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Wie trägt die Landwirtschaft reaktiven Stickstoff in die Umwelt ein?

Inhaltsverzeichnis

text_media_right draggable_disabled Landwirtschaft Nein Yes

<p>Im Baustein "Reaktiver Stickstoff" des UBA-Umweltatlas erfahren Sie, was reaktiver Stickstoff ist, wie er entsteht und warum er in Deutschland zu schwerwiegenden Problemen für Umwelt und Gesundheit führt. Außerdem zeigen wir Ihnen, was die Politik unternimmt, um die Situation zu verbessern, und geben Ihnen Tipps, wie Sie selbst Ihren Stickstoff-Fußabdruck verkleinern können.</p><p>Im Themenfeld "Landwirtschaft" erfahren Sie unter anderem, wie sich der Stickstoff-Fußabdruck der Landwirtschaft in Deutschland in den letzten Jahren entwickelt hat, wo die Belastungen besonders hoch sind und welche Möglichkeiten Landwirtinnen und Landwirte&nbsp;haben, um den Stickstoffausstoß zu verringern.</p>

+ Zuviel mal drei

Zuviel mal drei

Der landwirtschaftliche Stickstoffüberschuss trägt vor allem drei Namen: Nitrat, Ammoniak und Lachgas. Diese Verbindungen beziehungsweise ihre Vorläufer stammen zu großen Teilen aus der Tierhaltung oder gelangen über Düngemittel in die Umwelt. Anders als für Ammoniak und Lachgas liegen für Nitrat keine Zeitreihen zur Emission vor, sodass es im nebenstehenden Diagramm nicht dargestellt ist. 

Nitrate

Pflanzen können Stickstoff mit ihren Wurzeln vor allem als Nitrat und Ammonium aufnehmen. Mineraldünger sind auf diese Bedürfnisse zugeschnitten, die Pflanzen können sie leicht aufnehmen. Bei Wirtschaftsdüngern ist das anders. Zwar ist das darin enthaltene Ammoniumnitrat für Pflanzen leicht verfügbar. Der organisch gebundene Stickstoff aber, der in Pflanzenresten oder tierischen Ausscheidungen steckt, muss von Destruenten und Mikroorganismen erst aufwändig zu Ammonium oder Nitrat verarbeitet werden, bevor Pflanzen ihn nutzen können.

Ist mehr reaktiver Stickstoff im Boden, als die Pflanzen aufnehmen können, wird dieser in Form von Nitrat ins Grundwasser ausgewaschen und gelangt von dort in Flüsse, Bäche oder Seen. Oberirdisch spülen Regen und Wind stickstoffhaltige Stoffe in die Gewässer. Die Landwirtschaft verursacht so insgesamt rund drei Viertel des Stickstoffeintrags in Flüsse, Bäche, Seen und Meere in Deutschland.

Ammoniak und Lachgas

Wenn Mikroorganismen pflanzliche und tierische Biomasse zersetzen, entstehen auch Ammoniak und Lachgas. Beides sind flüchtige Verbindungen. Bereits im Stall (vor allem in der Schweinehaltung) und bei der Lagerung von Jauche, Gülle und Mist entweichen diese Gase in die Umwelt. Auch aus stickstoffhaltigen Mineraldüngern gelangt Ammoniak direkt in die Atmosphäre. Lachgas hingegen entsteht bei Umsetzungsprozessen im Boden, wenn viel reaktiver Stickstoff verfügbar ist.

Seit Jahren ist die Landwirtschaft in Deutschland der Sektor, der mit Abstand den höchsten Ausstoß von Ammoniak und Lachgas verursacht.

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