Pressedossier Verpackungen und Verpackungsabfälle
An dieser Stelle finden Sie einen Überblick über Inhalte des Umweltbundesamtes zum Thema Verpackungen und Verpackungsabfälle.
An dieser Stelle finden Sie einen Überblick über Inhalte des Umweltbundesamtes zum Thema Verpackungen und Verpackungsabfälle.
Ziele des Verpackungsrechts sind Umweltschutz und fairer Wettbewerb. Es schont natürliche Ressourcen, indem Abfälle vermieden, hochwertig verwertet und Rohstoffe im Kreislauf geführt werden. Die EU-Verpackungsverordnung und das deutsche Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) verpflichten u. a. Hersteller zur Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Verpackungen.
Immer weniger Getränke werden in Mehrwegflaschen abgefüllt. Die neueste Auswertung der Getränkeabfüllung in Deutschland zeigt, dass der Anteil von Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweggetränkeverpackungen 2016 auf einen neuen Tiefststand gesunken ist: rund 44 Prozent. Damit wird das in der Verpackungsverordnung vorgegebene Ziel von 80 Prozent am Gesamtverbrauch deutlich verfehlt.
Hersteller bestimmter Verpackungen müssen im neuen Verpackungsregister LUCID registriert sein, sonst dürfen sie ihre Verpackungen ab dem 1. Januar 2019 nicht mehr in Verkehr bringen. Das neue Verpackungsgesetz wird so mehr Transparenz und Fairness bei der Verpackungsentsorgung schaffen. Denn im Register ist für jeden erkennbar, ob ein Hersteller seine Produktverantwortung wahrnimmt.
Verpackungen werden in Deutschland zwar getrennt gesammelt, sind aber immer noch ein Gemisch verschiedenster Kunststoffe und Metalle. Mit Hilfe des Umweltinnovationsprogramms entstand im hessischen Gernsheim eine Sortieranlage, die durch bessere Sortiertechnik dafür sorgt, dass künftig mehr Kunststoffverpackungen zu neuen Produkten recycelt anstatt zur Energiegewinnung verbrannt werden.
In Deutschland werden so viele Verpackungen verbraucht wie nie zuvor - das zeigen die aktuellen Zahlen.
2013 wurden 17,1 Mio. Tonnen Verpackungen verbraucht. Dies ist der bisher höchste Wert und entspricht einem pro Kopf Verbrauch von 212 kg. Die Verpackungsabfälle gingen zu 71,2 Prozent in die werkstoffliche Verwertung, wo das Material erhalten bleibt, um neue Produkte daraus herzustellen. Insgesamt kamen 97,6 Prozent zum Recycling oder zur energetischen Verwertung (Verbrennung mit Energienutzung).
Der Versand von Waren erfordert Verpackungen. Doch die Herstellung jeder Verpackung ist immer mit Umweltbelastungen verbunden. Die Entscheidung über die Ausgestaltung einer Versandverpackung wirkt sich auch auf deren Umwelteigenschaften aus. Wichtig ist daher, die Wahl der Versandverpackung so zu treffen, dass die Ware unbeschadet bleibt und gleichzeitig die Umweltbelastungen gering sind.