Deutsche Badegewässer erneut mit Bestnoten
Gute Nachrichten für große und kleine Bürgerinnen und Bürger, die gerne für Spiel, Spaß und Abkühlung die heimischen Badegewässer aufsuchen: Die hygienische Wasserqualität der Badegewässer in Deutschland ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Das zeigt die Qualitätseinstufung aufgrund der gemeldeten Daten für das Jahr 2025. Der entsprechende Bericht zur Qualität der europäischen Badegewässer der Europäischen Kommission wurde am 16.06.2026 in Brüssel vorgestellt.
Von den 2.291 offiziellen deutschen Badegewässer an Seen, Flüssen und Küsten erfüllten für den Beurteilungszeitraum insgesamt knapp 98 Prozent die EU-Mindestanforderungen, 97 Prozent wurden sogar als „ausgezeichnet“ oder „gut“ eingestuft. Im europaweiten Vergleich belegt Deutschland damit Platz 7.
Die Bewertung der Badegewässerqualität nach EU-Kriterien erfolgt auf der Grundlage von mikrobiologischen Untersuchungen, die in der Regel über einen Zeitraum von vier Jahren (2022 bis 2025) erfasst und statistisch ausgewertet werden. Vorgeschrieben sind regelmäßige Untersuchungen auf Bakterien, die Indikatoren für Verschmutzungen sind. Von den zahlreichen deutschen Badegewässern wurden nur drei Badegewässer mit „mangelhaft“ bewertet. Zum Schutz der Gesundheit wurden während der letzten Badesaison aus verschiedenen Gründen vorübergehende Badeverbote verhängt. Hauptgrund waren meistens ein massenhaftes Auftreten von Cyanobakterien („Blaualgen“) und eine damit verbundene stark verringerte Sichttiefe im Wasser oder aber Starkniederschläge. Starke Niederschläge können zu Schmutzwassereinträgen und Abschwemmungen und so zu einer Beeinträchtigung der hygienischen Wasserqualität führen.
Alle deutschen Badegewässer auf einen Blick
Die aktuellen Messdaten der laufenden Saison können für jedes Badegewässer online auf den Internetseiten der Bundesländer eingesehen werden.
Einen bundesweiten Überblick über die erfolgte Einstufung der Badegewässer bietet eine interaktive Kartenanwendung der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG). Auch die Daten der vergangenen Berichtsjahre sind hier verfügbar. Darüber hinaus kann auf der Seite der Europäischen Umweltagentur (EEA) [KF1] die Badegewässerqualität der einzelnen europäischen Länder eingesehen werden.
Von der Probe zum Bericht
Die Überwachung der Badegewässer in Deutschland liegt in der Hand der Bundesländer. Während der Badesaison werden regelmäßige Untersuchungen von Wasserproben durchgeführt und bewertet. Am Saisonende werden die Ergebnisse der wasserhygienischen Untersuchungen und mögliche weitere Ereignisse für jedes Badegewässer an die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) übermittelt. UBA und BfG prüfen die Einträge auf Konsistenz, fassen die Datensätze zusammen und leiten sie im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMUKN) an die Europäische Kommission weiter. Dort werden die Daten aller EU-Mitgliedstaaten von der Europäischen Umweltagentur ausgewertet und die Qualität jedes einzelnen Badegewässers bewertet. In Form eines Jahresberichts informiert die EU-Kommission die Bürgerinnen und Bürger über die Qualität der europäischen Badegewässer in der vorangegangenen Badesaison.