Direkt zum Inhalt Direkt zum Hauptmenü Direkt zur Fußzeile

Chemikalien

Chemikalien gehören zu den am stärksten regulierten Bereichen im Umweltschutz. Gleichwohl besteht immer noch Handlungsbedarf: Chronische Gesundheitsschäden durch Chemikalien in Innenraumluft, Gebrauchsgegenständen oder Nahrungsmitteln bleiben ein Thema. Pflanzenschutzmittel treffen nicht nur „Schadorganismen“ sondern auch viele Nützlinge. Biozide belasten die Gewässer. Arzneimittelrückstände in Böden und Wasser sind ein Risiko für die dort lebenden Organismen. Hormonelle Wirkungen von Stoffen beeinflussen die Fortpflanzungsfähigkeit von Pflanzen und Tieren. Und schließlich wirken die Stoffe nicht einzeln, sondern als Gemische auf die Umwelt – häufig addiert sich ihre Wirkung. Einige Schritte sind getan, aber der Weg zur Nachhaltigkeit in der Chemie ist noch weit.

Chemikalien

Chemikalien in Erzeugnissen: EU-Life-Projekt AskREACH gestartet

Ein Barcode auf einem Produkt wir mit einem Smartphone gescannt

Einige Stoffe sind schädlich für Mensch und Umwelt. Das Projekt AskREACH sensibilisiert europaweit Bevölkerung, Handel und Industrie für sogenannte „besonders besorgniserregende Stoffe“ in Erzeugnissen. Über eine Smartphone-App können sich Verbraucher über solche Stoffe informieren oder Lieferanten dazu anfragen. Die europäische Chemikalienverordnung REACH setzt dazu den gesetzlichen Rahmen.

Chemikalien

REACH-Kandidatenliste hat 174 besonders besorgniserregende Stoffe

Strukturformeln von PFHxS und BPA

Der zuständige Ausschuss der Mitgliedstaaten der Europäischen Chemikalienagentur hat einstimmig zwei Vorschlägen von Frankreich und Schweden zur Identifizierung von Bisphenol A (BPA) bzw. Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) als besonders besorgniserregende Stoffe unter REACH (SVHC) zugestimmt. Mit der Aufnahme von PFHxS umfasst die REACH Kandidatenliste dann 174 Stoffe.

Chemikalien

Fipronil-Rückstände in Eiern durch belastetes Desinfektionsmittel

Eine Schachtel mit Eiern.

In Millionen Eiern aus den Niederlanden wurden Rückstände des Insektizids Fipronil nachgewiesen. Nach vorliegenden Erkenntnissen sind diese Rückstände auf Belastungen des Desinfektionsmittels Dega-16, welches mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel versetzt war, zurückzuführen. Auch in einigen Betrieben Niedersachsens kam Dega-16 zum Einsatz. Die Belastung der hier erzeugten Eier wird geprüft.

Chemikalien

Vulkanisierungsbeschleuniger DCBS: Hersteller muss informieren

Ein Gummireifen.

DCBS ist ein Vulkanisationsbeschleuniger und wird bei der Gummiherstellung verwendet. Das Umweltbundesamt (UBA) hat gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Stoffbewertung durchgeführt. Am Ende standen Forderungen nach Daten und Information vom Hersteller. Der Widerspruch eines Reifenproduzenten gegen die Informationsanforderungen wurde jetzt als unzulässig abgelehnt.

Chemikalien, Nachhaltigkeit | Strategien | Internationales

Internationales Kompetenzzentrum für nachhaltige Chemie eröffnet

Übergabe Gründungsurkunde ISC3 Geschäftsführer Friedrich Barth und an Dr. Christoph Beier, GIZ

Bundesumweltministerium und UBA gaben den Startschuss für das neue International Sustainable Chemistry Collaborative Centre ISC3 mit Sitz am UN-Standort Bonn. Mit zunächst 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern soll das ISC3 einen substanziellen Beitrag zu einer nationalen und weltweiten Chemikalienpolitik leisten und Triebfeder für die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele sein.

