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PFAS-Sanierung in Böden und Grundwasser

Mobile Grundwasserbehandlungsanlage
Mobile Grundwasserbehandlungsanlage
Quelle: Frauenstein / Umweltbundesamt

Nachsorgender Boden- und Grundwasserschutz bei PFAS-Kontaminationen ist flächenhaft kaum möglich. Sanierungsmaßnahmen beschränken sich auf punktuelle Einträge und Hotspots. Bei flächenhaften Kontaminationen kommen aktuell nur Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen (z.B. für die Nutzung von Böden) in Betracht, die aber nicht zur Reduzierung der Belastung beitragen.

Die gesamte Stoffgruppe der PFAS stellt hohe Anforderungen an die Analytik in Boden und Grundwasser sowie an Sanierungs- und Managementkonzepte. PFAS sind nicht biologisch abbaubar und thermisch äußerst stabil. Deshalb ist die Sanierung kontaminierter Böden und Grundwasser aufwändig und mit verhältnismäßigen Mitteln oft nicht zu erbringen. Außerdem verbleiben dabei oft Schadstoffreste in der Umwelt.

Eine vollständige Sanierung verunreinigter Böden ist derzeit gesichert nur durch thermische Bodenbehandlung mit Temperaturen über 1200 °C möglich. Die Deponierung PFAS-haltiger Böden ist grundsätzlich möglich, verlagert aber nur das Problem und ist mit hohen Folgekosten verbunden. Verschiedene Methoden zur Immobilisierung von PFAS in Böden stehen für die praktische Anwendung zur Verfügung. Der Nachweis der Langzeitsicherheit der marktverfügbaren Produkte gilt in Deutschland als noch nicht erbracht, da bislang zu wenig Erfahrungen vorliegen.

Langkettige PFAS in der Wasserphase lassen sich aufgrund ihrer guten Adsorptionsfähigkeit mit Aktivkohlefiltern entfernen. Dies ist bei kurzkettigen PFAS aufgrund der hohen Mobilität nur begrenzt möglich. D.h. die Aktivkohlefilter müssen bei Belastungen mit kurzkettigen PFAS deutlich häufiger ausgetauscht werden. In der Trinkwasseraufbereitung sind Verfahren wie Umkehrosmose und Ionenaustauch in Verbindung mit Aktivkohle etabliert, führen aber zu einer signifikanten Kostensteigerung. 

Die derzeitig standardmäßige Kläranlagentechnik ist nicht in der Lage, PFAS wirksam aus Abwasser zu entfernen. Diese müssten um Verfahrensstufen analog zur Trinkwasseraufbereitung ergänzt werden, was die Behandlung stark verteuert. Eine länderübergreifende Arbeitshilfe zu Sanierung und Management von PFAS-Kontaminationen entstand im Rahmen eines ⁠UBA⁠-Forschungsvorhabens.

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