Glossar
R
Resistenz
Als Resistenz bezeichnet man die Widerstandskraft eines Lebewesens gegen schädliche Einflüsse. Pflanzen können beispielsweise resistent gegenüber Krankheiten und Schaderregern sein, dann werden sie nicht befallen. Tierische Schädlinge, Pilze, Viren und Bakterien können ihrerseits durch wiederholten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln resistent gegen Wirkstoffe werden. Im Sprachgebrauch wird der Begriff nicht einheitlich verwendet: In der Regel wird mit Resistenz eine hundertprozentige Widerstandskraft bezeichnet, es kann aber auch eine nicht vollständige, aber hohe Widerstandsfähigkeit gemeint sein. Eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schaderregern kann sich auch als sogenannte Toleranz äußern. Tolerante Pflanzen werden zwar befallen, verkraften dies jedoch so gut, dass in der Regel keine Ertragseinbußen zu befürchten sind.
Retentionsflächen
Rückhalt des Wassers in natürlichen oder künstlichen Stauräumen (z. B. in Überschwemmungsgebieten oder Talsperren).
Quelle: DWA (2013): Begriffe in der Gewässermorphologie und im Flussbau
Rezyklate
Durch Aufbereitung von Abfällen (Recycling) gewonnene Sekundärrohstoffe.
RKI
Robert Koch-Institut
RMI
Primärrohstoffeinsatz (englisch „Raw Material Input“ / RMI): Ein Stoffstromindikator: Entspricht dem „Direct Material Input“ (DMI), bei dem die Massen der eingehenden Materialien allerdings in Roh-stoffäquivalenten ausgedrückt werden, d.h. unter Einbezug der indirekten Stoffströme. Gebräuchliche Einheit ist „Tonnen pro Jahr“. In der wirtschaftsraumbezogenen Stoffstromrechnung berechnet sich der RMI aus der Gesamtmasse der im Inland gewonnenen Primärrohstoffe und der – in Rohstoffäquivalente umgerechneten – importierten Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren. (Quelle: UBA 2012: Glossar zum Ressourcenschutz)
RNA
Ribonukleinsäure. Transportiert und übersetzt die Erbinformation in Lebewesen.
RNAi
Molekularbiologische Methode. Gene können stillgelegt werden (Gene Silencing).
Rohstoffäquivalente
Maß für direkte und indirekte Stoffströme ohne versteckte Stoffströme. Bei der Berechnung wird die Masse aller über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eingesetzten Rohstoffe einbezogen. Berücksichtigt werden dabei nur die verwerteten Rohstoffe, nicht aber die nicht verwerteten Entnahmen. (Quelle: UBA 2012: Glossar zum Ressourcenschutz)
ROP
Raumordnungsplan für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone in der Nordsee und in der Ostsee: Der ROP ist ein vorausschauendes Planungsinstrument für die nachhaltige Entwicklung auf dem Meer. Der ROP koordiniert die verschiedenen marinen Nutzungsinteressen und Schutzansprüche.
Rückstaubereich
Flussstrecke oberhalb eines Stauwehrs, in der sich der Rückstau auf den Wasserstand und die Fließgeschwindigkeit auswirkt.
Quelle: DWA (2009): Entwicklung urbaner Gewässer – Teil 1