Europäische Forschungsagenda für Boden & Fläche
Angesichts steigender Nutzungsansprüche im deutschen Küstenraum soll das IKZM dazu beitragen, den Küstenbereich als ökologisch intakten und wirtschaftlich wachsenden Lebensraum zu erhalten und zu entwickeln. Die maritime Raumordnung zielt darauf, den Meeresraum nachhaltig zu ordnen, zu entwickeln und zu sichern (Aufstellung von verfahrensbasierten Raumordnungsplänen).
Jeder Mensch in Deutschland beanspruchte im Jahr 2021 im Durchschnitt 47,7 Quadratmeter nur für Wohnen - mit steigender Tendenz. Dabei wachsen einerseits Neubaugebiete auf der „grünen Wiese“, andererseits stehen innerorts immer mehr Wohnungen, Gebäude oder Grundstücke leer. Das Umweltbundesamt setzt sich für einen sparsamen Umgang mit Flächen ein.
Der Handel mit Flächenzertifikaten soll die Flächenneuinanspruchnahme steuern. Städte und Gemeinden dürfen nur noch eine bestimmte Menge an Außenbereichsfläche neu bebauen. Das UBA führte mit ausgewählten Kommunen einen überregionalen Modellversuch zum Flächenhandel durch.
Mehr als die Hälfte der deutschen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Dieser Anteil sinkt langsam, während der Anteil für Siedlung und Verkehr stetig steigt. Ziel einer nachhaltigen Flächennutzung ist es daher, den Flächenverbrauch durch Siedlung und Verkehr zu senken und gleichzeitig vorhandene Flächen für Siedlung und Verkehr optimal zu nutzen und ökologisch aufzuwerten.