Kann man als Künstlerin die Augen davor verschließen – zumal die Natur seit jeher eine der großen Quellen künstlerischer Inspiration ist und die Grundlage von Wahrnehmung und Schöpfung? Und was bedeutet es, die eigene künstlerische Kraft in einer solchen Zeit einzusetzen? Vor rund zehn Jahren gründete Giménez gemeinsam mit ihrer Familie in Märkisch Wilmersdorf südlich von Berlin den landwirtschaftlichen Betrieb Wilmars Gärten. Auf ehemals intensiv bewirtschafteten Böden ist seither eine vielfältige, produktive Landschaft entstanden.
Mit unterschiedlichen Formen regenerativ-ökologischer Landwirtschaft wird dort daran gearbeitet, Böden aufzubauen, den Wasserhaushalt zu stabilisieren, Biodiversität zu fördern und die Landschaft an die sich verschärfenden Bedingungen des Klimawandels anzupassen – und zugleich gesunde, nährstoffreiche Lebensmittel zu erzeugen. Mehr als 200.000 Bäume wurden gepflanzt. Gemüse, Obst, Kräuter und weitere Kulturen wachsen in unterschiedlichen Anbausystemen. Wilmars Gärten zeigt, welches Potenzial in der Art und Weise liegt, wie wir unsere Lebensmittel erzeugen: Landwirtschaft kann dazu beitragen, die drängenden Probleme unserer Zeit gleichzeitig anzugehen – Menschen mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen und zugleich die Ökosysteme zu stärken, von deren Gesundheit wir selbst abhängig sind.
In ihrem Vortrag und Gespräch erzählt Maria Giménez von ihrem Weg von der Malerei zur Landwirtschaft, von der Entstehung von Wilmars Gärten, von den Möglichkeiten regenerativer Landwirtschaft und von der Verbindung zur Kunst. Und von der Frage, was künstlerische Schöpferkraft angesichts der großen Veränderungen unserer Zeit bewirken kann.
Wann: 20.08.2026, 15 bis 16 Uhr
Wo: per Webex-Videokonferenz
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen regen Austausch!