Beschaffungsleitfaden für Betonwaren
Flächeninanspruchnahme durch Kiesabbau lässt sich erheblich reduzieren, wenn Recycling-Beton zum Einsatz kommt. Die im neuen Beschaffungsleitfaden für Betonwaren aufgeführten Anforderungen fördern den vermehrten Einsatz rezyklierter Gesteinskörnungen.
Produkte aus Beton können auf ihrem gesamten Lebensweg Umweltbelastungen verursachen. Die im Leitfaden genannten Anforderungen beziehen sich daher sowohl auf die bei der Herstellung und Oberflächenbehandlung eingesetzten Ausgangsstoffe als auch auf die Nutzungsphase und die Entsorgung.
Da Betonwaren für den Straßen-, Garten- und Landschaftsbau, wie z. B. Pflastersteine, Platten, Bordsteine sowie Straßenmöbel teilweise großflächig so verbaut werden, dass sie in Kontakt mit Boden oder Regenwasser kommen, sorgen Anforderungen an die Versickerungsfähigkeit und an eine möglichst geringe Schadstofffreisetzung aus diesen Produkten für eine Verringerung der Umweltbelastung aus befestigten Flächen. Die im Leitfaden enthaltenen Kriterien fördern zudem den Einsatz ressourcenschonender Rezyklate sowie klimaschonende Lösungen für Herstellung und Transport der Betonwaren.
Der Leitfaden basiert auf den Kriterien des Umweltzeichens Blauer Engel für Betonwaren mit rezyklierten Gesteinskörnungen für den Straßen und GaLaBau (DE-UZ 216), Ausgabe Januar 2025.