Chemikalien, Boden | Fläche, Landwirtschaft

Umweltbelastung durch Tierarzneimittel verringern

Bunte, illustrierte Pillen und Kapseln bilden die Umrisse einer Kuh vor einem mattgrünem Hintergrund

Tierarzneimittel stehen zunehmend im öffentlichen Fokus. Denn nur ein Teil des Wirkstoffs wird vom Körper aufgenommen, der Rest wird ausgeschieden und kann so über die Düngung in Boden Wasser gelangen. Das kann negative Auswirkungen auf die dort lebenden Organismen haben. Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, wie man dem Problem vorbeugen und es mindern kann.

Chemikalien, Nachhaltigkeit | Strategien | Internationales

Beratungen zum Chemikalienmanagement beginnen in Brasilia

Brücke in Brasilia

Die weitere Ausgestaltung internationaler Regeln für den Umgang mit Chemikalien wird vom 7. bis 9. Februar auf der UN-Environment-Konferenz zum Chemikalienmanagement in Brasilia diskutiert. Die UN-Konferenz soll Vorschläge für die Gestaltung der langfristigen internationalen Chemikalien- und Abfallpolitik erarbeiten und bis 2020 zum Beschluss vorlegen.

Chemikalien

Chemikalienrecht: REACH könnte Importerzeugnisse sicherer machen

zwei Frauen in einem Sportraum trainieren mit Gymnastikbällen und Hanteln auf einer Matte

Die EU könnte eine Zulassungspflicht für Importerzeugnisse wie Kleidung, Sportartikel und Spielzeug einführen, um Mensch und Umwelt besser vor dort enthaltenen „besonders besorgniserregenden Stoffen“ zu schützen. Eine entsprechende Anpassung der europäischen Chemikalienverordnung REACH würde nicht gegen Welthandelsrecht verstoßen, so ein UBA-Rechtsgutachten.

Chemikalien

Abschlussworkshop Pfade und Trends zu POPs (2016)

Am 18. November 2016 fand in Berlin der Abschlussworkshop des Ressortforschungsvorhabens (UFOPLAN-Vorhaben) „Evaluierung von Monitoringdaten zu POPs, POP-Kandidaten und Ersatzstoffe zur Aufklärung von Ursachen, Pfaden und Trends der Umweltbelastung“ (FKZ 3715 65 423 0) statt.

Chemikalien

Konservierungsmittel MIT als Gefahrstoff eingestuft

Konservierungsmittel MIT als Gefahrstoff eingestuft

MIT ist vom RAC, dem Ausschuss für Risikobewertung und Risikobeurteilung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), für den Bereich „Menschliche Gesundheit“ als akut giftiger und Allergie auslösender Gefahrstoff eingestuft worden. Informationen der Gefahrstoffschnellauskunft (GSA) zu MIT.

Chemikalien, Wirtschaft | Konsum

Schadstoffe in Bauprodukten: Neue Empfehlungen für Tests

Bauarbeiter verlegen bitumenhaltige Dachbahnen.

Um die Umweltverträglichkeit von Bauprodukten zu verbessern, sind zeitgemäße Prüfverfahren erforderlich. Aus Bauprodukten können viele Stoffe auslaugen, für die es keine Beurteilungswerte zu deren Umweltverträglichkeit gibt. Gerade solche Stoffauslaugungen lassen sich am besten mit ökotoxikologischen Tests bewerten. Zur Durchführung dieser Tests hat das UBA neue Empfehlungen veröffentlicht.

Chemikalien, Wasser

30 Jahre nach Sandoz-Chemieunglück: Wieder Lachse im Rhein

Ein breiter, ruhiger Fluss. Rechts und links viel grüne Natur mit Bäumen.

Der Zustand der deutschen Flüsse hat sich weiter verbessert. Im Rhein und vielen weiteren Flüssen lassen sich deutlich mehr Fischarten als vor 30 Jahren beobachten. Lachse, die zwischenzeitlich fast ausgestorben waren, fühlen sich in deutschen Gewässern wieder heimisch.

Kurzlink: www.uba.de/t54de