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Umwälzpumpe optimieren und Heizkosten sparen

Eine Hand drückt auf einen Einstellknopf einer Heizungspumpe mit einem digitalen Display.
Umwälzpumpen gehören zu den größten Stromverbrauchern in einem Haushalt.
Quelle: Petra Richli / AdobeStock

Inhaltsverzeichnis

Wie Sie Ihre Umwälzpumpe effizienter nutzen können

  • Tauschen Sie Ihre Umwälzpumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe mit niedrigem Stromverbrauch.
  • Achten Sie auf die richtige Dimensionierung der Umwälzpumpe.
  • Nutzen Sie die Zeitregelung der Umwälzpumpe zum Energiesparen.
  • Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich durchführen.

Gewusst wie

Alte, vor 2013 eingebaute Umwälzpumpen gehören zu den größten Stromverbrauchern in einem Haushalt. Je nach Haushaltsgröße und installierter Umwälzpumpe verbrauchen sie 5-10 % des Haushaltsstroms. Umwälzpumpen befinden sich in oder in der Nähe der Zentralheizung und fördern das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern.

Hocheffizienzpumpe kaufen: Während alte, ungeregelte Umwälzpumpen Stromkosten von über 60 Euro pro Jahr (über 200 kWh Strom) für ein Einfamilienhaus verursachen können, benötigt eine neue Hocheffizienzpumpe nur noch für rund 10 Euro Strom (40 kWh Strom). Nur solche dürfen noch verkauft werden. Der Ersatz alter, herkömmlicher Umwälzpumpen durch Hocheffizienzpumpen ist in der Regel ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Überprüfen lässt sich dies einfach mit dem Pumpencheck (siehe Links) oder durch den Heizungsfachmann.

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Quelle: co2online | 2026

Förderung nutzen: Der Staat fördert den Austausch der Heizungspumpe und einen hydraulischen Abgleich mit einem Zuschuss in Höhe von 15 Prozent der Gesamtkosten. Grundlage hierfür ist die "Bundesförderung für effiziente Gebäude". Die Beantragung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). 

Umwälzpumpe richtig einstellen: Es lohnt sich, die Leistung der Umwälzpumpe an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Die elektrische Leistungsaufnahme (in Watt) kann am Typenschild auf dem Gehäuse der Pumpe abgelesen und bei vielen Pumpen mit einem Schalter angepasst werden. Um Strom zu sparen, sollte die Pumpe auf einer möglichst niedrigen Leistungsstufe betrieben werden. Die Pumpe sollte nur dann laufen, wenn auch Wärme gebraucht wird. Am Ende der Heizperiode sollte die Betriebsart "Sommer" eingestellt bzw. die Pumpe ausgeschaltet werden.

Umwälzpumpe richtig dimensionieren: Viele Umwälzpumpen sind zu groß. Um bei der Installation Geld zu sparen, fragen Sie den Installateur bei der Installation einer neuen Umwälzpumpe nach der gerade noch ausreichenden Förderleistung.

Hydraulischen Abgleich durchführen: Einen hydraulischen Abgleich des Heizsystems kann der Heizungsfachmann vornehmen. So funktioniert das System einwandfrei und die Wärme kann gleichmäßig in alle Heizkörper fließen. Auch für den hydraulischen Abgleich gibt es Fördermittel aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Was Sie noch tun können:

  • Effiziente Trinkwasser-Zirkulationspumpe einbauen: Wenn es in Ihrem Haus eine Trinkwasserzirkulation gibt, sollten Sie auch hier eine Hocheffizienzpumpe einsetzen.
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Quelle: co2online

Hintergrund

Umweltsituation: Umwälzpumpen verbrauchen Strom - in vielen Haushalten unnötig viel. In Deutschland sind insgesamt 25-30 Mio. Umwälzpumpen im Einsatz. Zusammen verbrauchen diese mit rund 16 Mrd. Kilowattstunden viel mehr Strom als die Haushalte für Beleuchtung benötigen. Eine Anpassung der Leistung, die zeitliche Regelung, ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems sowie der vorzeitige Ersatz von herkömmlichen Umwälzpumpen durch Hocheffizienzpumpen leisten deshalb einen wichtigen Beitrag zum ⁠Klimaschutz⁠. Hochrechnungen der TU Dresden zeigen, dass durch den Ersatz von alten, überdimensionierten Umwälzpumpen durch richtig dimensionierte, hocheffiziente Umwälzpumpen sowie durch die Optimierung von Steuerung und Regelung 60-70 % Strom eingespart werden können. Bezogen auf Deutschland könnten so etwa 3 % des Stromverbrauchs eingespart werden.
Die jährlichen Stromkosten für eine veraltete Umwälzpumpe sind bis zu 200 Euro höher als für eine hocheffiziente Umwälzpumpe. Die Investitionskosten für eine neue Pumpe sowie die Kosten für die Optimierung der Heizungsanlage (Hydraulischer Abgleich) amortisieren sich nach etwa 3-4 Jahren.

Gesetzeslage: Das Gebäudemodernisierungsgesetz schreibt für Häuser mit mehr als 6 Wohnungen einen hydraulischen Abgleich vor, wenn eine neue Heizung eingebaut wird. 2013 traten die Anforderungen der EU-Verordnung 641/2009 für Umwälzpumpen in Kraft: Ungeregelte Umwälzpumpen (Nassläuferbauweise) sowie technisch veraltete elektronisch geregelte Umwälzpumpen erfüllen deren Effizienzanforderungen nicht mehr und dürfen in der Europäischen Union nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Auch wenn es keine gesetzliche Austauschpflicht für alte Umwälzpumpen gibt: Es lohnt sich trotzdem.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Quellen:

  • Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen: Anwendungsbilanz 2022
  • TU Dresden, Prof. Dr.-Ing. Clemens Felsmann: Kurzgutachten zu den energetischen Einsparpotenzialen eines Pumpenaustausches in Heizungsanlagen (§64 GEG) im Kontext der geplanten Wärmepumpen-Offensive, Juni 2023
     

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