Indikator: Energieverbrauch der Industrie
Monitoringbericht 2023 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel
Alle Wirtschaftsbereiche verbrauchen fast drei Viertel der in Deutschland benötigten Primärenergie. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am Primärenergieverbrauch aller Produktionsbereiche lag 2023 bei rund 47 Prozent. Der Energiebedarf dieses Gewerbes blieb im Zeitraum 2010 bis 2021 etwa konstant und sank danach, wie auch der spezifische Energieverbrauch pro Tonne Stahl, Glas oder Chemikalien.
Die Nichteisenmetallindustrie umfasst vorrangig die Produktion der Massenmetalle Kupfer, Aluminium, Blei und Zink. Aber auch Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin werden in den Produktionsanlagen der NE-Metallindustrie verarbeitet.
Unternehmen müssen seit 1991 Störfälle und sonstige meldepflichtige Betriebsstörungen bei den Landesbehörden melden. Bisher wurden zwischen 11 und 41 derartige Ereignisse pro Jahr gemeldet. Die häufigsten Ursachen im Jahr 2024 waren technische Fehler und Bedienfehler, organisatorische Fehler sowie System- und Auslegungsfehler. Die häufigsten Folgen waren Freisetzungen von gefährlichen Stoffen.
Die Industrie sowie Gewerbe, Handel, Dienstleistungen verbrauchen zusammen gut 40 Prozent der Endenergie in Deutschland. Nachdem sie den Verbrauch während der Corona-Pandemie und der „Energiekrise“ 2022 und 2023 gemindert hatten, stagniert er bzw. ist wieder gestiegen. Der Anteil fossiler Energien ist in der Industrie mit über 50 Prozent noch zu hoch, Einsparpotenziale müssen erschlossen werden.