Erneuerbare Energien in Deutschland 2022
Umweltbundesamt veröffentlicht neue Zahlen zur aktuellen Entwicklung und Nutzung
Umweltbundesamt veröffentlicht neue Zahlen zur aktuellen Entwicklung und Nutzung
Sonniges Wetter sorgte im Jahr 2022 für starkes Wachstum bei der Stromerzeugung aus Photovoltaik. Die Installation von Wärmepumpen und Solarthermie nimmt Fahrt auf. Wenig Dynamik zeigt allerdings weiterhin der Ausbau der Windenergie. Um die Ziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu erreichen, muss der Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland deutlich gesteigert werden.
Das Umweltbundesamt veröffentlicht zum dritten Mal einen Ressourcenbericht für Deutschland. Der Ressourcenkonsum ist demnach in Deutschland leicht gesunken, bleibt insgesamt aber auf einem hohen Niveau von 1,3 Milliarden Tonnen Rohstoffe jährlich und somit rund 30 % über dem globalen Durchschnitt. Jeder Bundesbürger trägt statistisch einen „ökologischen Rucksack“ von 16 Tonnen pro Kopf.
Im ersten Halbjahr 2022 wurde etwa 14 Prozent mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Nach ersten Schätzungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) lag der Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Stromverbrauch damit bei etwa 49 Prozent. Im Gesamtjahr 2021 waren es noch 41 Prozent.
Die Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) stellt erste Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien im Jahr 2021 vor. Aufgrund ungünstiger Witterung sank die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern während gleichzeitig auch der Absatz von Biokraftstoffen zurückging. Der Anteil der erneuerbaren Energien im Wärmebereich stieg jedoch kräftig.
Über dem Meer weht der Wind stetiger und im Mittel stärker als an Land. Meeresflächen sind daher gut geeignet, um dort Windenergieanlagen zu betreiben. Auf Meeresflächen erzeugter Windstrom (Offshore Windenergie) ist ein wichtiger Baustein, um eine nachhaltige Energieversorgung und damit die deutschen Energie- und Klimaziele zu erreichen.
Bei der Solarthermie wird das Sonnenlicht in Wärme umgewandelt, wenn es auf eine Oberfläche trifft. Je mehr Strahlung die Fläche absorbieren kann, desto größer ist der Effekt. Solarkollektoren sammeln die Sonnenwärme ein und leiten sie über einen Wärmekreislauf in einen Wärmespeicher. So steht die gewonnene Wärme für den Warmwasserbedarf und/oder den Heizwärmebedarf bereit.
Wenig Wind sorgte im ersten Halbjahr 2021 bei „grünem“ Strom für einen Rückgang von 10 Prozent. Auch der Biokraftstoff-Absatz sank durch die pandemiebedingt geringe Reisetätigkeit um etwa 13 Prozent, während die Nutzung erneuerbarer Energieträger für Wärme wegen des kalten Frühjahrs um 13 Prozent anstieg. Das zeigen die aktuellen Daten der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat).