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Alte Fachwerk-Mühle zu Zweifamilienhaus mit Wärmepumpe

Die Ölzentralheizung der Hauptwohnung ist durch eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ersetzt worden, die gleichzeitig die mit einem neuen Heizkreis ausgestattete Einliegerwohnung versorgt.

Angaben zum Projekt

Unser Haus mit ca. 240 m² beheizte Fläche ist die ehemalige Mühle vom Dorf und so alt, das keiner noch sagen kann, ob das Haus 200 Jahre alt oder älter ist. Das Fachwerk-Gebäude ist nach Einstellung der Produktion in einem Zweifamilienhaus umgewandelt worden. Die Hauptwohnung verfügte über eine ca. 20 Jahre alt Zentralheizung mit Flachheizkörpern und Ölkessel mit integriertem Trinkwasserspeicher, wobei ein Teil der Warmwasserbereitung dezentral elektrisch erfolgte. Die Einliegerwohnung war nur teils beheizt mittels einem Ölofen und verfügte über zwei Durchlauferhitzer.

Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Unsere 2 Jahre davor installierte Photovoltaik-Anlage deckt ca. 50 % des gesamten Stromverbrauchs inklusive Wärmepumpenstrom.

Projekteinreichende*r
Hauseigentümer
Kooperationspartner
Firma Rausch GmbH (Sulzbach an der Murr), Ausführung

Eckdaten Gebäude

PLZ Gebäudestandort
71546
Ort Gebäudestandort
Aspach
Gebäudeart
Ein-/Zweifamilienhaus
Baujahr
bis 1945
Sanierungsstand
Altbau teilsaniert
Beheizte Fäche
241 m²

Wärmeversorgung vor Einbau Wärmepumpe

Heizungsart alt
Ölheizung
Art Brauchwassererwärmung
Dezentral, elektrisch
Art der Raumwärmeübergabe
Heizkörper
Energieverbrauch
23000,00 kWh pro Jahr
Vorlauftemperatur (vorher)
56-60 °C
Leistung Wärmeerzeuger in kW
26
Spezifischer Heizenergieverbrauch
95.435684647303 kWh/m²a

Herausforderungen

Unsere Ölheizung wurde 20 Jahre alt und bei uns gibt es kein Gasnetz und keine Fernwärme. Deshalb war eine dezentrale Lösung die einzige Möglichkeit. Wir haben uns für die Wärmepumpe und gegen Pellets entschieden, weil keine Brennstoffversorgung nötig ist, kein Verbrennungsvorgang erfolgt und darum weniger Wartungsaufwand entsteht.
Weil das Haus groß und nur teilsaniert ist, die Einliegerwohnung noch über ein Kachelofen beheizt war, und der Heizraum entfernt von dem Einbauort der Wärmepumpe liegt, war der Heizungstausch kein Standardprojekt und es war wichtig eine Ausführungsfirma zu finden, die das ganze sorgfältig umsetzen könnte.

Lösungsansatz

Die Heizlast vom Haus könnten wir selber berechnen (wenn die Heizungsfirma das nicht kann, kann einen Energieberater die Berechnung machen) und die neue Heizkörper der Einliegerwohnung haben wir auch selber ausgelegt, sodass wir den Heizungsbauer klare Angaben machen könnten. Der hydraulische Abgleich erfolgte durch den Einbau von zertifizierten intelligenten Thermostatköpfen. Für die Heizkostenaufteilung haben wir zwei Wärmemengenzähler einbauen lassen.

Erfahrungen und Ausblick

Wir sind mit dem Austausch sehr zufrieden. Durch die Internet-Schnittstelle wird die Effizienz der Wärmepumpe regelmäßig überprüft, bei Bedarf auch vom Heizungsbauer. Die Wärmepumpe funktioniert wie erwartet. Nur in einem Raum war es technisch sehr schwierig, einen Heizkörper einzubauen. Nachträglich haben wir eine unabhängige strombetriebene Infrarotheizung an die Decke eingebaut.

Tipps für Dritte

Die Wärmepumpe ist leiser als der alte Ölkessel! Je größer der Ventilator, desto leiser ist die Wärmepumpe. Diese sollte aber nicht zu groß dimensioniert werden, weil sie sonst taktet (häufiges Ein- und Ausschalten). Der hydraulische Abgleich kann durch den Einbau kommunizierender Thermostatköpfe "ersetzt" werden. Eventuell zu kleine Heizkörper können auch noch später getauscht werden: besser 1-2 Winter lang ausprobieren und dann ggf. nachrüsten.

Steckbrief Wärmepumpe

Datum Inbetriebnahme der Wärmepumpe
Dauer der Umsetzung
Suche nach einer ausführenden Firma Ende 2024 begonnen, Auftrag Anfang Februar 2025 unterschrieben. Anfang Baustelle Anfang März, Einbau neue Heizkreis und Heizkörper in der Einliegerwohnung; ca. 1 Woche in März, Inbetriebnahme Ende April, Abschlussarbeiten (Isolierung, Strom) bis Mitte Mai.
Wärmequelle
  • Außenluft
Thermische Leistung
17 kW
Elektrische Leistung
5 kW
JAZ laut Planung
4,6
Saisonale Leistungszahl SCOP
5,73
Maßnahmen Heizsystem
  • Hydraulischer Abgleich
  • sonstiges
Erläuterungen zum Heizsystem
neuer Heizkreis für die Einliegerwohnung

Betriebsdaten Wärmepumpe

Vorlauftemperatur (neu)
53 °C
Stromverbrauch Wärmepumpe
6400 kWh pro Jahr
JAZ Wärmepumpe
4.26
Erläuterungen
Heizenergieverbrauch, Stromverbrauch und JAZ aus der WP-Schnittstelle für den Winter 2025/26

Kosten

Kosten Wärmepumpe (inkl. Einbau):
57000 €
Gesamtkosten (inkl. begleitender Maßnahmen):
72000 €
Fördermittel:
25000 €

Kontaktdaten

71546 Aspach
Deutschland
Abteilung
E-Mail
Telefonnummer
Faxnummer
Kurzlink: https://www.uba.de/n308945de