Risiken und Nebenwirkungen für Mensch und Planeten im Blick
Mit dem Übereinkommen von Paris ist die EU gehalten, ihr langfristiges Klimaschutzziel zu überdenken. Im Auftrag des UBA ist das Szenario „treibhausgasneutrales Europa 2050“ entstanden, das zeigt, wie Europa mit einer vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Energieversorgung – unterstützt durch Energieeffizienz, Elektrifizierung und weitere Maßnahmen – treibhausgasneutral werden kann.
Ob Begrünung des Bürodachs, Entsiegelung des Schulhofes, Anbau klimaangepasster Pflanzensorten in der Landwirtschaft oder Maßnahmen zum Hochwasserschutz – bereits zum vierten Mal zeichnet das UBA lokale und regionale Projekte aus, die konkret dazu beitragen, den Folgen des Klimawandels in Deutschland zu begegnen. Gesucht werden Projekte mit Weitsicht und vorausschauender Planung.
Die Folgen der globalen Erderwärmung werden in Deutschland spürbarer und lassen sich immer besser belegen.
Ein SeeElefant als maritime Müllabfuhr, ein Wickelhaus aus Karton, die Integration von Mehlwurmfarmen in Bäckereibetrieben oder ein Sharingsystem für E-Lastenräder im urbanen Raum – mit innovativen Problemlösungen und Kreativität antworten die Produkte und Ideen des achten Bundespreises Ecodesign auf die Frage einer nachhaltigen Lebensgestaltung in Zeiten von Ressourcenknappheit und Klimawandel.
In Deutschland fielen 2017 insgesamt 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsabfall an, rund 227 kg pro Kopf. Das ist ein Anstieg um drei Prozent gegenüber 2016. Die Ursachen sind vielfältig. Ein wesentlicher Treiber ist das Wirtschaftswachstum, aber auch Trends zu kleineren Portionen, Versandhandel und Außer-Haus-Verzehr.
Am 15. und 16. November sind über 150 Teilnehmende der deutschen Umweltverbände, Verwaltung und Wissenschaft mit dem Gewässerschutzforum zu Gast beim UBA in Dessau-Roßlau. Sie diskutieren mit Vertretenden der nationalen Politik, wie die Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie erreicht werden können. Die Umweltverbände mahnen eine Gewässerschutzoffensive zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie an.
Im Durchschnitt fallen jährlich 22 Kilogramm Elektroschrott pro Person an, doch nur 45 Prozent davon werden auch ordnungsgemäß zurückgegeben. Auf diese Weise gehen große Mengen wertvoller Rohstoffe, die recycelt werden könnten, verloren. Darum startete am 14. November eine bundesweite Aufklärungskampagne der stiftung ear, die vom Bundesumweltministerium und dem UBA unterstützt wird.
Jedes Jahr entstehen weltweit Schäden durch Umweltkriminalität in Höhe von bis zu 259 Milliarden Dollar. Auch wenn die in Deutschland erfassten Fälle zurückgegangen sind – laut einer aktuellen UBA-Studie werden viele Verstöße nicht verfolgt. Das UBA empfiehlt daher ein konsequenteres Vorgehen und bessere Bedingungen für die Verfolgung von Umweltstraftaten.
Kernpunkte des Konzepts: Die Zahl der Flüge senken, Steuern angleichen, Lärm reduzieren, Bahn und klimaschonende Kraftstoffe fördern.
Das UBA hat in seiner neuen RESCUE-Studie untersucht, wie Deutschland bis 2050 Treibhausgasneutralität erreicht und gleichzeitig 70 % weniger Rohstoffe und Ressourcen nutzen kann. Die Studie zeichnet dazu in sechs Szenarien mögliche, im Detail aber noch auszugestaltende Pfade auf. Sie sollen der Bundesregierung helfen, das vereinbarte Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 mit Leben zu füllen.
Nach 20 bis 30 Jahren haben Windenergieanlagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und müssen rückgebaut werden. Hierfür gibt es bislang wenig Erfahrung. Das UBA hat deshalb in einem umfangreichen Forschungsprojekt den Stand der Technik untersucht, Recyclingmengen berechnet und die Finanzierung betrachtet. Bund und Länder sollten zügig Leitlinien für den Rückbau von Windenergieanlagen erarbeiten.