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HEAL Hitzeanpassung für vulnerable Bevölkerungsgruppen

HEAL entwickelte klimaangepasste Strategien zum Schutz hitzesensibler Bevölkerungsgruppen. Kernprodukt ist eine webbasierte Routinganwendung, die auf Basis von Echtzeit-Sensordaten, Verschattungsinformationen durch Gebäude und Vegetation und nutzerbezogenen Anforderungen Wege mit geringerer Hitzebelastung berechnet. Die App führt möglichst durch Parks und schattige Bereiche, vermeidet stark sonnenexponierte Hauptachsen und zeigt zusätzlich Wegtyp, Oberfläche und Steigung an. Ergänzt wird das digitale Angebot durch analoge Karten, Heat Maps, Workshops und Broschüren. Für die Stadtplanung wurden darüber hinaus innovative Hitzerisikoanalysen des Fußwegenetzes erstellt, welche perspektivisch bei der Planung und Priorisierung von Hitzeschutzmaßnahmen unterstützen können.

Eckdaten zur Maßnahme

Maßnahmenträger

Maßnahmenträger
Universität Heidelberg in Kooperation mit dem Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) https://heigit.org/de/
Kooperationspartner
Verbundprojekt aus: HeiGIT, GIScience Research Group Universität Heidelberg, TdLab Geographie Universität Heidelberg. Als externer Umsetzungspartner: Stadt Heidelberg, insbesondere Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie sowie Digitalagentur der Stadt Heidelberg. Eingebunden waren außerdem organisierte Zivilgesellschaft und Zielgruppen wie Akademie für Ältere Heidelberg e.V.

Dauer und Finanzierung

Beginn der Umsetzung
Wie hoch waren die (geschätzten) Kosten für die Umsetzung?
531.590,00 € zzgl. Mwst (Personal, Technik, Daten)
Mit welchen Mitteln wurde die Maßnahme finanziert?
  • Sonstige
Baden-Württemberg Stiftung, Programm "Innovationen zur Anpassung an den Klimawandel")

Weiterführende Links

Beteiligung

Wurden neben den Kooperationspartnern andere Personengruppen/Institutionen in die Planung/Umsetzung der Maßnahmen eingebunden?
  • Breite Öffentlichkeit
  • Forschung/Beratung/Bildung
  • Schüler*innen
  • Öffentliche Verwaltung/Politik
  • Presse

Erfolge

Welche Erfolge konnten Sie mit Ihrer Maßnahme erzielen?
Entwicklung und Veröffentlichung einer funktionsfähigen webbasierten HEAL-App für Heidelberg mit Nutzung von Echtzeitsensordaten,
Einbindung vulnerabler Gruppen und lokaler Akteure in Co-Design und Tests,
Bereitstellung von Broschüren und Heat Maps für die Öffentlichkeit in Kooperation mit der Stadt Heidelberg, Transfererfolg durch Ausweitung auf Worms,
wissenschaftliche Publikationen sowohl mit Fokus auf transdisziplinären Ansatz und Umsetzung sowie technische Umsetzung; eine weitere Publikation zum transdisziplinären Framework der Sensorstandortauswahl ist aktuell in Bearbeitung.
Erläuterung
Eine systematische Evaluation wurde im Projekt umgesetzt. Die Entwicklung der Routinganwendung erfolgte partizipativ und wurde durch eine Interimsevaluation des Prototyps begleitet. Dabei wurden Nutzer*innen gezielt in Tests einbezogen, um Rückmeldungen zur Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit zu erhalten und die Anwendung iterativ weiterzuentwickeln. Zusätzlich wurde im Rahmen einer öffentlichen Testveranstaltung strukturiertes Nutzerfeedback zur Bedienbarkeit und Praxistauglichkeit der Anwendung erhoben und in die Weiterentwicklung integriert.
Seitenaufrufe der browserbasierten Anwendung wurden nach Bekanntgabe und Projektabschluss dokumentiert.
Wie planen Sie Ihr Projekt weiterzuentwickeln?
Die im Projekt HEAL entwickelte hitzevermeidende Routinganwendung wurde von Beginn an so konzipiert, dass Ansatz und technische Umsetzung auf andere Städte übertragbar sind (open data, open source). Entsprechend wurde das Konzept nach Projektabschluss bereits erfolgreich auf eine weitere Kommune übertragen: Seit 2025 steht die Anwendung z.B. auch für die Stadt Worms zur Verfügung. Darüber hinaus fließen die im Projekt entwickelten Methoden, Datengrundlagen und Beteiligungsformate in Folgeprojekte sowie in die weitere Hitzeanpassungsforschung ein. Auch auf kommunaler Ebene werden die Ergebnisse weiter genutzt, etwa im Rahmen von Hitzeschutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien der Stadt Heidelberg. Dadurch wirken die im Projekt erarbeiteten Lösungen über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus und tragen langfristig zur Weiterentwicklung praxisnaher Klimaanpassungsmaßnahmen bei. Die deutschlandweite Skalierung der Anwendung, Begleitforschung durch ein Folgeprojekt sowie Wirkevaluierung des Hitze-vermeidenden Routings sind derzeit parallel in Vorbereitung.

Hindernisse

Hat die Maßnahme negative Nebeneffekte?
  • Nein

Kontaktdaten

Kathrin Foshag
HeiGIT (Heidelberg Institute for Geoinformation Technology)
Universität Heidelberg, Geographisches Institut
69120 Heidelberg
Deutschland
Abteilung
E-Mail
kathrin.foshag@uni-heidelberg.de
Telefonnummer
06221545587
Faxnummer

Ort der Umsetzung

Baden-Württemberg, Heidelberg Städte

Kategorien

Hitzeperioden Höhere Durchschnittstemperaturen Freiwillige Vereinbarung, Kooperation Informationsbereitstellung und Sensibilisierung Planungsinstrument (z.B. Landschaftsplan) Technische Maßnahme (z.B. Baumaßnahme) Umweltbeobachtung und Erforschung von Folgen des Klimawandels Forschungseinrichtung
Kurzlink: https://www.uba.de/n307253de