Glossar
P
Perzentil
Statistischer Wert, der von einem bestimmten Prozentsatz der Messergebnisse einer Stichprobe eingehalten wird (z.B. 95 Perzentil ist der Wert, der von nur 5 % der Stichprobe überschritten wird)
Pestizide
Sammelbezeichnung für chemische oder biologische Stoffe, die Organismen (Tiere, Pilze, Pflanzen, Mikroorganismen) abtöten oder in ihrer Schadwirkung hemmen. Pestizide umfassen die Stoffgruppen Pflanzenschutzmittel und Biozide.
Petrothermale Geothermie
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Aus tiefen Gesteinsschichten kann auch geothermische Energie gewonnen werden, wenn kein natürlich vorkommendes Tiefenwasser vorhanden ist. Hierzu werden spezielle Methoden angewendet, die die Durchlässigkeit für Wasser im heißen Tiefengestein erhöhen. Bei solchen sogenannten petrothermalen Geothermiesystemen wird dann Wasser im Kreislauf immer wieder durch die neu geschaffenen Fließwege gepumpt und über der Erde zur Energieversorgung verwendet. Um dies zu ermöglichen wird bei der Erschließung des Reservoirs Wasser mit hohem Druck in die Erde gepresst (hydraulische Stimulation). Eine andere Methode nutzt eine Eigenschaft bestimmter Gesteine aus, hierbei werden durch Einbringen einer Wasser-Säure-Mischung die nötigen Fließwege durch Auflösen des Gesteins geschaffen (chemische Stimulation).
Pfahlbuhne
Schräg zur Uferlinie installierte dichte Reihen nicht austriebsfähiger Pfähle im Gewässerbett.
Quelle: Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung (2013): Ingenieurbiologische Bauweisen an Fließgewässern, Teil 1 – Leitfaden für die Praxis
PFAS
Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen
PFC
Per- und polyfluorierte Chemikalien
Pflanzenfuß
Als Fuß bezeichnet man bei Pflanzen den Bereich, an der sich die Triebe aus der Erde schieben.
pflanzenschädigenden Nematoden
Pflanzenschädigende Nematoden (oft auch als pflanzenpathogene oder pflanzenparasitäreNematoden bezeichnet)stechen Pflanzenzellen an und saugen sie aus. Einige Arten nutzen die Pflanzen auch, um sich in ihnen zu vermehren. Auffällige Schadbilder verursachen beispielsweise gallbildende Wurzelnematoden: Sie legen ihre Eier in die Wurzeln ihrer Wirtspflanzen, woraufhin sich an den Wurzeln kugelähnliche Gebilde entwickeln. In diesen wachsen die Larven heran. Pflanzenschädigende Nematoden sind nicht zu verwechseln mit den nützlichen Nematodenarten, die unter anderem gegen Schnecken sowie gegen Larven von Trauermücken, Schadkäfern und Schadfaltern eingesetzt werden können.
Pflanzenschutzmittel
Landwirtschaftlich genutzte Pestizide, die in folgende Klassen unterteilt werden: Herbizide (gegen Pflanzen), Fungizide (gegen Pilze), Insektizide (gegen Insekten), Akarizide (gegen Milben / Spinnentiere), Rodentizide (gegen Nagetiere), Molluskizide (gegen Schnecken), Nematizide (gegen Nematoden), Wachstumsregler (Mittel zur Steuerung biologischer Prozesse) und Vorratsschutzmittel / inerte Gase (gegen Vorratsschädlinge).
Pflanzenstärkungsmittel
Pflanzenstärkungsmittel sind Stoffe und Gemische einschließlich Mikroorganismen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, allgemein der Gesunderhaltung der Pflanzen zu dienen, oder Pflanzen vor nichtparasitären Beeinträchtigungen zu schützen. Sie dürfen keine schädlichen Wirkungen auf Menschen, Tiere oder das Grundwasser und auch keine sonstigen nicht vertretbaren Auswirkungen auf den Naturhaushalt haben. Im Gegensatz zu Pflanzenschutzmitteln wird dies jedoch nicht durch Studien überprüft.