodiverse Außengelände, klimagerechte Ernährung und Begrünung zur Verschattung.
3. Bildungsmodule: 113 Mitarbeiter*innen lernten in acht Modulen Werkzeuge zu Klimaanpassung kennen – von Seminarmethoden über „Zukunftsbeete“ bis zu Kommunikationsstrategien – und erprobten diese.
4. Leitfaden „Kompass Klimaanpassung“: rund 1.000 Einrichtungen und Personen wurden durch den Leitfaden (gedruckt und digital), Online-Workshops und persönliche Ansprache erreicht. Über Social Media wurden 200 weitere Personen informiert.
- Wie wird der Erfolg der Maßnahme evaluiert?
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- Analyse (z.B. Soll-Ist-Abgleiche, Meilensteinabgleich, Medienanalyse)
- Feedback-Gespräche (z.B. Gruppendiskussion, Fokusgruppe, Erfahrungsberichte)
- Monitoring (z.B. Messung, Erfassung von Daten, TN-Zahlen, Webseitenklicks)
- quantitative Befragung (mittels Fragebögen)
- Erläuterung
- Die Maßnahme wurde mithilfe von Meilensteinen aus der Projektplanung, einem begleitenden Evaluationsworkshop mit den Projektpartnern, online-Fragebögen, Feedbackgesprächen und -bögen zu den Bildungsmodulen und dem Klimafit Lab sowie der Erhebung von TN-Zahlen evaluiert.
- Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
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Das Projekt wird weiterentwickelt, indem der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) sein digitales Austauschformat zu Nachhaltigkeit und Klimaanpassung in außerschulischen Bildungseinrichtungen verstetigt. Darüber hinaus setzen einige der zehn beteiligten Bildungseinrichtungen die von ihnen entwickelten Anpassungsmaßnahmen weiter um.
Die Villa Fohrde bietet das Bildungsmodul zu klimaangepasster, nachhaltiger Verpflegung auch künftig für Köch*innen und Mitarbeiter*innen in der Hauswirtschaf an. Die entwickelten Methoden zu Klimaanpassung fließen in künftige Seminare und Bildungsaktivitäten ein – dazu zählt beispielsweise die Weiterbildung „Vier Plus“ zu BNE in Brandenburg.
Der Leitfaden „Kompass Klimaanpassung“ wird in gedruckter Form und digital ebenfalls weiterverbreitet und genutzt.
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- Hat die Maßnahme positive Nebeneffekte?
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- Nein
Hindernisse
- Welche Hindernisse gab es während der Umsetzung?
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Hindernisse bestanden darin, für abstraktere Themen wie klimaangepasste Veranstaltungen und Klimakommunikation ausreichend Teilnehmende zu gewinnen. Lösungen lagen darin, Teilnehmende über Netzwerke anzusprechen und ein Bildungsmodul für Leitungskräfte als Online-Modul zu konzipieren.
Den Leitfaden ansprechend und praktisch zu gestalten, war eine weitere Herausforderung. Hier half es, die Rückmeldung von Praktikern bei der Entwicklung einzuholen und ausreichend Zeit für das Design einzuplanen.
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- Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
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- Nein
Kontaktdaten
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Sebastian WehrsigVilla Fohrde Bildungs- und Kulturhaus e.V.August-Bebel-Straße 4214798 Havelsee OT FohrdeDeutschland
- Abteilung
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sebastian.wehrsig@villa-fohrde.de
- Telefonnummer
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033834-50282
- Faxnummer
Ort der Umsetzung
August-Bebel-Straße 42
14798 Havelsee
Deutschland