Kompost im Garten: Die Mischung macht's
Wohin mit Laub, Kartoffelschalen und Rasenschnitt? Am besten auf den eigenen Kompost. Wie's funktioniert, erklärt die UBA-Kompostfibel.
Wohin mit Laub, Kartoffelschalen und Rasenschnitt? Am besten auf den eigenen Kompost. Wie's funktioniert, erklärt die UBA-Kompostfibel.
Werden Bioabfälle kompostiert oder zu Biogas vergoren, ist das gut für die Umwelt – wenn dabei nicht zu viele klimaschädliche Gase wie Methan entweichen. Eine UBA-Studie hat Treibhausgasemissionen aus Kompostierungs- und Vergärungsanlagen untersucht und Empfehlungen für einen emissionsarmen Anlagenbetrieb erarbeitet.
Für die Bestimmung umweltrelevanter Schadstoffe in Klärschlamm, behandeltem Bioabfall und Boden stehen ab sofort Analyseverfahren zur Verfügung, deren Zuverlässigkeit überprüft und festgestellt wurde. Das UBA hatte die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) mit dieser Validierung beauftragt.
Seit Jahresbeginn sind alle deutschen Städte und Landkreise verpflichtet, Bioabfälle getrennt zu sammeln. So schreibt es das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor. Wie eine Studie im Auftrag des UBA ergab, wurde dies bisher nicht überall umgesetzt.
Aus Bioabfällen lässt sich durch Vergärung Biogas gewinnen. Dass sich der Gasertrag durch ein neues Verfahren erheblich steigern lässt, will das Umweltinnovationsprogramm (UIP) zeigen.
Eigenkompostierung ist aktiver Schutz vor den Folgen des Klimawandels: Humusreicher Boden wirkt wie ein Schwamm. Er speichert Feuchtigkeit in Dürreperioden und nimmt Starkregen besser auf. Nutzen Sie Küchen- und Gartenabfälle, um Ihren Boden widerstandsfähiger gegen Extreme zu machen, das Bodenleben zu stärken und ganz nebenbei auf synthetische Dünger zu verzichten.
Im Jahr 2024 stieg die Menge an getrennt gesammelten Bioabfällen mit 16,75 Mio. Tonnen auf ein neues Hoch. Etwa 53 % davon wurden in Anlagen mit Vergärungsstufe behandelt und trugen so zur Gewinnung von erneuerbaren Energien bei. Die erzeugten Komposte und Gärreste können unter anderem in der Landwirtschaft als Düngemittel aber beispielsweise auch zur Herstellung von Blumenerde eingesetzt werden.
Bioabfall ist viel zu schade für die Tonne. Als Kompost bringt er Phosphor und Humus zurück in die Natur und ersetzt in Form von Komposterde umweltschädlichen Torf. Erfahren Sie in den UBA-Umwelttipps, worauf es bei der Eigenkompostierung ankommt, warum Plastik in der Biotonne ein No-Go ist und wie moderne Anlagen aus Ihren Resten sogar Strom und Wärme gewinnen.